Dutzende in Quarantäne

Corona-Infektionen im Zeltlager: 30 Kinder in Baden-Württemberg in Quarantäne

Die Zahl der mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg Infizierten steigt weiter an. Nun wurden nach einem Zeltlager im Hohenlohekreis zwei Kinder positiv getestet - und Dutzende Kinder und Betreuer mussten in Quarantäne.

Hohenlohekreis - Das Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) verbreitet sich inzwischen langsamer als zu Beginn der Corona-Pandemie, es stellt jedoch noch immer eine Bedrohung für die Gesundheit dar - insbesondere für die Risikogruppe. Kinder zählen in der Regel nicht dazu, wie eine Corona-Studie aus Baden-Württemberg* im Juni gezeigt hatte. Auf Grundlage dieser Untersuchung wurde auch das Ende der Schulschließungen* im Land beschlossen.

Die Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann* lockerte bereits mehrfach die Verbote und Maßnahmen zum Infektionsschutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg*, um der Bevölkerung das Leben mit Covid-19 zu erleichtern. Die Sorge wächst derzeit jedoch, dass einige Lockerungen möglicherweise zu früh kamen - aktuell steigt die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg* wieder an. Immer wieder kommt es zu Neuinfektionen, viele davon ereigneten sich auch an Schulen im Land. In der Landeshauptstadt Stuttgart* waren bereits mehrere Schulen und Kitas betroffen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zwei Kinder in Hohenlohekreis nach Zeltlager positiv getestet

Im Hohenlohekreis sind nun zwei Kinder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie hatten sich zuvor für eine Woche in einem Zeltlager in Krautheim-Oberginsbach aufgehalten. Um das Coronavirus in Baden-Württemberg* nicht weiter zu verbreiten, haben die positiven Testergebnisse Folgen für dutzende weitere Personen, die im Zeltlager dabei waren. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat alle Teilnehmer des Zeltlagers sowie die Betreuer – insgesamt 41 Personen, darunter 30 Kinder – als direkte Kontaktpersonen eingestuft und eine zweiwöchige Quarantäne verhängt.

Alle Kontaktpersonen der infizierten Kinder aus dem Hohenlohekreis wurden nach Angaben des Landratsamts innerhalb weniger Stunden telefonisch erreicht. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg wurden zudem die Gesundheitsämter der umliegenden Landkreise mit einbezogen - nicht alle Teilnehmer des Zeltlagers wohnen im Hohenlohekreis oder halten sich aktuell dort auf. Allen Betroffenen wurde ein Corona-Test empfohlen.

Seit Anfang Juli ist trotz Coronavirus nahezu alles wieder erlaubt*, darunter auch größere Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl - wenn auch unter bestimmten Hygieneauflagen, um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg kontrollieren zu können. Auch Urlaub in ausgewählten Ländern dürfen Deutsche wieder machen. Seitdem steigt auch die Zahl der Personen an, die sich im Ausland anstecken, drastisch an.

Die steigenden Infektionszahlen im Zusammenhang mit Covid-19 sind häufig auf Corona-Ausbrüche in einzelnen Gemeinden und Landkreisen zurückzuführen, die immer öfter auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten zurückgehen. So haben Urlauber aus Prag kürzlich mehrere Menschen aus verschiedenen Landkreisen infiziert*, weil sie am Tag ihrer Rückkehr eine Party und am Folgetag eine größere Familienfeier besuchten.

Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich durch Reiserückkehrer wieder schneller

Der Kreis Göppingen war ebenso schon mehrfach von Neuinfektionen betroffen. Nach einer Abifahrt nach Kroatien schleppten Teilnehmer das Coronavirus in Baden-Württemberg* ein - fast alle der 14 Urlauber hatten sich infiziert. Kurz darauf haben weitere Reiserückkehrer aus Kroatien andere Menschen mit dem Coronavirus* infiziert. Acht Personen hatten sich in Kroatien auf der Insel Pag angesteckt und anschließend eine private Geburtstagsfeier in einem Club in Stuttgart mit rund 40 Gästen besucht.

Um das Coronavirus in Baden-Württemberg nicht weiter zu verbreiten, sind Urlauber, die aus Risikogebieten zurückkehren, zu einem Corona-Test verpflichtet. Auch Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten konnten sich noch bis zum Ende der Sommerferien kostenlos testen lassen - ab sofort muss der Test selbst bezahlt werden, denn das Land Baden-Württemberg und die Test-Labore stoßen aktuell an Kapazitätsgrenzen*. 

Rubriklistenbild: © dpa Picture Alliance/ZUMA Press

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