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Neue Corona-Regeln im Herbst: Landesregierung berät sich mit Experten

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Von: Lisa Klein

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Das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg berät sich am Freitagnachmittag mit einer Reihe von Experten zu möglichen Corona-Maßnahmen im Herbst.

Die Corona-Sommerwelle ist bereits im vollen Gange und Experten blicken mit Sorge auf den bevorstehenden Herbst. Maßnahmen gibt es aktuell kaum noch, erschwerend kommt hinzu: Corona-Schnelltests sind ab sofort kostenpflichtig, wie echo24.de berichtete. Nur noch für bestimmte Personengruppen bleiben Bürgertests kostenlos – es hagelte bereits ordentlich Kritik dafür. Das Land Baden-Württemberg hat bereits eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes gefordert, um ein Maßnahmenpaket bereitzuhalten und gegebenenfalls schnell umsetzen zu können.

Nun wird intensiv über mögliche Corona-Regeln im Herbst beraten. Schon bald könnte es wieder strengere Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg geben. Am Freitag ab 12 Uhr hört das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg eine Reihe von Experten an, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Auch die Ampel-Koalition beschäftigt sich am heutigen Freitag ( 1. Juli) mit dem Thema Corona-Regeln im Herbst: Eine Expertenkommission legt eine Auswertung zu bisherigen staatlichen Beschränkungen vor. Diese Auswertung soll Aufschluss darüber geben, wie wirksam bestimmte Maßnahmen waren.

Corona-Regeln in Baden-Württemberg: Lucha berät sich mit Experten

An dem Online-Austausch von Minister Manne Lucha (Grüne) nehmen unter anderem der Epidemiologe des Landesgesundheitsamts, Stefan Brockmann, teil sowie Vertreter der Kommunen und des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Um eine Prognose zur Lage im Herbst abzugeben, sind zudem Vertreter der Unikliniken in Tübingen, Heidelberg und Freiburg geladen. Über die Vorbereitungen im Gesundheitswesen werden etwa die Kassenärztliche Vereinigung, die Krankenhausgesellschaft und die Landesärztekammer berichten.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen nimmt auch im Südwesten seit Ende Mai wieder zu – trotz Sommer. Das ist im Vergleich zu den letzten beiden Jahren ungewöhnlich. Die Subtypen der Omikron-Variante breiten sich in Baden-Württemberg immer weiter aus.

Die landesweite 7-Tage-Inzidenz hat inzwischen die Schwelle von 500 überschritten. Am Donnerstag (30. Juni) liegt die 7-Tage-Inzidenz für Baden-Württemberg bei 564,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Auch die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus sowie der Covid-Patienten in den Kliniken steigt wieder an. Am Donnerstag liegen laut dem Landesgesundheitsministerium 889 Corona-Patienten auf Normalstationen im Krankenhaus, 108 auf der Intensivstation. Insgesamt 16.344 Personen sind bereits mit und an Covid-19 verstorben.

Corona-Regeln im Herbst: Bund wartet Gutachten ab – Sonderkonferenz am Freitag

Bevor Maßnahmen für Baden-Württemberg in die Wege geleitet werden können, ist zuerst der Bund am Zug. Die Ampel-Koalition hat vereinbart, die wissenschaftliche Beurteilung abzuwarten, bevor über mögliche weitergehende Alltagsauflagen für den Herbst entschieden werden soll – erwartet wird dann eine wieder kritischere Pandemie-Lage.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will das Gutachten am Freitagnachmittag entgegennehmen. Die Gesundheitsminister der Länder wollen sich noch heute Nachmittag bei einer Sonderkonferenz positionieren. Lauterbach und Kanzler Olaf Scholz (SPD) hatten deutlich gemacht, dass es für den Herbst darum gehe, passende Maßnahmen bereitzuhaben.

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