Rund eine Million Betroffene

Baden-Württemberg: Dank AstraZeneca – Corona-Impfungen auch für Lehrer und Erzieher?

In Baden-Württemberg steht der Corona-Impfstoff von AstraZeneca zur Verfügung. Damit ist es möglich, dass auch Lehrer und Erzieher früher geimpft werden können.

Update vom 22. Februar: Landesgesundheitsminister Manfred Lucha hat bei einem SWR-Interview angekündigt, dass ab heute auch Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte einen Termin zur Corona-Impfung beantragen können. Die Berufsgruppen sollen nämlich nun doch in die zweite Priorisierungsstufe aufgenommen werden. Für diese Maßnahme müsste allerdings noch die Corona-Impfverordnung geändert werden, damit die laut Statistischem Bundesamt bundesweit rund eine Million Betroffenen aus der Gruppe drei hochgestuft werden können. Auf der heutigen Gesundheitsministerkonferenz soll wohl eine entsprechende Grundsatzentscheidung dazu fallen. Ab März sollen dann die ersten Impfungen für Menschen in der zweiten Stufe starten.

Baden-Württemberg: Corona-Impfungen mit AstraZeneca – „Kein Impfstoff zweiter Klasse“

Seit Ende Dezember werden in Baden-Württemberg Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Zunächst sind Menschen über 80 Jahren sowie Personal von medizinischen oder pflegerischen Berufen an der Reihe, danach folgen Menschen ab 70 Jahren und Behinderungen. Aufgrund des Impfstoff-Mangels konnten bislang viele Impftermine nicht vergeben werden. Das soll sich nun aber durch das Vakzin von AstraZeneca ändern.

BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner11,09 Millionen
HauptstadtStuttgart

Baden-Württemberg: Corona–Impfungen mit AstraZeneca – Erste Personen werden gespritzt

Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird von vielen skeptisch betrachtet, da er eine geringere Wirksamkeit habe und häufiger Nebenwirkungen auslöse. Das Vakzin wird trotzdem von Experten und Politiker empfohlen – so auch von Manne Lucha, Gesundheitsminister von Baden-Württemberg. Der 59-Jährige warnt davor, den Impfstoff von AstraZeneca schlechtzureden: „AstraZeneca ist genauso geeignet die Pandemie zu bekämpfen wie die beiden andern Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Auch der Impfstoff von AstraZeneca verhindert, dass Menschen nach einer Corona-Infektion einen schweren oder tödlichen Verlauf erleiden – und darum geht es bei einer Impfung. Alle drei Impfstoffe haben ein umfangreiches Zulassungsverfahren durchlaufen. Von der STIKO wird der Impfstoff von AstraZeneca wie die beiden anderen als wirksamer Impfstoff empfohlen. Klar ist also: AstraZeneca ist kein Impfstoff zweiter Klasse, im Gegenteil. Ich habe kein Verständnis, wenn sich Menschen damit nicht impfen lassen wollen.

AstraZeneca: Impfstofflieferung in das KIZ Ludwigsburg

Nebenwirkungen wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Krankheitsgefühle treten auch bei anderen Impfungen auf. Symptome wie Kopfschmerzen oder Fieber entsprechen auch ganz dem, was bereits in Studien publiziert wurde. Darüber berichtet HEIDELBERG24*

Corona in Baden-Württemberg: Fast eine halbe Million Impfdosen AstraZeneca erwartet

Baden-Württemberg bis Mitte März rund 450.000 Impfdosen von AstraZeneca erwartet. „Damit kann das Land jedem Berechtigten in der ersten Priorität im Alter zwischen 18 und 64 ab sofort ein Impfangebot machen“, heißt es in einer Mitteilung des Landes. Im März sollen dann auch Personen aus der zweiten Priorität eine Corona-Impfung erhalten. Das sind zum Beispiel Haus-, und Zahnärzte, Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit einem hohen Infektionsrisiko sowie Personen mit einer geistigen Behinderung oder mit Trisomie 21. In Baden-Württemberg werden außerdem Lehrer sowie Erzieher bei den Corona-Impfungen vorgezogen und in die zweite Priorisierungsstufe eingruppiert. Eine entsprechende Änderung der Bundesimpfverordnung ist derzeit in Arbeit.

Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte leisten in dieser Pandemie Großartiges. Sie gehen in Ihrer Arbeit oft bis an die Belastungsgrenzen und auch darüber hinaus, oft verbunden mit einem beträchtlichen Risiko, sich selbst anzustecken. Ich bin sehr froh, dass wir den Unter-65-Jährigen aus diesen Berufsgruppen nun deutlich schneller ein Impfangebot machen können als bisher gedacht“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Samstag in Stuttgart. „Auch auf Initiative Baden-Württembergs werden Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher künftig vorgezogen. Denn sie stehen ebenfalls an vorderster Front, wenn Schulen und Kitas jetzt wieder breit öffnen.

Der Impfstoff von AstraZeneca wird ab sofort in den Kreisimpfzentren und den Zentralen Impfzentren zur Verfügung stehen. Die Terminvergabe für die Berechtigten unter 65 erfolgt dabei zentral über die Hotline 116 117 sowie vor allem über Impfterminservice.de. Aufgrund der großen Menge an AstraZeneca werden in den nächsten Wochen viele Termine verfügbar sein. (pm/jol) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Karsten Schmalz/KS-Images.de

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