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Corona-Impfstoff für Baden-Württemberg: Strategie steht – die Antworten auf die wichtigsten Fragen

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Von: Robin Eichelsheimer, Ann-Kathrin Metzger

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Stuttgart - Noch in diesem Jahr könnten Impfstoffe gegen das Coronavirus verfügbar sein. In Baden-Württemberg hat man jetzt eine Impf-Strategie für das Land erarbeitet. 

Update vom 24. November, 16 Uhr: Vieles muss noch geklärt, Details weiter ausgearbeitet werden – doch schon jetzt steht fest: Die Massenimpfung gegen das Coronavirus wird sowohl für die Landesregierung Baden-Württembergs als auch die hiesigen Gesundheitsämter eine wahre Mammutaufgabe. Erstere hat heute dem Konzept zur Planung, Aufgabenverteilung und Finanzierung ihren Segen gegeben. So sieht die Strategie für Baden-Württemberg aus, wenn der ersehnte Impfstoff endlich bereit ist.

Corona-Impfstoff für Baden-Württemberg: Wann, wer, wie und wo? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen

Corona-Impfstoff: Kretschmann stellt heute Strategie für Baden-Württemberg vor

Update vom 24. November: Wie können die 11 Millionen Menschen in Baden-Württemberg schnellstmöglich geimpft werden? Wer wird zuerst geimpft und wo entstehen Impfzentren? Am heutigen Dienstag beschließt das Kabinett die Umsetzung des Impfkonzepts. Im Anschluss daran wollen Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gesundheitsminister Manne Lucha die Details in einer Pressekonferenz vorstellen. Bis zum 15. Dezember will das Land in jeden der vier Regierungsbezirke zwei zentrale Impfzentren errichten. Bis zum 15. Januar sollen in einem zweiten Schritt ein bis zwei Impfzentren pro Stadt- und Landkreis aufgebaut werden. Sobald ein Impfstoff verfügbar ist, kann mit dem Impfen begonnen werden, so das Gesundheitsministerium.

Corona-Impfstoff: 1.500 Impfungen pro Tag – alle Infos zur Strategie für Baden-Württemberg

Erstmeldung vom 23. November: Das Land Baden-Württemberg bereitet sich auf die Impfung der Bevölkerung gegen das Coronavirus vor. Die Impfung soll in verschiedenen Phasen ablaufen. Impfungen gegen das Coronavirus sollen in Baden-Württemberg zunächst bestimmte Bevölkerungsgruppen erhalten. Einen Impfzwang wird es nicht geben. Das hat die Lenkungsgruppe der Landesregierung am Mittwochabend (18. November) beschlossen wie HEIDELBERG24* berichtet. Das Kabinett muss noch zustimmen.

Die Lenkungsgruppe „Sars-CoV-2 (Coronavirus) koordiniert in Baden-Württemberg die Bekämpfung der Pandemie zwischen den Ministerien. Sie ist gleichzeitig Schnittstelle zu den Kommunen, zum Bund und zu den anderen Bundesländern.

Ein Arzt bereitet eine Spritze mit Impfstoff vor.
Die Corona-Impfung in Baden-Württemberg soll in Phasen ablaufen. © Christoph Schmidt/dpa

Corona-Impfstoff in Baden-Württemberg: Impfung erfolgt in mehreren Phasen

In jedem der vier Regierungsbezirke - Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen und Freiburg - soll es bis zum 15. Dezember zwei zentrale Impfzentren geben, in denen am Tag ca. 1.500 Impfungen durchgeführt werden können. Wie Sozialminister Manfred Lucha in einem Interview mit der Heilbronner Stimme mitteilt, sollen in einem zweiten Schritt bis zum 15. Januar ein bis zwei Kreis-Impfzentren pro Stadt- und Landkreis aufgebaut werden. Diese Impfzentren in der Metropolregion sind im Gespräch.

Bei dem Besuch eines Impfzentrums in Ulm kündigt der Sozialminister an, dass Impfstoff-Kandidat BioNTech in einer ersten Tranche Deutschland fünf Millionen Impfdosen zur Verfügung stellen würde, davon würden etwa 600.000 nach Baden-Württemberg gehen.

In den zentralen Impfzentren sollen täglich mindestens 1.500 Menschengeimpft werden, in den Kreis-Impfzentren mindestens 750 Personen. Die Impfungen sollen an sieben Tagen der Woche von 7 bis 21 Uhr erfolgen.

Corona-Impfstoff in Baden-Württemberg: Diese Gruppen erhalten ihn zuerst

Da es anfangs wohl nur eine begrenzte Zahl an Impfdosen geben werde, soll die Impfung in verschiedenen Phasen ablaufen. Zuerst werden vulnerable Bevölkerungsgruppen oder Mitarbeiter der Gesundheitsversorgung mit dem Impfstoff versorgt. Wenn mehr Impfstoff zur Verfügung stehe, könne ein breites Impfangebot an alle gemacht werden. Die Lenkungsgruppe stellt aber klar: „Ein Impfzwang besteht nicht.“

Corona-Impfstoff in Baden-Württemberg: Mobile Impfteams für Impfung vor Ort

Um Menschen impfen zu können, die nicht zu den Impfzentren kommen können, wird mobile Impfteams geben - beispielsweise für Pflegeheime. Ein Teil der Menschen aus Risikogruppen sei auf ein solches mobiles Angebot angewiesen, hieß es in der Mitteilung. Für die Impfung von Klinik-Personal soll es ein gesondertes Konzept geben. Dieses Konzept wird derzeit noch erarbeitet.

Zuletzt hatte das Biotechnologischen Unternehmen BioNTech aus Mainz große Erfolge bei der Entwicklung eines Impfstoffs, der nur leichte Nebenwirkungen hervorrufen könnte, vermeldet. Laut BioNTech-Gründer Ugur Sahin kann eine Auslieferung des Corona-Impfstoffes noch in diesem Jahr möglich sein, wenn der Zulassungsantrag bewilligt wird. (akm//kp/rob/dpa) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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