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Corona-Bonus in BW: Wer darauf Anspruch hat – und wer nicht

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Von: Julia Cuprakowa

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In der Corona-Pandemie hatten mehrere Berufsgruppen einen Mehraufwand. Das soll nun durch einen Corona-Bonus honoriert werden.

Es soll eine Anerkennung, ein Ausgleich zur Mehrarbeit in der Pandemie sein: „Zehntausende Beschäftigte sollen in Deutschland – und so auch in Baden-Württemberg – einen Corona-Bonus erhalten. Mal sind es einige hundert Euro, manchmal vierstellige Summen ohne Abzug von Steuern oder Abgaben“ schreibt die dpa.

Doch auch Pflegekräften in Kliniken und Pflegeeinrichtungen soll der versprochene Corona-Bonus von einer Milliarde Euro für hohe Belastungen in der Pandemie zukommen, wie auch echo24.de* berichtet. Die Zahlungen sollen dafür jeweils zur Hälfte ausgeschüttet werden, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) im ZDF deutlich machte. Immerhin befinden sich aufgrund der hochansteckenden Omikron-Variante* auch jetzt noch Corona-Infizierte auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Baden-Württemberg*. Aber: Nicht alle Bereiche profitieren gleichermaßen von den geplanten Corona-Boni oder Sonderzahlungen.

Corona-Bonus in Baden-Württemberg: Wer kann mit Prämien-Zahlungen rechnen?

In einem Eckpunktepapier hat das Bundesgesundheitsministerium den Corona-Pflegebonus vorgestellt, der für dieses Jahr beschlossen werden soll. Demnach ist für Pflegekräfte in Kliniken ein Bonus nur für Krankenhäuser geplant, die 2021 mehr als zehn Covid-Fälle mit künstlicher Beatmung behandelt haben. Dies seien 837 Kliniken, die 95 Prozent aller Corona-Patienten versorgten. Klinikträger und die Beschäftigtenvertretungen sollten gemeinsam entscheiden, wer Prämien in welcher Höhe erhält.

„Die Prämien sollen sich in erster Linie an Pflegekräfte in der Pflege am Bett richten. Pflegekräfte im Bereich der Intensivpflege sollten einen höheren Bonus erhalten als Pflegekräfte in anderen Bereichen“, so die Eckpunkte. Demnach könnten rund 280.000 Pflegekräfte Geld bekommen.

Die baden-württembergische Landesregierung in Stuttgart* hat bereits vergangenen November eine Prämie von bis zu 1.500 Euro für die Mitarbeiter auf den Intensivstationen im Land beschlossen. Die Auszahlung der Prämie soll bis Ende März 2022 erfolgen, teilte das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg dem SWR mit.  

Corona-Bonus: Auch Pflegekräfte in der Altenpflege dürfen sich über Prämien freuen

Ein Eckpunktepapier Lauterbachs sieht für Vollzeitkräfte in der Altenpflege einen Bonus von bis zu 550 Euro vor. Die Prämie soll gestaffelt werden – Helfer sollen etwa 60 Euro erhalten, Azubis bis zu 330 Euro. Er soll ab 30. Juni und spätestens bis 31. Dezember ausgezahlt werden, wie aus dem in Berlin bekanntgewordenen Papier hervorgeht. Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten zuerst darüber.

Das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg wollte sich allerdings noch nicht zur Umsetzung des Pflegebonus äußern. Das Eckpunktepapier des Bundes nenne noch keine Umsetzungsdetails für die Länder, wie der SWR weiter berichtet.

Corona-Prämie: Nicht alle Unternehmen zahlen Boni

Wie viele Unternehmen keine Corona-Prämie überweisen, lässt sich weder auf Arbeitgeber- noch auf Gewerkschaftsseite ermitteln. Sicher ist: Wer bis Ende März keine Corona-Prämie bekommt, kann sich vorerst keine Hoffnung mehr auf die steuer- und abgabenfreie Sonderzahlung machen, wie auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Denn der Bund hatte diese nur vorübergehend ermöglicht.

Die Gewerkschaft Verdi versuchte noch im Januar, bei der Postbank und der Deutschen Bank Corona-Prämien durchzusetzen, bevor sich das Zeitfenster dafür schließt. Hoffnung können sich dann nur noch Pflegekräfte machen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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