Sondersitzung im Landtag

Corona Baden-Württemberg: Fast 2.000 Neu-Infektionen! Kommt jetzt der Lockdown-Extrem?

Corona in Baden-Württemberg: Alle Entwicklungen, Zahlen und Regeln immer aktuell im News-Ticker zur Pandemie-Lage.

  • Coronavirus* in Baden-Württemberg: Die Zahl der Infizierten steigt auf 273.843 (+1.873). (Stand 16. Januar)
  • Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg* beträgt 120,4
  • Seit Beginn der Corona-Pandemie sind 6.088 Menschen (+39) mit oder an Covid-19 gestorben.
  • Ab dem 11. Januar 2021 gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung*. Der Lockdown wird zunächst bis zum 31. Januar verlängert.

Update vom 17. Januar, 10 Uhr: Innerhalb eines Tages ist die Zahl der Corona-Infektionen in Baden-Württemberg am Samstag um weitere 1.873 Fälle gestiegen. Damit sind im Südwesten seit Beginn der Pandemie insgesamt 273.834 Ansteckungen registriert worden. Die Fallzahlen bleiben auf erhöhtem Niveau. Die Zahl der mit oder am Coronavirus gestorbenen Menschen stieg um 39 auf insgesamt 6.088. Als genesen gelten 228.775 ehemals Infizierte.  

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tages-Inzidenz) sank leicht auf 120,4. Weiterhin liegen alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten über dem Sieben-Tages-Inzidenzwert von 50 – ab diesem Wert gilt eine Kommune als Risikogebiet.

Corona Baden-Württemberg: Lockdown-Extrem ab nächste Woche? Landtag plant Sondersitzung

Update vom 15. Januar, 18:30 Uhr: Der Landtag von Baden-Württemberg will nächste Woche zu einer Corona-Sondersitzung zusammenkommen, um nach dem Corona-Gipfel der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin über weitere Maßnahmen zu diskutieren. Geplant ist die Sitzung am Donnerstag um 10 Uhr. Ministerpräsident Winfried Kretschmann will die Maßnahmen in einer Regierungserklärung erläutern.

Am Freitag wurde bekannt, dass der Corona-Gipfel von Bund und Ländern eine Woche vorgezogen werden soll – aus Sorge wegen der kritischen Corona-Lage in Deutschland. Bereits an diesem Dienstag (19. Januar) ist die nächste Schaltkonferenz mit Angela Merkel geplant. Auch angesichts der neuen, wohl ansteckenderen Virus-Mutationen, die auch bereits in Baden-Württemberg aufgetreten sind, werden Forderung nach einem noch härteren Lockdown laut. Weitere Verschärfungen im Lockdown-Extrem könnten die Wiedereinführung von Grenzkontrollen oder die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske beim Einkaufen und im Öffentlichen Nahverkehr sein. Auch der Lockdown soll über den 31. Januar hinaus verlängert werden.

Corona in Baden-Württemberg: Nach Thüringen – wird auch Landtagswahl im Südwesten verlegt?

Update vom 15. Januar, 7 Uhr: Das Land Thüringen hat am Donnerstag (14. Januar) beschlossen, die kommende Landtagswahl vom 25. April auf den 26. September zu verschieben. Für Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl ist eine solche Maßnahme in seinem Bundesland aber ausgeschlossen. „Das ist kein Thema bei uns. Die Landtagswahl am 14. März 2021 findet statt“, sagt der CDU-Politiker zur dpa. Die Demokratie sei auch in der Pandemie voll handlungs- und entscheidungsfähig.

Sicherlich wird bei unserer Landtagswahl die Briefwahl sehr viel stärker genutzt werden. Doch genau dafür haben wir ja auch die Möglichkeit zur Briefwahl“, erklärt der Minister. Auch die Wahl des US-Präsidenten ist im Jahr 2020 überwiegend per Briefwahl gelaufen. Und auch dutzende Bürgermeisterwahlen seien letztes Jahr im Südwesten trotz Corona abgehalten worden – unter Einhaltung des Gesundheits- und Infektionsschutzes.

Corona in Baden-Württemberg: Kitas und Schulen bleiben zu – wird Lockdown erneut verlängert?

Update vom 14. Januar, 20 Uhr: In Baden-Württemberg sind bislang sechs Fälle der in Großbritannien beobachteten Corona-Mutation aufgetreten. Zudem gebe es einen Fall mit der Virus-Variante aus Südafrika, teilt das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mit. Allerdings wurden hier sechs Kontaktpersonen positiv auf das Coronavirus getestet. Wegen der aufwendigen Diagnostik der Virusmutanten ist das jedoch der Stand vom vergangenen Samstag. Die neuen Varianten sollen sich deutlich schneller verbreiten als das herkömmliche Coronavirus. 

Kretschmann geht von längerem Lockdown aus ‒ fordert Sonderstatus für „die Kleinsten“

Update vom 14. Januar, 11:07 Uhr: Angesichts einer unsicheren Datenlage zu den Corona-Infektionszahlen sind Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) übereingekommen, Kitas und Schulen weiter geschlossen zu halten. Der R-Wert liege weiter über 1, betonte Kretschmann am Donnerstag (14. Januar) in Stuttgart. Zudem müsse man in den kommenden zwei Wochen über gezielte Sequenzierung „Erkenntnisse erlangen, wie weit sich die deutlich ansteckenderen Virusmutationen aus Großbritannien und Südafrika in Deutschland und Baden-Württemberg ausbreiten“.

Man sei sich bewusst, dass die Entscheidung schwere Auswirkungen auf „die Kleinsten habe, wenn sie nicht in Schule oder Kita gehen oder keine Freunde treffen könnten, so Kretschmann. Auch für Familien mit kleinen Kindern sei es schwierig, Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Zwar werde es weiter eine Notbetreuung geben ‒ Kretschmann appellierte aber erneut, diese nur in Anspruch zu nehmen, wenn es nicht anders gehe.

„Lockdown wird verlängert“ - Kretschmann will bundesweiten Sonderstatus für die Kleinsten

Der Ministerpräsident geht davon aus, dass „der Lockdown verlängert wird“. Deshalb wolle er sich in der anstehenden Ministerpräsidentenrunde dafür stark machen, dass Kinder unter 10 Jahren eine „Sonderrolle“ bekommen. Mehrere Studien weisen darauf hin, dass Kinder in der Altersgruppe sich nicht so häufig mit dem Coronavirus ansteckten wie ältere. Zudem forderte Kretschmann Arbeitgeber dazu auf, mehr Home Office zu ermöglichen. Die Home Office-Quote lag im November mit 14 Prozent nur knapp halb so hoch wie im Frühjahr 2020 mit 27 Prozent.

Eisenmann wollte Kitas und Grundschulen früher wieder öffnen

Ganz ohne Reibereien scheint die Entscheidung, Kitas und Schulen weiter dicht zu machen, indes nicht abgelaufen zu sein: Kultusministerin Eisenmann ließ durchblicken, dass sie sich ein „differenziertes Vorgehen gewünscht“ habe. Sie habe sich eine schrittweise Öffnung für Kita-Kinder und Grundschüler der Klassen 1 und 2 ab kommender Woche vorstellen können. In einem zweiten Schritt hätten Klassen 3 und 4 folgen sollen, so die Kultusministerin.

Die Kleinsten brauchen Betreuung und Bildung. Auch das soziale Umfeld und Freunde treffen ist wichtig.“ Man müsse sich in Deutschland und Baden-Württemberg darüber Gedanken machen, was passiert, wenn die Zahlen nicht sinken, sagte Eisenmann. Die psychologischen und körperlichen Folgen für die Kleinsten seien immens, warnte sie. Eine „Perspektive“ für diese Altersgruppe sei wichtig, damit „Familien und Kinder nicht zu den Verlierern der Pandemie“ werden. (rmx)

Corona in Baden-Württemberg: Schulen und Kitas bis Ende Januar dicht!

Update vom 14. Januar, 10:45 Uhr: Baden-Württemberg will Grundschulen und Kitas nun doch zumindest bis Ende Januar geschlossen halten. Das hat die dpa am Donnerstag (14. Januar) in Stuttgart erfahren. Demnach verständigten sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) darauf, angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen im Land zunächst auf die angedachte Lockerung zu verzichten. Es solle aber eine Öffnungsperspektive für Grundschulen und Kitas erarbeitet werden, sollte der Lockdown über Januar hinaus gelten, hieß es.

Näheres zu den bestehenden Schließungen will man gleich im Rahmen eines Presse-Statements erklären:

Corona in Baden-Württemberg: Dürfen Schule und Kitas öffnen? Morgen fällt Entscheidung

Update vom 13. Januar: Am Donnerstag will das Land Baden-Württemberg darüber entscheiden, ob Schulen und Kitas ab kommenden Montag öffnen dürfen oder nicht. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann wollen am Vormittag gegen 10:45 Uhr verkünden, ob eine Lockerung vereinbart wurde. Bereits am Mittwoch beraten sich die beiden mit Virologen, Epidemiologen und Kinder- und Jugendmediziner. Während Eisenmann für eine Öffnung pocht, zeigt sich Kretschmann eher skeptisch. Es wird also spannend!

Binnen eines Tages steigt die Zahl der Corona-Infektionen in Baden-Württemberg um weitere 2.976 Fälle an. Damit sind in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie insgesamt 267.696 Ansteckungen registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch mitteilt. Die Zahl der mit oder am Coronavirus gestorbenen Menschen steigt um 116 auf insgesamt 5.873. Als genesen gelten 219.676 Infizierte. Die landesweite Sieben-Tages-Inzidenz pro 100 000 Einwohner liegt bei 133,3. Der geschätzte Sieben-Tages-R-Wert beträgt 1,09. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 109 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Corona in Baden-Württemberg: Mutation aus Südafrika bestätigt

Update vom 12. Januar, 17:20 Uhr: Laut Sozialministerium tritt erstmals in Deutschland die Corona-Mutation aus Südafrika auf. Diese ist bei einer Familie aus Baden-Württemberg nachgewiesen worden, die Mitte Dezember in ihre Heimat zurückkehrte. Laut einem Sprecher seien die Corona-Tests zunächst negativ verlaufen, erst nach einigen Tagen entwickelten die Personen milde Krankheitssymptome.

Update vom 12. Januar, 14:11 Uhr: Drohen im Februar Verschärfungen der Corona-Maßnahmen? Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält das für möglich, wenn die Corona-Zahlen weiter ansteigen. Die Infektionszahlen seien nicht so, dass man ein „großes Öffnungskonzert“ veranstalten könne, so Kretschmann am Dienstag. „Wenn es nicht gut kommt, müssen wir eventuell sogar noch mal verschärfen.“ Baden-Württemberg sei mit dem bisherigen strengen
Kurs gut gefahren.

Die Ausgangssperre von 20 bis 5 Uhr sei sehr wirksam, erklärt der Ministerpräsident weiter. „Die nächtlichen Ausgangssperren werden mal sicher nicht gelockert, vorher lockern wir was anderes.“ Ob Schulen und Kitas bereits ab nächsten Montag wieder geöffnet werden, sei noch unklar. Die Zahlen gingen nicht herunter - „jedenfalls nicht belastbar“, meint Kretschmann. Es gebe jedoch noch keine Vorentscheidung. Der Ministerpräsident und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) wollen sich am Donnerstag verständigen, wie man mit Grundschulen und Kitas weiter verfährt. Eisenmann dringt vehement auf eine Öffnung im Sinne der jüngeren Kinder. In den weiterführenden Schulen soll es bis Ende Januar Fernunterricht geben,
allerdings sind für Abschlussklassen Ausnahmen vorgesehen.

Corona in Baden-Württemberg: Chaos zum Schul-Start – 200 Schulen kommen nicht auf Lernplattform

Update vom 11. Januar, 17:50 Uhr: Zum Schul-Start in Baden-Württemberg hätten sich etliche Lehrer, Schüler und Eltern am Montag wahrscheinlich am liebsten direkt wieder ins Bett gelegt. Denn pünktlich zur ersten Stunde schwänzte ausgerechnet die wichtige digitale Lernplattform Moodle. „Die Technik hat teilweise funktioniert, aber im großen Teil nicht, so dass das System, mit dem wir arbeiten, teilweise zusammengebrochen ist“, erklärt Susanne Lutz, Rektorin des Ravensburger Spohn-Gymnasiums. „Die Kinder konnten sich nicht anmelden, sie konnten nicht in das System hineingekommen.“ Kein Einzelfall. Über Twitter beschwerten sich zahlreiche genervte Lehrer und Eltern.

Das baden-württembergische Kultusministerium rechnete am Vormittag vor, dass von der Störung der Lernplattform rund 200 Schulen betroffen gewesen seien. „In weiten Teilen Baden-Württembergs und bei der überwiegenden Mehrheit der Schulen funktioniert Moodle jedoch störungsfrei“, betonte ein Sprecherin. Derzeit nutzten etwa 600.000 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte und etwa jede zweite Schulen die Lernplattform Moodle.

Corona in Baden-Württemberg: Lernplattform schwänzt Schul-Start – Kritik an Kultusministerium

In den Ferien seien die Kapazitäten des Videokonferenztools Big Blue Button, die Rechenleistung der Moodle-Server optimiert und ausgeweitet sowie die Pufferkapazität um 50 Prozent ausgebaut worden, warb das Ministerium um Verständnis.  Ein Wunsch, der bei vielen Eltern und Lehrern unerhört blieb. „Kann es denn wirklich sein, dass es seit März keiner hinbekommen hat im KM--BW eine funktionierende digitale Infrastruktur aufzubauen?“, kritisierte eine Nutzerin am Morgen das Kultusministerium.

Die Moodle-Server dürften noch einige Zeit beansprucht werden. Nicht nur schalten sich in den kommenden Tagen immer mehr Schulen in anderen Bundesländern auf, darunter auch Nordrhein-Westfalen. Fernunterricht steht zudem in allen Bundesländern und den meisten Schularten bis mindestens Ende Januar auf dem Stundenplan. Nur für die Kitas und Grundschulen sowie für Abschlussklassen will Baden-Württemberg einen Sonderweg einschlagen und möglichst am kommenden Montag Präsenzunterricht anbieten. 

Corona in Baden-Württemberg: Ungeduld wächst – wann gibt es mehr Impftermine?

Stuttgart* - Seit dem 27. Dezember wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Bis zum 9. Januar hat das Land Baden-Württemberg 268.125 Impfdosen geliefert bekommen. Davon wird jedoch die Hälfte zurückgehalten, um die zweite Impfung auch bei Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers Biontech* zu gewährleisten. Von diesen 134.063 Impfdosen wurden bis zum 8. Januar nur 55.320 Dosen in Baden-Württemberg verimpft.

Bis zur nächsten Vakzin-Lieferung von Biontech am 21. Januar stehen demnach 78.743 Impfdosen zur Verfügung. Wenn in Baden-Württemberg bis dahin 6.057 Impfungen am Tag stattfinden – aktuell sind es etwa 6.200 – wird der Impfstoff bis zum 21. Januar reichen. Das berichtet HEIDELBERG24*.

Corona in Baden-Württemberg: Diese Menschen werden zuerst geimpft

Per Verordnung hat die Bundesregierung festgelegt, dass zuerst über 80-Jährige und ärztliches sowie pflegerisches Personal geimpft werden. Allein diese Personengruppe mache im Bundesland rund eine Million Menschen aus, so Gesundheitsminister Manne Lucha am 10. Januar in Stuttgart. Bis alle anderen drankommen, könnte es also noch ein wenig dauern. „Selbstverständlich würden wir gerne allen Bürgerinnen und Bürgern ein sofortiges Impfangebot machen, doch die Menge an verfügbarem Impfstoff reicht leider dafür noch nicht aus“, erklärt Lucha.

Name Baden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann
Bevölkerung 11.09 Millionen (2019)
Sehenswürdigkeiten Schloss Heidelberg, Europa-Park

Er sei jedoch optimistisch, dass mit den neuen Zulassungen von Moderna, in Kürze auch von Astrazeneca* und Johnson und Johnson „etwas Entspannung eintritt“.

Corona in Baden-Württemberg: Lucha betont Freiwilligkeit der Impfung

Momentan sei die Nachfrage größer als das Angebot und die Impftermine in Baden-Württemberg schnell vergriffen. Je mehr Impfstoff im Land zur Verfügung stünde, desto mehr Menschen könnten Termine erhalten. „Die Infrastruktur ist da, tausende Ärzte, medizinische Fachangestellte und Freiwillige stehen bereit, um diese wirklich historische Aufgabe zu stemmen – eine ganze Bevölkerung zu impfen. Die Impfung bleibt freiwillig“, betont der Gesundheitsminister.

„Bitte haben Sie noch etwas Geduld, die Lage wird sich entspannen. Bis dahin müssen wir alle achtsam miteinander sein und die strengen Corona-Regeln einhalten. Und seien Sie versichert: Jeder Impfstoff, der hier in Baden-Württemberg ankommt, wird sofort vergeben.“

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Diese neuen Regeln gelten ab dem 11. Januar

Angesichts steigender Corona-Zahlen wurde der Lockdown in Deutschland bis zum 31. Januar verlängert. Seit dem 11. Januar gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung. Sie orientiert sich im Wesentlichen an den Beschlüssen von Bund und Ländern. Neu ist, dass private Treffen im öffentlichen und privaten Raum nur noch im Kreis des eigenen Haushalts und einer weiteren haushaltsfremden Person gestattet sind. Kinder unter 14 Jahren werden in Baden-Württemberg, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, nicht mitgezählt. Die Regelung dient dazu, besondere Härtefälle abzufangen.

Es gibt auch eine Ausnahme für die Kinderbetreuung. Da Kitas und Schulen geschlossen bleiben, dürfen sich in Baden-Württemberg zwei Familien zu einer festen, familiär oder nachbarschaftlichen Betreuungsgemeinschaft zusammentun.

Neu in Baden-Württemberg ist außerdem, dass geschlossene Einzelhandelsbetriebe ein Abholangebot einführen können (Click & Collect*). Dabei müssen feste Zeitfenster für die Abholung vereinbart und Warteschlangen vermieden werden. Die nächste Corona-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel findet am 25. Januar statt.

Corona in Baden-Württemberg: Die aktuellen Zahlen von Sonntag

In Baden-Württemberg gibt es inzwischen 261.474 bestätigte Corona-Infektionsfälle. Das sind 1.488 mehr als noch am Samstag. Als genesen gelten 211.358 Personen. 5.574 Menschen sind mit oder an Covid-19 gestorben, die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 142,2. Dieser Wert steigt seit Tagen wieder; am Samstag hatte der Wert 138,8, am Freitag 124,6 betragen, am Donnerstag 111,7. Alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegen über dem Wert von 50.

Zwei Regionen, Calw und Heilbronn, haben die Marke von 200 gerissen. Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern wird in Baden-Württemberg jedoch kein Beschränkungsradius von 15 Kilometern in Hotspots eingeführt. (kp) HEIDELBERG24* ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © dpa: Marijan Murat

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare