1. Mannheim24
  2. Baden-Württemberg

Ehemalige Ministerin verstorben - Trauer in Baden-Württemberg

Erstellt:

Von: Julia Thielen

Kommentare

Marianne Schultz-Hector
Dr. Marianne Schultz-Hector wird nach ihrem Tod von Politikern gewürdigt. © Erwin Elsner/dpa

Die ehemalige Ministerin Dr. Marianne Schultz-Hector starb am Freitag. Politiker würdigen die Leistungen der früheren Kollegin.

Sie hatte ein großes Herz für Kinder, brannte für ihren Beruf und hat bei ihren Amtskollegen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Das wurde nach dem Tod von Dr. Marianne Schultz-Hector mehr als deutlich, wie *echo24.de berichtet. Die ehemalige baden-württembergische Kultusministerin war am Freitag im Alter von 92 Jahren verstorben.

Im Anschluss würdigten Politiker aus Baden-Württemberg Schultz-Hector mit warmen Worten und gedachten der früheren CDU-Politikerin. „Ihr jahrzehntelanges, leidenschaftliches ehrenamtliches Engagement galt einer Gesellschaft, in der alle ihre Talente entfalten können“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann laut einer Mitteilung.

Baden-Württemberg: Trauer noch Tod von ehemaliger Ministerin

Schultz-Hector sei eine vehemente Streiterin für Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit gewesen. Bis zuletzt habe sie etwa über die Kulturakademie der Stiftung Kinderland ihre Energie dafür eingesetzt, junge Talente zu entdecken und ihren Begabungen zu fördern. „Ihr Wirken wird fehlen“, sagte Kretschmann.

Auch Innenminister Thomas Strobl drückte sein Beileid aus und verwies auf Schulz-Hectors geschätzte Charakterzüge: „Sie war eine Frau mit Herz und Verstand, eine Bildungspolitikerin mit Leib und Seele. Kinder und Familien lagen ihr besonders am Herzen.“

Die ehemalige Ministerin habe in mehreren Funktionen geglänzt und für Fortschritt gesorgt.

Als solche sei sie laut Strobl nicht nur „eine außerordentlich engagierte Frau“ gewesen, sondern auch „Vorreiterin bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Sie rief die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg mit ins Leben und legte somit einen Grundstein für die noch bessere Förderung von Kindern und Familien.

Dr. Marianne Schultz-Hector verstorben - „engagierte Kämpferin“

„Wir werden Marianne Schultz-Hector dankbar in bester Erinnerung behalten – als engagierte Kämpferin für die Sache, leidenschaftliche Politikerin und Vordenkerin. Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt ihren Hinterbliebenen in dieser Zeit des Abschiednehmens“, erklärte Strobl.

Das Mitgefühl gelte nun den Angehörigen, „denen ich viel Kraft in dieser schweren Zeit wünsche“, betonte auch die amtierende Kultusministerin Theresa Schopper. Sie zeigte sich ebenfalls persönlich sehr betroffen vom Tod von Schultz-Hector.

Baden-Württemberg: Politiker würdigen verstorbene, frühere Ministerin

„Marianne Schultz-Hector war eine herzensgute Person, bei der ich das Glück hatte, sie persönlich kennenlernen zu dürfen. Sie war überaus für Kinder und für die Kultur engagiert.“ So wurden in ihrer Zeit an der Amtsspitze des Ministeriums auch der Landesschülerbeirat konstituiert und die Beratungsgremien des Kultusministeriums nachhaltig gestärkt. „Es geht mir sehr nahe, wenn eine derart engagierte Person von uns geht, die mit dem Verdienstorden des Landes und auch mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.“

Dr. Marianne Schultz-Hector war von 1991 bis 1995 Kultusministerin, zuvor war sie von 1988 an Staatssekretärin im Kultusressort. Von 1984 bis 1996 hat sie den Wahlkreis Stuttgart III als direkt gewählte Abgeordnete im Landtag von Baden-Württemberg vertreten. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare