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Corona in Baden-Württemberg: Gastro-Verband feiert Lockerungen – Lucha warnt

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Von: Daniel Hagen

Minister Manne Lucha warnt vor Ungeduld. (Fotomontage)

Minister Manne Lucha warnt vor Ungeduld. (Fotomontage) © Christoph Schmidt/Uli Deck/dpa

Baden-Württemberg - Durch die neue Corona-Verordnung können ab morgen schon mehreren Stadt- und Landkreise lockern. Während der Gastro-Verband Dehoga das feiert, mahnt Minister Lucha:

Nach über sechs Monaten Lockdown gibt es ein Licht am Ende des Tunnels. Die dritte Welle scheint gebrochen und immer mehr Menschen im ganzen Land sind vollständig geimpft oder genesen. In Baden-Württemberg* ist daher die Corona-Verordnung komplett überarbeitet worden*. Erste Lockerungen sind bereits ab Samstag (15. Mai) möglich und führen zur Öffnung zahlreicher Restaurants, Gaststätten, Hotels und Händler. Das sorgt unter anderem beim Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA für viel Freude. Der baden-württembergische Gesundheitsminister mahnt allerdings zur Vorsicht. Darüber berichtet HEIDELBERG24.de*

Corona in Baden-Württemberg: Verband DEHOGA erfreut über Öffnungen

Wir Gastgeber in Baden-Württemberg freuen uns, endlich wieder unsere Gäste begrüßen zu dürfen“, sagt Fritz Engelhardt, Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Baden-Württemberg. Damit die Wiedereröffnungen aber gelingen, sei man auf die Unterstützung der Gäste angewiesen. Dabei geht es vor allem darum, sich an die Regeln zu halten.

Auch der Handelsverband Baden-Württemberg sieht die anstehenden Öffnungen und Lockerungen überwiegend positiv und hofft auf einen lang ersehnten Schritt in Richtung Normalität. „Wir hätten uns für den Einzelhandel aber beherztere Schritte gewünscht, insbesondere mit Blick auf Rheinland-Pfalz und Hessen“, sagt Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann.

Corona in Baden-Württemberg: Minister Manne Lucha mahnt zur Vorsicht

Grund zur Sorge sieht hingegen der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha von den Grünen. Der 60-Jährige mahnt zur Vorsicht und befürchtet Besucheransturm und Verkehrschaos in Gegenden, in denen ab Samstag geöffnet werden kann. Infrage dafür kommen zunächst die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Main-Tauber, Emmendingen, Lörrach und Konstanz sowie die Städte Heidelberg* und Freiburg. „Ich kann die Ungeduld verstehen, aber je besser wir uns weiter an die Maßnahmen halten, desto schneller sind Lockerungen landesweit möglich“, sagt Manne Lucha.

Der DEHOGA-Landesvorsitzende Fritz Engelhardt rät Kunden außerdem, sich vor dem Besuch einer Gaststätte darüber zu informieren, ob man eine Reservierung vornehmen könne. So steht man auch nicht vor verschlossenen Türen, falls der gewünschte Laden doch nicht geöffnet hat. Denn da die Öffnungen so spontan kommen und schnell Waren organisiert und Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt werden müssen, könnten laut Engelhardt nicht alle Geschäfte auf einmal öffnen. (pm/dpa/dh) *HEIDELBERG24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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