Geht es jetzt voran?

Neue Termine: Diese Personen in Baden-Württemberg sind jetzt impfberechtigt

Die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg sind nach wie vor zu hoch. Weitere Impfungen sollen Abhilfe schaffen. Ab Montag, 3. Mai, kann die nächste Personengruppe ihren Impftermin bekommen.

Meldung vom 28. April: Lustige Wanderung mit vielen Freunden und einem Gläschen Alkohol am 1. Mai? Fehlanzeige! Die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg* und die entsprechende Verordnung lassen das aktuell nicht zu. Besserung scheint nur in Sicht, wenn die Impfkampagne weiter voranschreitet. Wie echo24.de* berichtet, soll ab Montag, 3. Mai, die nächste Prioritätsgruppe in Baden-Württemberg das Vakzin erhalten können.

Baden-Württemberg: Impftermine jetzt für nächste Personengruppe

Damit ist ab Montag bereits die dritte Gruppe an der Reihe: BaWü öffnet somit die Vergabe von Impfterminen für alle Menschen mit Vorerkrankungen. Die dpa berichtet: „Dazu gehören nach Auskunft des Sozialministeriums vom Dienstag in Stuttgart Menschen mit Vorerkrankungen, etwa behandlungsfreien Krebserkrankungen, HIV, Rheumaerkrankungen und Autoimmunerkrankungen, Herzerkrankungen, Asthma oder Adipositas.“

Impfberechtigt sind ab Montag der Mitteilung zufolge auch jeweils bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen, die wegen einer dieser Erkrankungen oder aufgrund des Alters von über 60 Jahren pflegebedürftig sind. „Noch etwas gedulden müssen sich die Beschäftigten von Berufsgruppen aus der dritten Priorität. Mit der Öffnung dieser Stufe wird, abhängig von den Impfstofflieferungen, etwa Mitte Mai gerechnet“, sagte Sozialminister Manne Lucha in einer Pressemitteilung. Rund 1,5 Millionen weitere Menschen werden mit der neuen Öffnung impfberechtigt*, wie auch bw24.de* berichtet.

Als Nachweis für die Impfberechtigung diene ein Attest des behandelnden Arztes, sagte Lucha. Für die Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen werde es wie bisher eine Vorlage für eine entsprechende Selbstbescheinigung auf der Homepage des Sozialministeriums geben. Diese werde bis Montag online gestellt.

Vor wenigen Tagen traf sich die Regierung erneut beim Impfgipfel. Viele rechnen damit, dass bald mehr und mehr Sonderrechte für Geimpfte* gelten werden. Außerdem soll am Juni die Impfpriorisierung entfallen und jedem Bürger ein Imofangebot gemacht werden können.

Geht die Impfkampagne in Deutschland jetzt also durch die Decke? Nicht unbedingt; zunächst müssen die Vakzine zuverlässig geliefert werden. Und dann ist da noch das stark angekratzte Image der Impfungen. Meldungen über Nebenwirkungen nach der Impfung* stimmten viele Menschen misstrauisch. Zudem gebe es bei vielen Menschen eine „Ich warte auf den besseren Impfstoff“-Haltung, die den Prozess verzögern könnte. Ganz unverständlich ist die Sorge allerdings nicht, denn immer mehr Mutationen des Coronavirus tauchen weltweit auf und mit ihnen die Frage „Wirken die Impfungen auch bei Mutanten?“ *

Bald keine Priorisierung mehr bei der Impftermin-Vergabe? Trotzdem könnte es stocken

Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, werde die Priorisierung nicht mehr gebraucht, sagte Lucha. Wenn andere Bundesländer die Priorisierung aufheben, hieße das allerdings noch nicht, dass alle Berechtigten schnell einen Termin bekommen könnten, erkläre er weiter. „Es bewerben sich schlicht und einfach noch viel mehr Menschen um dieselbe Anzahl an Impfterminen.“

Das nächste Dialogtreffen mit Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, dem Landesseniorenrat, der Landesbehindertenbeauftragten, Selbsthilfeinitiativen und Betroffenenverbänden sei am 3. Mai, kündigte Lucha an. *echo24.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marcus Brandt

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