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Baden-Württemberg: Corona-Warnstufe in Kraft – harte Regeln für Ungeimpfte

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Von: Jason Blaschke, Julia Cuprakowa, Dominik Jahn

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Baden-Württemberg macht Warnstufe fix. Ab Mittwoch kommen neue Einschränkungen. Minister Lucha nimmt Ungeimpfte in die Pflicht.

Update, 2. November, 17 Uhr: Jetzt ist es fix - das Landesgesundheitsamt von Baden-Württemberg ruft die Corona-Warnstufe aus! Ab Mittwoch treten die Einschränkungen in Kraft. Gesundheitsminister Manne Lucha spricht von einer angespannten Lage in den Krankenhäusern. Die aktuellen Zahlen gibt es im Coronavirus-Ticker für Baden-Württemberg.

Warnstufe in Baden-Württemberg: Die Einschränkungen für Ungeimpfte

Eigentlich war es schon am Freitag vergangener Woche absehbar. Die Zahlen der Covid-19-Patienten, die auf einer Intensivstation liegen sind immer weiter angestiegen. In der Mitteilung des Landesgesundheitsamtes heißt es am Dienstag (2. November), dass „auf den Intensivstationen im Land den zweiten Werktag in Folge mehr als 250 Covid-19-Patientinnen und -Patienten behandelt. Damit wird in Baden-Württemberg die sogenannte Warnstufe ausgerufen“.

Für Ungeimpfte und Nicht-Genesene wird es damit ab Mittwoch (3. November) deutlich ungemütlicher. Diese Personen müssen laut Amt „in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens einen PCR-Test vorlegen – insbesondere in Innenräumen“. Betroffen sind davon: „Veranstaltungen, den Restaurant-, Messe- oder Kinobesuch, aber auch den Vereinssport in geschlossenen Räumen. Der PCR-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein“.

Baden-Württemberg mit Warnstufe: Lucha sieht Ungeimpfte in der Pflicht

Gesundheitsminister Manne Lucha wird in der Mittelung des Landesgesundheitsamtes erneut sehr deutlich, wenn um die Gründe für die aktuelle Lage geht: „Wir erleben derzeit eine Pandemie der Ungeimpften. Das sehen wir nicht nur an den getrennt ausgewiesenen Inzidenz-Werten, sondern auch auf den Intensivstationen. Dort liegen fast ausnahmslos nicht-geimpfte Patienten.“

Weiter unten hat echo24.de in der Erstmeldung vom 20. Oktober weitere Informationen zur Warnstufe zusammengefasst. Auch die Einschränkungen einer möglichen Alarmstufe in Baden-Württemberg und ab wann diese greift, können dort nachgelesen werden. Auch über einen knallharten Lockdown für Ungeimpfte wurde zuletzt diskutiert - und ein Land will es durchsetzen.

Corona-Warnstufe wird kommen – Intensivstationen unter Druck

Update, 2. November: Die Warnstufe ist in Baden-Württemberg kaum mehr aufzuhalten. Zu deutlich steigt die Zahl der Corona-Kranken, die auf den Intensivstationen behandelt werden müssen. Wie seit langem angekündigt, muss das Land nun auf die Bremse treten – auf Ungeimpfte kommen wieder Einschränkungen zu, wie echo24.de* berichtet.

Um die Intensivstationen in der anhaltenden Corona-Krise zu entlasten, wird der Druck auf ungeimpfte Menschen in Baden-Württemberg bereits von Mittwoch an erhöht, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Das scheint mit Blick auf die seit Wochen steigende Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern geradezu sicher.

Sollte die Zahl der am Virus erkrankten Menschen auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg auch am Dienstag (2. November) und somit am zweiten aufeinanderfolgenden Werktag weiter über der Marke von 250 Infizierten liegen, wird automatisch die sogenannte Warnstufe für den folgenden Tag ausgerufen. Am Freitag hatte sie den Wert bereits überschritten, am Montag lag dieser laut Landesgesundheitsamt bei 276. Allerdings werden Wochenenden und Feiertage nicht mitgezählt, deshalb ist nach Freitag erst der Dienstag relevant.

Corona-Warnstufe in Baden-Württemberg sehr wahrscheinlich: Extreme Einschränkungen für Ungeimpfte

Sollte die Corona-Warnstufe kommen, wird es für ungeimpfte Personen in Baden-Württemberg sehr ungemütlich werden. Denn: Ungeimpfte dürfen öffentliche Veranstaltungen, Museen, Theater, Kinos oder Restaurants dann nur noch mit negativem PCR-Test besuchen – und müssten diesen auch selbst bezahlen. Die günstigeren PCR-Pooltests sind laut Gesundheitsministerium nicht gültig, das gilt auch für einen Antigen-Schnelltest.

Zudem sollten dann erneut Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und nicht nachweislich genesene Personen gelten. Ein Haushalt darf sich in der Warnstufe nur mit fünf weiteren Personen treffen. Ausgenommen von den Verschärfungen wären Genesene und Geimpfte, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Menschen, die sich zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Warnstufe wird kommen – „Nicht-Geimpfte verantwortlich“

Update, 28. Oktober: Sobald in Baden-Württemberg die Warnstufe ausgerufen wird, müssen alle Nicht-Geimpften auf verschärfte Corona-Regeln achten. Zum Beispiel müssen Ungeimpfte wieder Kontaktbeschränkungen beachten oder einen negativen PCR-Test vorweisen, wenn sie ins Restaurant oder Kino wollen. Mit Blick auf die rasant steigende Zahl an Corona-Intensivpatienten in Baden-Württemberg* hatte echo24.de* geschrieben, dass die Warnstufe schon am Freitag ausgerufen werden könnte.

Das wird aber nicht der Fall sein. Laut Landesgesundheitsamt (LGA) werden in Baden-Württemberg Stand 28. Oktober 246 Corona-Patienten auf einer Intensivstation behandelt. Erst, wenn der Wert an zwei Tagen in Folge 250 erreicht oder überschreitet, wird laut der Corona-Verordnung für Baden-Württemberg* die Warnstufe ausgerufen. Dies ist wegen des Wochenendes und des Feiertages am Montag nun frühestens am nächsten Dienstag, 2. November, wieder möglich.

Baden-Württemberg: Keine Warnstufe vor Mittwoch – Grenzwert nicht erreicht

Daher werde es vor Mittwoch kommender Woche keine strengeren Regeln geben, teilte das Gesundheitsministerium von Baden-Württemberg am Abend mit. Für Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) und Experten im Land steht angesichts der steigenden Krankenzahlen auch nicht mehr in Frage, ob die strengeren Regeln kommen, sondern wann. Nach Berichten der Deutschen-Presse-Agentur zufolge wird in fast jedem zehnten Intensivbett derzeit ein Mensch mit Corona-Symptomen behandelt.

Die wenigen Prozente der Nichtgeimpften sind verantwortlich für rund 80 Prozent der Infektionen.

Manne Lucha, Gesundheitsminister von Baden-Württemberg

Und die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg steigt rasant. Stand 28. Oktober meldet das LGA 627.876 Fälle. Das sind 3.930 mehr, als gestern. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 161,3 am Mittwoch auf 171,1 am Donnerstag ebenfalls weiter angestiegen. „Die Gründe für die Entwicklung sind für mich klar“, sagt Sozialminister Manne Lucha. „Die wenigen Prozente der Nichtgeimpften sind verantwortlich für rund 80 Prozent der Infektionen und damit auch für die angespannte Lage in den Intensivstationen.“

Baden-Württemberg: Warnstufe naht – kommt Regel-Verschärfung ab Freitag?

Update, 27. Oktober: Ein Corona-Wert in Baden-Württemberg nähern sich der kritischen Marke an. In einer Mitteilung an die echo24.de-Redaktion* teilt das Landesgesundheitsamt (LGA) am Dienstag, 26. Oktober, mit, dass aktuell 234 Corona-Patienten auf einer Intensivstation behandelt werden müssen. Auf Grundlage der Corona-Verordnung für Baden-Württemberg treten strengere Maßnahmen für alle Ungeimpften automatisch landesweit in Kraft, wenn die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten von 250 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten wird. 

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen und der angespannten Lage auf den Intensivstationen geht Gesundheitsminister Manne Lucha von schärferen Einschränkungen für alle Ungeimpften schon ab kommenden Freitag aus. „Ich rechne tatsächlich damit, dass die für das Erreichen der Warnstufe erforderliche Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen schon am Mittwoch, 27. Oktober, erreicht werden könnte“, sagte Lucha am Dienstag der Deutschen-Presse-Agentur (dpa) zur aktuellen Corona-Situation in Baden-Württemberg.

Warnstufe in Baden-Württemberg: Strengeren Corona-Regeln wohl ab Freitag

Lucha macht deutlich: „Wenn der Wert dann am Donnerstag, 28. Oktober, nicht wieder unter 250 sinkt, rufen wir am Freitag, also nach zwei Werktagen, die Warnstufe aus.“ Wer in Baden-Württemberg nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, muss in der Warnstufe erneut Einschränkungen beachten – unter anderem Kontaktbeschränkungen. Zudem müssten Menschen, die weder gegen das Coronavirus geimpft noch von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, in vielen Bereichen negative PCR-Tests vorweisen.

Wenn der Wert dann am Donnerstag nicht wieder unter 250 sinkt, rufen wir am Freitag, also nach zwei Werktagen, die Warnstufe aus.

Manne Lucha, Gesundheitsminister von Baden-Württemberg

Und so ein Corona-Test kann ganz schön teuer* sein, wie Recherchen von echo24.de* zeigen. Seit 10. Oktober muss ein Großteil der Ungeimpften in Baden-Württemberg für Corona-Tests selbst aufkommen. Und speziell ein PCR-Test kann mitunter sogar über 130 Euro kosten. Die Warnstufe kann übrigens auch ausgerufen werden, wenn die Hospitalisierungsinzidenz – die Zahl der Menschen, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen – den Wert von 8,0 erreicht oder überschreitet. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt Stand 26. Oktober bei 3,8.

Warnstufe in Baden-Württemberg bald da: Harte Regeln – Regierungsansage!

Update, 22. Oktober: Jetzt könnte es plötzlich ganz schnell gehen. Für Baden-Württemberg kann bereits in wenigen Tagen die Corona-Warnstufe gelten. Die Infektionszahlen steigen weiter und die Auslastung der Intensivstationen nimmt rasant zu. Von Gesundheitsminister Manne Lucha kommen daher ein paar deutliche Worte. Die entsprechenden Werte der vergangenen Tage sind im Corona-Ticker von echo24.de* aufgeführt.

Lucha warnt in einer offiziellen Mitteilung des Gesundheitsministeriums von Baden-Württemberg davor, „bei den Corona-Maßnahmen nachlässig zu werden und nach einem schnellen Freedom-Day zu rufen“. Der Minister hat dabei das Gefühl, viele Menschen hätten wohl bereits den Eindruck gewonnen, „Deutschland bewege sich nun auf einen solchen „Tag der Freiheit“ zu, was leider noch nicht der Fall sei“.

Warnstufe für Baden-Württemberg: Gesundheitsminister Lucha warnt

Er lässt immer wieder durchblicken, die aktuellen Entwicklungen gehen dafür in die völlig falsche Richtung. Baden-Württemberg müsse sich demnach vielmehr auf die drohende Warnstufe vorbereiten. Die genauen Auswirkungen, die strengeren Regelungen für das öffentliche und private Leben hat echo24.de bereits in der Erstmeldung vom 20. Oktober (siehe unten) zusammengefasst.

Erreicht ist die Warnstufe bei einer 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz von 8 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen oder einer Auslastung der Intensivbetten von 250 an zwei aufeinanderfolgenden Tagen - zuletzt lag die Zahl der Intensiv-Patienten mit Corona bei 207. Lucha: „Die Ärzteschaft auf den Intensivstationen ist in Habachtstellung, die Zahl der Patientinnen und Patienten dort steigt derzeit kontinuierlich und könnte schon Ende kommender Woche den kritischen Wert von 250 erreichen.“

Baden-Württemberg: Gerade Kinder müssen jetzt geschützt werden

Und Manne Lucha wird noch deutlicher. Der Minister mahnt zu noch mehr Impfbereitschaft in Baden-Württemberg und erklärt: „Der weit überwiegende Teil der Patienten ist ungeimpft. Eine Belastung des Gesundheitssystems wie im vergangenen Winter können wir uns nicht mehr erlauben. Wir haben dem klinischen Personal viel zugemutet, viele Stationen sind personell heute schon am Limit.“

Lucha appelliert eindringlich an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen - auch um all jene zu schützen, die sich nicht impfen lassen können. „Ich hoffe sehr, dass bald auch eine Impf-Empfehlung für unter zwölfjährige Kinder erfolgt und der Impfstoff zügig zugelassen wird.“ Zu hoch sei aktuell die Zahl der Kinder auf den Kinder-Intensivstationen. Immer mehr Kleinkinder mit schweren Verläufen von Atemwegserkrankungen, beispielsweise ausgelöst durch RSV müssen behandelt werden.

Humane Respiratorische Synzytial-Virus (RSV)

Laut dem Lungeninformationsdienst ist RSV bei Säuglingen und Kleinkindern bis zum Alter von drei Jahren weltweit der häufigste Auslöser von akuten Atemwegsinfektionen. In den ersten drei Lebensmonaten können diese besonders schwer verlaufen. Bei ältere Kinder und Erwachsene entwickeln sich in aller Regel nur leichte, erkältungsähnliche Symptome. In den ersten Lebensmonaten greifen RSV-Infektionen allerdings leicht von den oberen auf die unteren Atemwege über.

Der Gesundheitsminister versucht immer wieder mit mahnenden Worten den Ernst der Lage deutlich zu machen: „Wir müssen uns selbst, unsere Kinder aber auch das Gesundheitssystemschützen. Deshalb appelliere ich an alle: Lassen Sie uns achtsam in diesen Herbst gehen.“

Baden-Württemberg droht Corona-Warnstufe: Diese Regeln gelten dann

Erstmeldung, 20. Oktober: Der tägliche Blick auf die aktuellen Zahlen des Landesgesundheitsamtes in Baden-Württemberg lässt die Sorgenfalten durchaus etwas größer werden. Im Corona-Ticker von echo24.de* sind die Werte der vergangene Tage aufgeführt - droht etwa bald die erste Warnstufe?

Fakt ist, die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen ist über die vergangenen Wochen hinweg immer weiter leicht angestiegen. 203 Fälle waren es am Dienstagabend in der offiziellen Meldung des Landes. Noch ist die Rede von der sogenannten Basisstufe. Doch wann beginnt die Warnstufe? Und welche Regeln drohen dann?

Baden-Württemberg: Wann gereift die Corona-Warnstufe?

Wichtig für die Warnstufe ist die Hospitalisierungsinzidenz. Liegt der entsprechende Wert an fünf Werktagen in Folge bei 8,0 oder darüber, dann greifen laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg die entsprechenden Maßnahmen. Der Wert bezieht sich dabei auf die Zahl derjenigen, die je 100.000 Menschen innerhalb von einer Woche im Zusammenhang mit einer Coronainfektion in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

Da die vollständigen Zahlen zur Hospitalisierungsinzidenz oft erst zeitverzögert vorliegen, kann die Warnstufe zusätzlich dann greifen, wenn die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 250 erreicht oder überschreitet. Und die Warnstufe rückt näher. Aktuell sind 203 Patienten auf Intensivstationen. Bei der Hospitalisierungsinzidenz ist noch etwas mehr Luft - diese lag am Dienstag bei 3,04.

Wann könnte Baden-Württemberg die Warnstufe erreichen? Was dann alles gilt

Wie schnell könnte es zur Warnstufe in Baden-Württemberg kommen? Noch am 15. Oktober lag die Zahl der Intensiv-Patienten mit einer Covid-Erkrankung bei 180. Innerhalb von vier Tagen kamen jetzt 23 dazu. Sollten es in diesem Tempo weitergehen, könnte es in wenigen Wochen so weit sein.

Corona-Verordnung Baden-Württemberg

Die Corona-Verordnung wurde anlässlich der COVID-19-Pandemie in Baden-Württemberg von der Landesregierung erlassen. Seit der ersten Verordnung am 16. März 2020 wurde sie mehrfach neu gefasst. Die enthaltenen Maßnahmen wurden auf der Rechtsgrundlage des § 32 des Infektionsschutzgesetzes verfasst.

Auf welche Regeln müssen sich die Menschen dann einstellen? Während in der aktuellen Basisstufe keine Beschränkungen für private Zusammenkünfte gelten, dürfen sich in der Warnstufe laut Corona-Verordnung nur Angehörigen eines Haushalts und fünf weiteren Personen treffen. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt. Geimpfte, Genesene, Personen, die noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben und Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, werden nicht mitgezählt.

Baden-Württemberg: Diese Änderungen gibt es für Konzerte, Sport und Co.

Was passiert mit öffentlichen Veranstaltungen? Für Konzerte, Museen, Sport, Bildungsangebote und ähnliches gilt wie in der Basisstufe in Innenräumen die 3G-Regelung. Allerdings haben seit 15. Oktober alle Einrichtungen die Möglichkeit vom 2G-Optionsmodell gebrauch zu machen*. Auch über eine optionale 2G-Regelung beim Einkaufen wird diskutiert. Hessen und Niedersachsen haben dies bereits eingeführt. Kaufland hat inzwischen eine klare Aussage dazu getätigt* und auch Lidl hat sich offen positioniert*.

Problem beim 3G in der Warnstufe: es werden keine Schnelltests mehr akzeptiert, nur noch PCR-Tests sind dann gültig. Auch bei Veranstaltungen im Freien ist, laut der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg, „nicht-immunisierten Personen der Zutritt nur nach Vorlage eines Antigen- oder PCR-Testnachweises gestattet“.

Friseur, Gastro und Co. - diese Regeln gelten in der Warnstufe

In der Auflistung der Verordnung heißt es beim Thema Gastronomie, Vergnügungsstätten und ähnlichen Einrichtungen, dass der Betrieb „in der Warnstufe zulässig, wobei nicht-immunisierten Personen der Zutritt zu geschlossenen Räumen nur nach Vorlage eines PCR-Testnachweises und im Freien nur nach Vorlage eines Antigen- oder PCR-Testnachweises gestattet ist“. Der Verkauf von Speisen und Getränken zum Mitnehmen ist ohne Einschränkung möglich.

Für den Betrieb von körpernahen Dienstleistungen - Friseur, Tätowierer und ähnliches - ist „in der Basis- und Warnstufe nicht-immunisierten Personen der Zutritt nur nach Vorlage eines Antigen- oder PCR-Testnachweises gestattet“. Ausnahmen: Für Physio- und Ergotherapie, Geburtshilfe, Logopädie und Podologie sowie medizinische Fußpflege und ähnliche gesundheitsbezogene Dienstleistungen gilt die Nachweispflicht nicht.

Die Alarmstufe für Baden-Württemberg: Extreme Einschränkungen für Ungeimpfte

Nach der Basis- und Warnstufe gibt es in der Corona-Verordnung noch die Alarmstufe. Diese letzte Stufe greift, wenn in Baden-Württemberg die Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz die Zahl von 12 erreicht hat oder überschreitet oder wenn die Auslastung der Intensivbetten mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten 390 erreicht oder überschreitet. Dann drohen noch drastischer Maßnahmen:

Grundsätzlich liegt laut der Corona-Verordnung auch immer eine Entscheidungsgewalt bei den jeweils zuständigen Behörden. Hierzu heißt es: „Die zuständigen Behörden können aus wichtigem Grund im Einzelfall Abweichungen von den durch diese Verordnung oder aufgrund dieser Verordnung aufgestellten Vorgaben zulassen. Das Recht der zuständigen Behörden, weitergehende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen zu erlassen, bleibt von dieser Verordnung und aufgrund dieser Verordnung erlassenen Verordnungen unberührt.“ *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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