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Preis-Schock für Autofahrer in Freiburg: Bewohnerparkausweis zwölfmal teurer

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Von: Dominik Jahn

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Bewohner mit Parkausweis
Freiburg kassiert Autofahrer ab: Bewohnerparkausweise sind ab jetzt zwölf Mal so teuer. © Winfried Rothermel/dpa

Autofahrer werden in Freiburg abkassiert. Neue Gebühren sind fällig. Beschluss im Gemeinderat fiel aber mehr als knapp aus.

Durch die beschlossenen Sanktionen gegen Russland im Zuge des Ukraine-Kriegs, haben Autofahrer in Deutschland derzeit wenig zu Lachen. Durch die heftigen Spritpreise drohen zahlreiche Probleme*, wie echo24.de* bereits berichtet hat. Und jetzt trifft die Autofahrer in Freiburg der nächste Preis-Schock. Die Gebühren für Bewohnerparkausweise wurden massiv erhöht.

Bereits im Oktober 2021 hatte echo24.de* über die möglichen Preiserhöhung für die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart, für Karlsruhe und für Tübingen* berichtet. Gerade Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer stand danach massiv in der Kritik, da er besonders SUV-Fahrer zur Kasse bitten wollte*.

Preis-Schock für Autofahrer in Freiburg: Knappe Mehrheit für Beschluss zu neuen Gebühren

Jetzt also werden die Autofahrer in Freiburg ordentlich abkassiert für ihre Bewohnerparkausweise. In einer offiziellen Mitteilung der Stadt zu den Gebühren heißt es: „Das Bewohnerparken kostet seit dem 1. April 2022 durchschnittlich 360,00 Euro im Jahr. Das hat der Freiburger Gemeinderat nach langen und intensiven Diskussionen am 14. Dezember 2021 entschieden“. Auch in Mannheim sollen die Parkausweise deutlich teurer werden, wie mannheim24.de berichtet.

Außerdem ist davon die Rede, dass die Erhöhung der Bewohnerparkgebühren durch eine Mehrheit des Gemeinderats am beschlossen wurde. Wie der SWR dazu berichtet, ist der Antrag aber nur „mit einer Stimme Mehrheit beschlossen“ worden.

Neue Gebühren für Bewohnerparkausweise in Freiburg: Der Überblick

Mit den 360 Euro im Jahr, sind die Gebühren für Bewohnerparkausweise in Freiburg im Schnitt zwölf Mal höher als vorher. Zuletzt waren es pauschal 30 Euro. Jetzt kommt es darauf an, wie lang und schwer ein Auto ist. Und auch Sondergebühren gibt es. Die Stadt schreibt dazu außerdem: „In den letzten fast 30 Jahren erfolgte bei dieser Gebühr keine Anpassung“.

Durch die Länge und das Gewicht der Fahrzeuge, variieren die Kosten für die Parkausweise zwischen 240 Euro und 480 Euro. Für Personen mit Behinderung, oder Menschen die ein Wohngeld erhalten gibt es Rabatte von bis zu 75 Prozent.

Darum kassiert Freiburg jetzt Autofahrer ab

Grundlage der steigenden Kosten für die Bewohnerparkausweise in Freiburg ist die am 4. Juni 2020 in Kraft getretenen Änderung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG). Danach wurde die bundeseinheitlich festgesetzte Obergrenze vom Bundesgesetzgeber gestrichen. Länder und Kommunen können nun frei über die Gebühren entscheiden.

Noch im Dezember äußerte der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) massive Kritik an den Plänen für Freiburg. Gegenüber dem Radiosender baden.fm erklärte der ADAC-Vorsitzende Clemens Bieniger, er halte nicht besonders viel von der Entscheidung des Freiburger Gemeinderats. Bieniger: „Mobiliät muss für alle bezahlbar bleiben!“ Jetzt also folgte die Umsetzung. Autofahrer müssen in Zukunft viel Geld für die Bewohnerparkausweise hinblättern. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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