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Knapp 70 Prozent der Haushalte in Deutschland möchten Strom sparen. (Symbolbild)

Studie zum Stromsparen in der Bahnstadt

Mit dem Stromsparen ist es wie mit den guten Vorsätzen! 

Heidelberg-Bahnstadt – Wir alle möchten Strom sparen. Doch wie soll man das am besten anfangen? Die Uni Stuttgart und die Stadtwerke Heidelberg haben dazu einen Studie in der Bahnstadt durchgeführt.

Knapp 70 Prozent der Haushalte in Deutschland möchten Strom sparen. Gleichzeitig ist der Haushalts-Stromverbrauch zwischen 1990 und 2013 um 18 Prozent gestiegen. Wie man diese Lücke schließen kann, hat die Universität Stuttgart in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Heidelberg, der Stadtwerke-Kooperation Trianel und 86 Haushalten in Heidelbergs Passivhausstadtteil Bahnstadt gezeigt.

Die Bewohner der Haushalte haben Strom-Verbrauchsdaten aus intelligenten Messsystemen erhalten und wurden durch ein Webportal dabei unterstützt, ihren Stromverbrauch zu senken. Das Webportal lieferte den Kunden der Stadtwerke Heidelberg aufeinander aufbauende Informationen und Angebote:

– Allgemeine Infos zu Energie und Klimaschutz, die zum Stromsparen motivieren

– Infos zur Einordnung des eigenen Jahresstromverbrauchs im Vergleich zu ähnlichen Haushalten

– Die Möglichkeit, sich konkrete Einsparziele zwischen 5 und 20 % des Jahresstromverbrauchs setzen zu können 

– Vorschläge für Sparmaßnahmen mit Angaben zu ihren konkreten Einsparpotenzialen

Die Nutzer konnten sich per Klick die Umsetzung ausgewählter Maßnahmen selbst versprechen. Ein Beispiel ist der Verzicht auf das Kochwaschprogramm oder die Nutzung von Kaltwaschprogrammen bei leicht verschmutzter Wäsche. 

Zur Unterstützung erhielten die Nutzer Tipps, wie sie die Maßnahmen leicht in ihren Alltag integrieren können, und außerdem Erinnerungen und Rückmeldungen über ihren Erfolg. 

Eine Kontrollgruppe nutze ebenfalls ein Portal, das aber keine Angebote zur Motivation und Unterstützung enthielt.

Das Ergebnis der Studie 

Die Studie ergab, dass es motivationsfördernd ist, wenn man sich selbst zur Umsetzung konkreter Maßnahmen verpflichtet – vor allem, wenn die Selbstverpflichtung zusätzlich mit Erinnerungen und Feedback zur Verbrauchssenkung verbunden ist.

Das wirkt besser, als sich nur eine allgemeine prozentuale Verbrauchssenkung als Ziel zu setzen. In der Studie konnten konkreten Einsparungen im mittleren einstelligen Prozentbereich erreicht werden. 

Teilnehmer des Projekts können das Smart-Meter-Portal weiter nutzen. „Mit dem Stromsparen ist es wie mit jedem guten Vorsatz zum neuen Jahr: Je 1-2 konkreter und verbindlicher unsere Ziele sind, umso besser stehen die Chancen, sie auch zu erreichen“, sagt Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie.

Um die Kunden weiter beim Stromsparen zu unterstützen, führen die Stadtwerke Heidelberg 2017 einen Stromsparwettbewerb über ein Jahr hinweg durch. Interessierte können sich noch bis zum 15. Januar anmelden. Los geht’s mit dem Sparen ab dem 1. Februar. 

Mehr Infos gibt es unter: www.swhd.de/stromsparwettbewerb

Stadtwerke Heidelberg/kp

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