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Am 30. Oktober 2016  werden die Uhren in Deutschland auf Winterzeit umgestellt.

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Zeitumstellung 2016 auf Winterzeit: Am Wochenende werden die Uhren umgestellt

München - Zweite Zeitumstellung 2016: Am Wochenende werden die Uhren von Sommerzeit auf Winterzeit umgestellt. Wird die Uhr vor oder zurück gestellt? Alle Infos.

Winterzeit 2016: Wann ist die Zeitumstellung am Wochenende?

Jedes Jahr werden die Uhren am letzten Wochenende im Oktober auf die Winterzeit umgestellt. In diesem Jahr findet die Zeitumstellung somit am Sonntag, 30. Oktober 2016, statt. Um Punkt 3:00 Uhr in der Früh werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt.

Gute Nachricht für Langschläfer: Mit der Zeitumstellung zur Winterzeit bekommen wir wieder eine Stunde Schlaf geschenkt! Allerdings sorgt die Zeitumstellung auch wieder dafür, dass es eine Stunde früher dunkel wird.

Mit der Winterzeit gilt in Deutschland wieder die sogenannte Normalzeit. Diese wird auch Mitteleuropäische Zeit (MEZ) genannt und hat eine Differenz von genau einer Stunde zur Weltzeit.

Zeitumstellung 2016: Muss ich meine Uhr überhaupt auf Winterzeit umstellen?

Besitzer von Funkuhren sind bei der Zeitumstellung im Vorteil, weil die sich von ganz alleine auf die Winterzeit umstellen. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig übermittelt über einen starken Sender das aktuelle Zeitsignal an alle Funkuhren.

Auch die modernen Smartphones - egal ob iPhone oder Android-Gerät - stellen sich automatisch von der Sommer- auf die Winterzeit um. Vorausgesetzt, man hat diese Funktion im Gerät aktiviert. Bei Android-Handys geht man im Menü "Einstellungen" in "Datum & Uhrzeit" und aktiviert dort "Autom. Datum/Uhrzeit". Bei iPhones öffnet man zunächst ebenfalls die Einstellungen. Dann klickt man auf auf "Allgemein" und aktiviert im Menü "Datum & Uhrzeit" die Option "Automatisch einstellen".

Von Hand sollte man allerdings Armbanduhren und Wanduhren umstellen - und eventuell den Wecker im Schlafzimmer, sofern es sich bei diesem um ein altes Tick-Tack-Aufziehmodell handelt.

Zeitumstellung 2016 auf die Winterzeit: Was soll das Ganze eigentlich?

Bis 1977 war die Winterzeit noch die einzige Zeit in Europa. Dann beschloss die Europäische Gemeinschaft - der Vorläufer der heutigen EU - die Einführung der Sommerzeit. Seit 1980 werden auch in der Bundesrepublik Deutschland im März die Uhren eine Stunde vor und im Oktober eine Stunde zurückgestellt. Die Einführung der Sommerzeit war eine Nachwirkung der Ölkrise des Jahres 1973. Durch die Zeitumstellung hoffte man, Strom sparen zu können: Eine Stunde mehr Tageslicht sollte eine Stunde weniger künstliches Licht aus der Steckdose bedeuten.

Mittlerweile gilt die Vorstellung, wonach die Sommerzeit dem Energiesparen dient, längst als widerlegt. Das Bundesumweltamt erläutert in einer Stellungnahme: "Durch das Vor- und Zurückstellen der Uhren sparen wir keine Energie: Zwar knipsen die Bürgerinnen und Bürger im Sommer abends weniger häufig das Licht an, allerdings heizen sie im Frühjahr und im Herbst in den Morgenstunden auch mehr – das hebt sich gegenseitig auf."

Auch der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft stellt sich hinter die Kritik an der Sommerzeit: "Die deutsche Energiewirtschaft kann seit Jahren keine Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Jedes Jahr belegen Umfragen, dass immer mehr Bundesbürger die Abschaffung der Zeitumstellung wollen. Zuletzt zeigte eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit im März 2016: 74 Prozent der Befragten - also drei Viertel der Bevölkerung - halten die Zeitumstellung für überflüssig. Drei Jahre zuvor hatten sich in einer Umfrage bereits 69 Prozent der Deutschen gegen die Zeitumstellung ausgesprochen. Trotz der klaren Meinung der Deutschen vermisst man in der Politik eine Debatte über die Einführung einer permanenten Sommer- oder Winterzeit. Darauf darf man wohl auch noch lange warten. Für die Bundesregierung sei eine Abschaffung kein Thema, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert vor zwei Jahren. Für ein Ende der Umstellung bräuchte man eine Einigung aller 28 EU-Staaten, die "im Moment nicht in Aussicht" stehe.

Zeitumstellung 2016: Türkei hat Winterzeit abgeschafft

In der Türkei ticken die Uhren in vielerlei Hinsicht bekanntlich anders. So auch im Hinblick auf die Zeitumstellung. Die Türkei hat im September entschieden: Die Winterzeit wird abgeschafft. Die Türkei bleibt künftig dauerhaft bei der Sommerzeit und wechselt damit de facto die Zeitzone. Ziel sei eine bessere Nutzung des Tageslichts auch im Winter, heißt es in einem im Amtsblatt veröffentlichten Gesetz. Die Uhren würden am 30. Oktober nicht wie ursprünglich vorgesehen eine Stunde auf die Winterzeit zurückgestellt. Stattdessen gelte künftig das ganze Jahr über die Sommerzeit. Wenn in Mitteleuropa Sommerzeit herrscht, ist es in der Türkei damit weiterhin eine Stunde später als in Deutschland. Damit ist die Türkei uns künftig zwei Stunden voraus.

Zeitumstellung 2016: Frauen macht Umstellung auf Winterzeit mehr zu schaffen

Auch wenn man bei der Zeitumstellung auf die Winterzeit eine Stunde geschenkt bekommt: Das Hin und Her zwischen Sommer- und Winterzeit stört kurzzeitig den Schlafrhythmus vieler Menschen. Das belegt eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1014 Menschen in Deutschland im Auftrag der KKH (Kaufmännische Krankenkasse) aus dem Jahr 2013.

Demnach haben vier von zehn Deutschen Probleme durch die Zeitumstellung - Frauen (46 Prozent) deutlich mehr als Männer (36 Prozent). Die Mehrzahl der Betroffenen braucht einige Tage, um wieder in den normalen Schlafrhythmus zu finden. Neun Prozent der Frauen und vier Prozent der Männer gaben sogar an, unter der Zeitumstellung regelrecht zu leiden.

Wer Probleme hat, sich nach der Zeitumstellung an die Winterzeit zu gewöhnen: Was Hans-Günter Weeß, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin und Leiter des Schlafzentrums des Pfalzklinikums in Klingenmünster Betroffenen rät, haben wir bereits zusammengefasst.

Zeitumstellung 2016: Allgäuerin Ute Neu lebt nur in der Winterzeit

Ute Neu aus dem Allgäu will die halbjährliche Zeitumstellung nicht mitmachen. Sie lebt deswegen nur in der Winterzeit. Und das seit 35 Jahren. "Die Sommerzeit ist totaler Quatsch!“, sagt die Frau aus Wangen im Allgäu. Deshalb macht sie von Ende März bis Ende Oktober ihr eigenes Ding. Wie Ute Neu in der Sommerzeit konsequent nach der Winterzeit lebt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Zeitumstellung 2016 auf Winterzeit: Diese Eselsbrücken sollten Sie kennen

Es gibt einige Eselsbrücken, mit denen Sie sich ganz leicht merken können, ob bei der aktuellen Zeitumstellung der Tag eine Stunde kürzer oder länger wird.

Zum Beispiel: "Im Winter hinter". Der Spruch ist eigentlich selbsterklärend: Bei der Zeitumstellung auf die Winterzeit werden die Uhren zurückgedreht. Oder: "Im Winter gibt es Winterschlaf." Meint: Bei der Zeitumstellung auf die Winterzeit bekommen wir eine Stunde mehr Schlaf, denn die Uhren werden zurückgedreht.

Und dann gibt es noch eine bekannte Eselsbrücke mit Gartenmöbeln: "Im Sommer stellt man seine Gartenmöbel wieder vor das Haus - im Winter holt man sie wieder zurück." Entsprechend werden die Uhren bei der Zeitumstllung auf die Sommerzeit eine Stunde vorgestellt und bei der Winterzeit eine Stunde zurückgestellt.

Alle gängigen Eselsbrücken zur Zeitumstellung auf die Winterzeit haben wir bereits zusammengefasst

Wann die nächste Zeitumstellung auf die Sommerzeit stattfindet, können wir Ihnen an dieser Stelle auch schon verraten: Am Sonntag, 26. März 2017, werden die Uhren um 2:00 Uhr eine Stunde auf 3:00 Uhr vorgestellt.

fro

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