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Schlechte Nachrichten für SPD-Chef Sigmar Gabriel. Minus zwei Prozent heißt es im aktuellen ZDF-Politbarometer für die SPD.

ZDF-Politbarometer

SPD rutscht auf 22 Prozent ab, Union unverändert

München - Die SPD hat an Wählerzuspruch verloren. Laut ZDF-"Politbarometer" rutschen die Sozialdemokraten um zwei Prozent auf 22 Prozent ab. Auch für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gibt es Prognosen.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union laut der Umfrage unverändert auf 35 Prozent. Die Linke würde einen Punkt zulegen auf neun Prozent, während die Grünen weiter bei 13 Prozent liegen. Die AfD stagniert bei elf Prozent, die FDP verbessert sich um einen Punkt auf sechs Prozent Zuspruch.

Damit gäbe es eine Mehrheit für die Fortsetzung der großen Koalition auf Union und SPD. Zudem würde es reichen für ein Dreierbündnis aus CDU/CSU, Grünen und FDP. Eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen hätte hingegen keine Mehrheit.

In der Rangliste der beliebtesten Politiker büßt Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel der Erhebung zufolge an Zuspruch ein, während ihr unionsinterner Kritiker Horst Seehofer sich verbessert. Der CSU-Chef hatte Merkels Kurs in der Flüchtlingspolitik in den vergangenen Monaten mehrfach scharf kritisiert.

Die Positionen von Merkel und Seehofer treffen in der Bevölkerung nahezu gleichermaßen auf Zuspruch und Ablehnung: 44 Prozent befürworten die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin, 52 Prozent betrachten Merkels Handeln als kritisch. Seehofers Kurs finden 45 Prozent gut, ebenfalls 45 Prozent bewerten ihn als schlecht.

Umfrage vor Länder-Wahlen: SPD stärkste Kraft

Bei den anstehenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern (4. September) und Berlin (18. September) zeichnen sich erhebliche Verluste für beide Regierungsparteien ab - also SPD und CDU. Dies ergaben Umfragen des Meinungsforschungsinstituts INSA für die „Bild“-Zeitung. Während die rot-schwarze Regierungskoalition im Norden knapp weiter regieren könnte, ist dies nach den Umfragewerten in Berlin nicht möglich. In beiden Bundesländern wäre die SPD aber die stärkste Partei und hätte damit gute Chancen, weiterhin den Regierungschef zu stellen.

In Mecklenburg-Vorpommern stürzte die SPD von 35,6 Prozent vor fünf Jahren auf 24 Prozent ab. Die Partei läge damit laut Umfrage nur noch knapp vor der CDU, die wieder auf 23 Prozent kommen könnte. Der dritte Platz ist zwischen der Linken und der AFD umstritten. Die Linke käme auf 19 Prozent (zuvor 18,4 Prozent), die AfD wäre mit 19 Prozent erstmals im Landtag vertreten. Die Grünen zögen trotz leichter Verluste mit 6 Prozent (zuvor 8,7 Prozent) wieder in den Schweriner Landtag ein. NPD und FDP wären mit jeweils 3 Prozent nicht im Landtag vertreten.

Berlin: Grüne könnten die CDU überholen

Bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl käme die SPD der Umfrage zufolge nur noch auf 23 Prozent (Wahl 2011: 28,3 Prozent). Die CDU erreichte nur noch 18 Prozent nach 23,4 Prozent. Sie läge damit noch hinter den Grünen mit 19 Prozent (2011: 17,6 Prozent), aber vor den Linken mit 15 Prozent (vorher 11,7 Prozent). Die AfD wäre mit 14 Prozent erstmals im Abgeordnetenhaus vertreten. Mit 5 Prozent könnte die FDP auf eine Rückkehr hoffen, die Piraten würden dagegen im Gegensatz zu 2011 den Einzug verpassen.

dpa/AFP

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