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Der Menschenrechtsaktivist Rupert Neudeck soll in einer dm-Filiale in Troisdorf kassieren. Die Einnahmen gehen dann an eine kurdische Gemeinde.

Nach Protesten von Türken via Facebook

dm verteidigt Spendenaktion für kurdische Gemeinde

Troisdorf - Die Drogeriekette dm hat eine umstrittene Spendenaktion zugunsten einer kurdischen Gemeinde verteidigt. Gegen die Aktion hatte es Protest von Türken via Facebook gegeben.

 "Wir nehmen eure Rückmeldungen zur Aktion in Troisdorf auf, möchten aber auch klarstellen, dass uns soziales Engagement sehr wichtig ist", schrieb das Unternehmen am Sonntagabend auf seiner Facebook-Seite. Die Drogeriekette reagierte damit auf Boykottaufrufe, die laut der Tageszeitung "Die Welt" von nationalistischen Deutsch-Türken stammten.

Auslöser ist eine für Samstag geplante Aktion, bei der in einem dm-Markt in Troisdorf der Menschenrechtsaktivist Rupert Neudeck kassiert. Seine Einnahmen sollen der kurdischen Gemeinde in Troisdorf zugute kommen.

"Viele Fragen und Emotionen ausgelöst"

Die Ankündigung der Kassieraktion habe bei einigen "viele Fragen und Emotionen ausgelöst", räumte dm auf Facebook ein. "Es tut uns sehr leid, dass die Kommunikation zur Aktion in Troisdorf bei euch zu Unmut geführt hat." Das Unternehmen wolle sich mit Kassieraktionen wie dieser "gesellschaftlich einsetzen, soziale Einrichtungen fördern und Menschen in Not helfen".

Die prominenten Kassierer dürften sich den Spendenempfänger selbst aussuchen. Die Drogeriekette hob hervor, dass sich die kurdische Gemeinschaft in Troisdorf sozial sehr engagiere und derzeit unter anderem Flüchtlingen und Asylbewerbern Deutschunterricht anbiete.

AFP

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