Bei einem blutigen Anschlag in Bagdad starben über 200 Menschen. 
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Bei einem blutigen Anschlag in Bagdad starben über 200 Menschen. 
Der Konflikt zwischen Iraks Schiiten und Sunniten nutzt nicht zuletzt dem IS. Foto: Ali Abbas
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Der Konflikt zwischen Iraks Schiiten und Sunniten nutzt nicht zuletzt dem IS. 
Der irakische Regierungschef besuchte den Anschlagsort, zog sich aber wegen der Wut der Anwohner schnell wieder zurück. Foto: Ali Abbas
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Der irakische Regierungschef besuchte den Anschlagsort, zog sich aber wegen der Wut der Anwohner schnell wieder zurück. 
Rettungskräfte kümmern sich um die Verletzten. Foto: Ali Abbas
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Rettungskräfte kümmern sich um die Verletzten. 
Der IS bekannte sich zu der Tat. Foto: Ali Abbas
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Der IS bekannte sich zu der Tat.
Die Detonation beschädigte viele Gebäude. Foto: Ali Abbas
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Die Detonation beschädigte viele Gebäude. Foto: 

USA sagt der Terrormiliz IS den Kampf an

Anschlag in Bagdad: Zahl der Todesopfer steigt auf 213

Bagdad - Von den Häusern blieben nur Ruinen: Die Bilanz des blutigsten IS-Anschlags dieses Jahr: über 200 Tote, Tendenz steigend. Die USA und Europa spenden Trost - und sagen Solidarität im Anti-Terrorkampf zu.

Die Zahl der Todesopfer des Terroranschlags auf ein beliebtes Einkaufsviertel in Bagdad ist auf mindestens 213 gestiegen. Mehr als 300 Menschen seien zudem verletzt worden, einige davon schwer, hieß es aus dem irakischen Gesundheitsministerium.

Die Bombe des bislang schwerstes Anschlags in diesem Jahr in Bagdad war am Sonntagmorgen in dem Stadtteil Karada explodiert. Die heftige Detonation und ein anschließendes Feuer zerstörten mehrere Gebäude fast vollständig. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich in einer Erklärung zu dem Attentat.

Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi verkündete nach dem Anschlag eine dreitägige Staatstrauer. Er ordnete zudem neue Sicherheitsmaßnahmen an. So befahl er dem Innenministerium, Fahrzeuge an den Straßen in die irakische Hauptstadt schärfer zu kontrollieren.

USA:  "Die Welt im Kampf gegen das Böse vereinen"

Das US-Außenministerium sprach von einem „Massenmord“ an Unschuldigen, der die Menschenverachtung des IS belege. Die USA setzten weiter alles daran, „die Welt im Kampf gegen das Böse vereinen“, den Terroristen die Zufluchtsorte in Syrien und im Irak zu nehmen und ihre globalen Netzwerke zu zerstören, wie Ministeriumssprecher John Kirby sagte. „Unsere Partnerschaft mit Irak und dessen Volk, die an den Frontlinien dieses globalen Kampfes dienen, bleibt standfest und unerschütterlich.“

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach den Angehörigen der Opfer Beileid aus und erinnerte daran, dass irakischen Sicherheitskräften kürzlich die Rückeroberung der Stadt Falludscha gelungen sei - „ein wichtiger Schritt“ im Kampf gegen die sunnitischen Extremisten, wie sie erklärte. In diesem Kampf habe der Irak die EU an seiner Seite.

Der Anschlag in Bagdad folgte nur wenige Tage auf die Attacke radikaler Islamisten in Bangladesch mit 22 Todesopfern und dem Angriff auf den Flughafen in Istanbul, der ebenfalls IS-Extremisten zugeschrieben wird.

In der Stellungnahme erklärte der IS, der Attentäter habe Schiiten angegriffen. Die sunnitische Terrormiliz sieht Schiiten als Abtrünnige an. Die IS-Erklärung konnte zunächst nicht verifiziert werden.

Die Extremisten kontrollieren zwar immer noch große Teile des Landes,sind aber zuletzt stark unter Druck geraten. Schon vor Beginn des Ramadans, der in dieser Woche mit dem Fest des Fastenbrechens endet, hatten die Extremisten Attentate angekündigt.

dpa

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