+
Für ihr Vorhaben Ehemann Bill die US-Wirtschaft anzuvertrauen, wird Hillary Clinton kritisiert.

Alle Neuigkeiten im Ticker

US-Wahl: Sanders schlägt Clinton in Oregon 

Washington - Hillary Clinton hat bei den Vorwahlen in Kentucky einen Sieg davon getragen. In Oregon siegte ihr Rivale Bernie Sanders. Alle Entwicklungen gibt es im News-Ticker.

Wie sieht es für Trump und Clinton in den Umfragen zur US-Wahl aus? Hier finden Sie die aktuellen Umfragen zur US-Wahl.

<<< AKTUALISIEREN >>>

  • In den USA finden die Vorwahlen zur Kandidatenauswahl für die Präsidentschaftswahlen im November statt.
  • Klare Favoriten sind Donald Trump für die Republikaner und Hillary Clinton für die Demokraten.
  • Hillary Clinton so gut wie durch, Donald Trump ebenso - denn nicht nur sein ärgster Konkurrent Ted Cruz, auch der letzte verbliebene Rivale John Kasich haben aufgegeben. 
  • Clintons Konkurrent Bernie Sanders hat rechnerisch zwar mitllerweile keine Chancen mehr zu gewinnen, dennoch macht er weiter.

Update vom 24. September 2016: Das erste TV-Duell zwischen den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton findet in der Nacht auf Dienstag statt. Wir haben bereits zusammengefasst, was Sie zum US-TV-Duell zwischen Donald Trump und Hillary Clinton wissen müssen.

+++ Die Email-Affäre hätte zum großen Stolperstein für Hillary Clinton werden können. Doch weder das FBI noch das US-Justizministerium werden offiziell gegen die US-Präsidentschaftskandidatin ermitteln.

+++ Bernie Sanders hat das Rennen um den Sieg bislang noch nicht aufgegeben. Die letzte Vorwahlrunde findet am 7. Juni statt. Hillary Clinton rief ihren Rivalen Sanders dazu auf, seine Kräfte nun gegen den mutmaßlichen republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump zu richten. Sanders habe zugesagt, alles ihm Mögliche zu tun, um einen Sieg Trumps bei der Präsidentschaftswahl im November zu verhindern. "Ich erwarte nun von Senator Sanders, dass er tut, was er sagt." Trump stelle eine "Gefahr für unser Land, unsere Demokratie und unsere Wirtschaft" dar, warnte Clinton.

+++ Hillary Clinton hat den Sieg im innerparteilichen Kampf um die Präsidentschaftskandidatur für sich beansprucht. "Ich werde die Kandidatin meiner Partei sein, das steht fest", sagte sie am Donnerstag dem US-Sender CNN. "Es ist unmöglich, dass ich es nicht werde." Sie habe in den bisherigen Vorwahlen zusammengerechnet drei Millionen Stimmen mehr erhalten als ihr Rivale Bernie Sanders, und dieser Vorsprung sei uneinholbar.

+++ Hillary Clinton hat bei den Vorwahlen in Kentucky einen Sieg davon getragen. In Oregon siegte ihr Rivale Bernie Sanders.

+++ Sollte Hillary Clinton tatsächlich zur US-Präsidentin gewählt werden, hat sie schon eine Aufgabe für ihren Mann und Ex-Präsidenten Bill Clinton. Er soll sich um die US-Wirtschaft kümmern. Von der Londoner Zeitung „The Times“ erntete sie dafür Kritik: Die Zeitung kommentierte: „Dieses Vorhaben kommt einem Rückzug von der Verantwortung gleich. Nicht nur wegen Bill Clintons gemischter Bilanz als Präsident, sondern auch, weil sie sich selbst als Vorbild für Frauen dargestellt hat. Die erste Frau in der Geschichte Amerikas, die für eine der beiden großen Parteien wahrscheinlich als Präsidentschaftskandidatin aufgestellt wird, sollte bei ihren künftigen Ernennungen von Amtsträgern nach Verdiensten gehen und nicht nach dynastischen Vorrechten. Sie sollte offen sein für neue Ideen, nicht für behaglicherweise altvertraute.“

+++ Im Kampf um die Wählergunst zählt jede Stimme: Hillary Clinton möchte auch die der Ufologen für sich gewinnen. Sollte sie Präsidentin werden, möchte sie die Ufo-Akten öffnen lassen. Immerhin hat das US-Militär jahrelang derartige Vorfälle untersucht. Zur Ufo-Thematik sagte sie in einem Interview: "Es gibt genügend solcher Geschichten, und ich glaube nicht, dass die Leute einfach in ihrer Küche sitzen und sie erfinden."  

Annäherung zwischen Trump und den Republikanern

+++ Donald Trumps Durchmarsch ist ein Problem für seine Partei: Bei den Wähler ist er beliebt, bei den Parteigenossen ganz und gar nicht. Jetzt nähern sich Trump und die Partei  an: das Establishment macht erste Schritte in Trumps Richtung.

+++ Bei den Vorwahlen der Demokraten im US-Bundesstaat West Virginia hat sich Senator Bernie Sanders gegen Ex-Außenministerin Hillary Clinton durchgesetzt. Der Senator aus Vermont lag am Dienstag (Ortszeit) laut dem Sender CNN mit gut 51 Prozent deutlich vor seiner Rivalin, die nur auf gut 36 Prozent kam.

Clinton fehlen jedoch nur noch rund 160 der für ihre Nominierung nötigen Delegiertenstimmen. Diese dürfte sie bei den acht noch ausstehenden Vorwahlen leicht zusammenbekommen. 

Bei den Vorwahlen der Republikaner in West Virginia und Nebraska gewann erwartungsgemäß der einzig verbliebene Kandidat Donald Trump mit rund 76 beziehungsweise 61 Prozent. 

Trump greift Clinton an - wegen Bills Untreue

+++ Donald Trump hat Hillary Clinton wegen der Untreue ihres Mannes hart attackiert. Mit Blick auf Affären von Ex-Präsident Bill Clinton sagte Trump in Spokane im Bundesstaat Washington, Hillary habe das Handeln ihres Ehemannes "ermöglicht" und damit "viele Frauen verletzt". Einige der Frauen seien "nicht durch ihn zerstört worden, sondern durch die Art, wie Hillary damit umging".

Trump bezeichnete während seines Wahlkampfauftrittes am späten Samstagabend Bill Clinton als "den Schlimmsten in der Geschichte". Angesprochen auf Kritik an seinen Äußerungen sagte der populistische Milliardär am Sonntag dem Fernsehsender ABC, solche Angriffe seien "Teil des Spiels". Schließlich trete das Ehepaar Clinton gemeinsam im Wahlkampf auf.

US-Vorwahl: Clinton gewinnt in Guam

+++ Hillary Clinton hat nach US-Medienberichten am Samstag ihren 26. Sieg im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur errungen. Sie schlug ihren Konkurrenten Bernie Sanders im US-Außengebiet Guam mit 60 zu 40 Prozent, wie „Politico“ unter Berufung auf den örtlichen Parteivorsitzenden berichtete. Der Senator aus Vermont hat bisher 19 Vorwahlen gewonnen.

Da es bei der Abstimmung in Guam aber nur um sieben Delegierte für den Nominierungsparteitag im Juli ging, ändert das Ergebnis vom Samstag wenig. Insgesamt führt Clinton bei der Delegiertenzahl deutlich vor Sanders und gilt daher als wahrscheinliche Kandidatin. Sie würde dann bei der Präsidentenwahl im November voraussichtlich gegen den Republikaner Donald Trump antreten, der im Vorwahlrennen keine Konkurrenten mehr hat.

Die nächste Abstimmung steht am Dienstag in West Virginia an. Jüngste Umfragen zeigen Sanders in Führung.

Trump blamiert sich mit Tweet über "Hispanics"

+++ Mit einem Beitrag im Online-Nachrichtendienst twitter wollte Trump sich bei den hispanischen Wählern einschmeicheln. Doch seine "Liebeserklärung" an die Hispanics wirkt eher peinlich nachdem sich Trump tags zuvor in einem Fernsehinterview für die Ausweisung aller Hispanics ausgesprochen hatte. Zudem konnte Trump am 5. Mai, einem Feiertag der Mexikaner, gar nicht Tacos in New York gegessen haben.

Donald Trump bei einer seiner Wahlkampf-Reden in Charleston, West Virginia.

+++ Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Donald Trump, hat sich für einen Austritt Großbritanniens aus der EU ausgesprochen. „Ich würde sagen, sie wären ohne sie (die Europäische Union) besser dran“, sagte Trump dem US-Fernsehsender Fox News am Donnerstag. „Ich glaube, dass die Einwanderung (von Flüchtlingen) eine fürchterliche Sache für Europa gewesen ist und zu einem großen Teil von der EU befördert wurde.“

Seine Einschätzung zu einem möglichen „Brexit“ sei aber nicht als Empfehlung zu verstehen und basiere nur auf seinem persönlichen Gefühl, schränkte Trump ein. Entscheiden müssten die Briten selbst. Trump hatte zuvor US-Präsident Barack Obama dafür kritisiert, den Briten von einem Austritt aus der EU abgeraten zu haben. Obama hatte Großbritannien Ende April besucht und deutlich vor einem „Brexit“ gewarnt.

Am 23. Juni entscheiden die Briten in einem Referendum über den Verbleib ihres Landes in der Europäischen Union.

Clinton: Irgendwann muss Trump auch liefern

+++ Hillary Clinton ist für den bevorstehenden Kampf gegen Donald Trump auf alles vorbereitet. Sie warnte am Mittwochabend (MESZ) vor Trump und nannte ihn unberechenbar  und gefährlich. „Ich werde nicht gegen ihn kämpfen, ich kämpfe meinen eigenen Kampf“, sagte Clinton sagte Clinton am Mittwoch im Interview mit Anderson Cooper von CNN. Es sei Trumps Entscheidung, ob er seine negative, beleidigende Kampagne fortsetzen wolle.

Wenn der „dröhnende“ Trump persönlich werden und sie auf ihr Privatleben ansprechen wolle, sei sie gut vorbereitet, sagte Clinton. „Er wäre wirklich nicht der Erste, der das tut.“ Aber ab einem bestimmten Zeitpunkt müsse ein Bewerber den Wählern vielmehr auch sagen, was er denn selbst als Präsident konkret vorhabe, sagte Clinton. „Wenn man Commander in Chief und Präsident werden will. Was weiß man? Was hat man geleistet? Und was hat man vor?“

Kasich schmeißt hin - Trump hat keinen Konkurrenten mehr

+++ Nur wenige Stunden nach dem Rückzug von Ted Cruz, beendet auch der letzte verbliebener republikanischer KonkurrentDonald Trumps, John Kasich, sein Rennen um die Kandidatur. Trump hat damit bei den Republikanern keinen Konkurrenten mehr, der ihm seine Kandidatur streitig machen könnte. 

+++ Es wird wohl ein schmutziger Kampf ums Oval Office werden zwischen Donald Trump und Hillary Clinton.

+++ Der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner wird 2016 aller Voraussicht nach Donald Trump heißen. Sein ärgster Konkurrent Ted Cruz, Senator von Texas, beendete in der Nacht zum Mittwoch seinen Wahlkampf. Damit ist der Weg für Trump als Kandidat seiner Partei für das Weiße Haus frei. Der politische Quereinsteiger gewann die Vorwahl im Bundesstaat Indiana hoch. Bei den Demokraten verlor Hillary Clinton gegen Bernie Sanders.

Donald Trump hält eine Rede darüber, wie er sich seine Außenpolitik vorstellt.

+++ Die frühere Außenministerin und First Lady Hillary Clinton verlor auf ihrem Weg zur Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten in Indiana überraschend und entgegen aller Umfragen mit etwa sechs Prozentpunkten Abstand. Auf das Gesamtrennen der Demokraten hat das wenig Einfluss, weil die Delegierten in Indiana anteilig nach Stimmen vergeben werden. Und Clinton liegt immer noch viele hundert Delegierte vor Sanders.

+++ Jetzt wird es hässlich: Am Rande der wichtigen Vorwahl hat der Wahlkampf der Republikaner noch einmal deutlich an Schärfe gewonnen. Der texanische Senator Ted Cruz nannte den Spitzenreiter Donald Trump „unmoralisch“, einen „Narzissten“ und „pathologischen Lügner“. Der Multimilliardär hatte zuvor die Darstellung eines Boulevardblattes aufgegriffen und den Vater von Cruz mit dem Kennedy-Attentäter Lee Harvey Oswald in Verbindung gebracht.

+++ Die Vorwahlen in Indiana haben begonnen: Erste Hochrechnungen werden nach Erste Hochrechnungen wurden erst nach Mitternacht (MESZ) erwartet. Donald Trump will hier seinen Rivalen Ted Cruz endgültig besiegen. Wir müssen ihn morgen aus dem Weg räumen", rief der Immobilienmilliardär am Vorabend in der Stadt South Bend seinen Anhängern zu. "Wenn wir in Indiana gewinnen, ist's vorbei, dann können wir uns auf Hillary Clinton konzentrieren." Cruz hielt dagegen, er sei "ein Langstreckenläufer". "So lange es einen Weg zum Sieg gibt, kämpfe ich bis zum Ende." Allerdings räumte auch sein früherer Sprecher Rick Tyler im Sender MSNBC ein: Wenn Trump in Indiana klar siege, "könnte es vorbei sein".

US-Wahl: 4 Gründe, warum die Vorwahlen in Indiana besonders wichtig sind

+++ Die Vorwahlen zur Ermittlung der Präsidentschaftskandidaten in den USA sind zu einem ermüdenden Marathon geworden. In Indiana kommt jetzt wieder Spannung ins Rennen - zumindest bei den Republikanern. Wird Donald Trump für die Grand Old Party ins Präsidentschaftsrennen ziehen? Vier Gründe, warum Indiana entscheidend sein kann:

  1. Trump liegt nach 42 der 56 Vorwahlen mindestens 410 Delegierte vor seinem Widersacher Ted Cruz. Der kann ihn nicht mehr überholen, hofft aber auf einen Coup, falls auch Trump nicht die absolute Mehrheit einheimst. Wenn Trump schon vor dem Parteitag im Juli die magische Zahl von 1237 Delegierten schaffen will, braucht er jeden einzelnen Delegierten.
  2. Cruz hat nicht mehr allzu viele Chancen, Trump die absolute Mehrheit streitig zu machen. Indiana ist neben Nebraska einer der wenigen Staaten, in denen das überhaupt noch gelingen kann.
  3. Wenn Trump Indiana klar gewinnt und alle 57 Delegierten abräumt, ist er auch mathematisch kaum noch zu stoppen. Er hätte dann die 1000er Grenze gesprengt und fast doppelt so viele Delegierte wie Cruz. 
  4. In den wichtigeren der verbleibenden Staaten, wie New Jersey (51 Delegierte), West Virginia (34) und Kalifornien (172) liegt Trump klar vorn. Gewinnt er Indiana, gibt es kaum ein Argument gegen ihn.

US-Wahl: Trumps Chancen sind deutlich erhöht

+++ Am Dienstag richten sich die Blicke gespannt auf den US-Bundesstaat Indiana: Dort finden die nächsten Vorwahlen statt. Da bei den Demokraten die Ex-Außenministerin Hillary Clinton bereits so gut wie uneinholbar vor ihrem Rivalen Bernie Sanders liegt, konzentriert sich die Spannung auf die Abstimmung bei den Republikanern. Immobilienmilliardär Donald Trump würde mit einem Sieg seine Chancen nochmals deutlich erhöhen. Trump liegt in den Vorwahlen weit vor seinen Konkurrenten Ted Cruz und John Kasich, hat die für seine Nominierung erforderliche Zahl von Parteitagsdelegierten aber noch nicht sicher. In Indiana kann er laut einer jüngsten Umfrage mit einem weiteren klaren Sieg rechnen.

+++ Mit seinen klaren Siegen in fünf Ostküstenstaaten hat der Rechtspopulist zuletzt seine Chancen nochmals deutlich erhöht. Für die Nominierung beim Parteitag der Republikaner im Juli braucht er 1237 Delegiertenstimmen. Mindestens 991 hat er nach einer Schätzung des TV-Senders CNN beisammen, laut "New York Times" sind es sogar schon rund 1030.

In den restlichen zehn Vorwahlen der Republikaner bis Juni sind noch 502 Delegierte zu vergeben. Trump braucht also wohl nicht einmal die Hälfte davon, um sich die absolute Mehrheit beim Parteitag zu sichern.

+++ Bei Protesten gegen einen Wahlkampfauftritt  von Donald Trump sind in Kalifornien etwa 20 Teilnehmer festgenommen worden. Laut einem Bericht der Zeitung "Los Angeles Times" lieferten sich hunderte Demonstranten am Donnerstag in Costa Mesa gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Zusammenstöße fanden außerhalb eines Amphitheaters statt, in dem Trump sprach.

Die Demonstranten bewarfen vorbeifahrende Fahrzeuge mit Steinen und demolierten Autos, wie die Zeitung weiter berichtete. Mindestens ein Fenster eines Polizeiwagens wurde zertrümmert und die Autoreifen eines weiteren Polizeifahrzeugs zerstochen. Am späten Abend waren die Proteste vorbei, wie die örtliche Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter meldete. 

Die Ereignisse vom 28. April

+++ Die Bundesregierung betrachtet die außenpolitischen Pläne des Bewerbers für die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner, Donald Trump, mit Skepsis. Nach Trumps außenpolitischer Grundsatzrede sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Donnerstag in Berlin, er könne „noch keine Linie erkennen“. Steinmeier fügte hinzu: „Das scheint mir noch nicht ganz ausbuchstabiert zu sein.“

Steinmeier sagte weiter „Ich kann nur hoffen, dass der Wahlkampf in den USA nicht an der Wahrnehmung der Realitäten vorbeigeht.“ Auch der künftige US-Präsident müsse akzeptieren, dass sich die globale Sicherheitsarchitektur verändert habe. „Insofern ist „America First“ eigentlich keine Antwort darauf.“

Steinmeier kritisierte zudem, dass Trumps Äußerungen „nicht ganz frei von Widersprüchen“ seien, wenn er ankündige, Amerika wieder stark machen zu wollen, und zugleich Amerikas Rückzug betone. „Beides scheint mir noch nicht so recht zusammenzupassen.“

Trumps Rede zur Außenpolitik der USA

+++ "Amerika zuerst": Nach seinen jüngsten Vorwahlsiegen hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump die Grundzüge seiner Außenpolitik vorgestellt, sollte er das höchste Staatsamt der USA erobern. Das Eigeninteresse seines Landes will er in den Vordergrund rücken und die Nato-Verbündeten drängen, mehr zu ihrer Verteidigung zu tun. Beobachter können auch nach Trumps Rede noch keine Kohärenz in seinen oft markigen Positionen erkennen.

Die Nato-Partner müssten entweder mehr zahlen "oder sich selbst verteidigen", sagte der Immobilienmilliardär, der im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner mit weitem Abstand führt, am Mittwoch in Washington. Die Verbündeten würden sich in der Sicherheitspolitik um ihren "fairen" Anteil drücken.

+++ Trump verwies darauf, dass in der Nato außer den USA nur die wenigsten Partner bislang die zugesagten mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für den Verteidigungsetat aufbrächten. Auch Deutschland gehört zu den Staaten, die diese Zielvorgabe bislang nicht erfüllen.

Der für seinen Populismus kritisierte Trump ging mit der Außenpolitik der bisherigen Präsidenten hart ins Gericht. "Unsere Außenpolitik ist ein Desaster", bilanzierte er. Amtsinhaber Barack Obama warf er vor, Israel vor den Kopf gestoßen und dem Iran die Hand gereicht zu haben. "Wir stritten mit unseren ältesten Freunden und jetzt beginnen sie, sich woanders um Hilfe umzusehen. Denkt daran. Nicht gut", sagte er im Stakkato.

Der demokratischen Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur, Hillary Clinton, warf er vor, die größte Bedrohung für die USA zu verschweigen. "Die Verbreitung des radikalen Islam zu verhindern muss ein Hauptziel unserer Außenpolitik sein, ja, der ganzen Welt."

Bei Politbeobachtern konnte Trump durchaus punkten, allerdings nicht überzeugen: "Es schien eine ansprechendere Präsentation zu sein, intelligenter und gemäßigter", sagte etwa David Pollock vom Washington Institute. "Aber er ließ viele Fragen unbeantwortet."

Michael Pregent vom Hudson Institute wertete die Rede als "unzusammenhängend". "Er sagt unseren Verbündeten: 'Wir werden da sein um Euch zu helfen'. Und zuvor sagte er, sie müssten für sich selbst zahlen und mehr tun."

US-Wahlen 2016: Donald Trump hat einen Lauf

+++ Mit fünf Vorwahlsiegen am Dienstag (Ortszeit) verbesserte Immobilienmagnat und Republikaner Donald Trump aus New York seine Ausgangsposition für die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner deutlich. Trump ließ in Maryland, Delaware, Rhode Island, Connecticut und Pennsylvania seine parteiinternen Kontrahenten John Kasich und Ted Cruz weit hinter sich.

Seine Chance, bis zum Nominierungsparteitag im Juli in Cleveland die absolute Mehrheit von 1237 Delegierten - diese küren letztlich den Präsidentschaftskandidaten - hinter sich zu versammeln, hat sich damit erhöht. Da er bislang aber erst 945 Delegiertenstimmen für sich verbuchen kann, muss Trump dafür seine Siegesserie fortsetzen. Schon am nächsten Dienstag wartet mit Indiana eine Vorwahl im nächsten wichtigen, möglicherweise sogar vorentscheidenden Bundesstaat.

Hillary Clinton will in einem Kabinett wohl mehreren Frauen einen Ministerposten geben. Hinter ihr steht ihr Mann und früherer US-Präsident Bill Clinton.

+++ Bei den Demokraten musste sich Favoritin Hillary Clinton am Dienstag nur in Rhode Island ihrem Kontrahenten Bernie Sanders beugen. Die frühere Außenministerin siegte klar in Maryland, Pennsylvania und Delaware und holte sich nach einem lange offenen Rennen auch einen knappen Sieg in Connecticut.

Clinton ist damit nur noch theoretisch von Sanders einzuholen. Der linksliberale Senator hatte aber bereits zuvor angekündigt, nicht aufgeben zu wollen und auch beim Parteitag im Juli in Philadelphia zu kandidieren. „Mit Eurer Hilfe werden wir zurück nach Philadelphia kommen, zum demokratischen Parteitag, mit den meisten Stimmen und den meisten Delegierten“, rief Clinton versammelten Anhängern in Philadelphia (Pennsylvania) zu.

+++ Bei den Republikanern versuchen einflussreiche Parteifunktionäre seit Monaten, Trumps Kandidatur zu verhindern. Zuletzt hatten sich seine beiden verbliebenen innerparteilichen Gegner, der erzkonservative Senator Ted Cruz aus Texas und der liberalere Gouverneur von Ohio, John Kasich, gegen ihn verbündet. Sie wollen sich in Staaten wie Indiana, New Mexico und Nebraska nicht gegenseitig Konkurrenz machen.

+++ Trump holte verbal zum Gegenschlag aus. Er forderte Cruz und Kasich dazu auf, ihre Bewerbungen niederzulegen und sich hinter seine Kandidatur zu stellen. „Ich betrachte mich als den mutmaßlichen Kandidaten“, sagte Trump nach seinem Fünffach-Triumph in New York. Er habe mehrere Millionen mehr Stimmen als sein nächstbester Herausforderer Ted Cruz und mehrere Hundert mehr Delegierte. Es sei an der Zeit, die republikanische Partei wieder zu einen.

+++ Die Augen der Republikaner richten sich nun auf den Bundesstaat Indiana im Mittleren Westen. Wenn Cruz dort nicht gewinnen kann, hat Trump sehr gute Chancen auf eine absolute Mehrheit der Delegierten. Sollte Cruz hingegen dort gewinnen, dürfte es für Trump schwer werden, die Mehrheit vor dem Parteitag in Cleveland zu sichern. Trump kündigte an, bereits am Mittwoch nach Indiana zu reisen und dort einen tagelangen Wahlkampf führen zu wollen.

Sollte er nicht auf die benötigen 1237 Delegierten kommen, könnte Trump die Nominierung durch ein parteiinternes Gegenmanöver noch verlieren, selbst wenn er mit den meisten Delegierten nach Cleveland zieht. Wegen dieser Konstellation gilt der Parteitag schon jetzt als einer der spannendsten in der jüngeren Parteigeschichte der US-Konservativen.

Clinton und Trump sind klare Favoriten

+++ Auf eine Fortsetzung ihrer Siegeszüge in den US-Vorwahlen haben am Dienstag die Favoriten Hillary Clinton und Donald Trump hoffen können. Beide lagen in den Umfragen vor den Wahlen in fünf Ostküstenstaaten klar vorn. Mit deutlichen Siegen könnte für Clinton die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bereits in Reichweite rücken. Bei den Republikanern rechnete sich Trump aus, seine Chancen auf die Nominierung nochmals zu verbessern.

+++ Hillary Clinton und Donald Trump sind am Dienstag als klare Favoriten in die Vorwahlen in fünf weiteren US-Bundesstaaten gegangen. Eine Entscheidung über die jeweiligen Spitzenkandidaten bei der Präsidentenwahl im November wurde aber noch nicht erwartet.

Die Demokraten und Republikaner stimmten in Connecticut, Delaware, Maryland, Pennsylvania und Rhode Island ab. Mit ersten Ergebnissen wurde am Mittwochmorgen nach 2.00 Uhr MESZ gerechnet.

Die Demokratin Clinton deutete am Vorabend der neuen Vorwahlserie an, dass sie im Fall eines Wahlsieges die Hälfte des Kabinetts mit Frauen besetzen würde. Bei einer Interview-Veranstaltung des Senders MSNBC wurde Clinton gefragt, ob sie als Präsidentin dem Beispiel des kanadischen Premiers Justin Trudeau folgen würde, der die Ministerposten ausgewogen zwischen Männern und Frauen verteilt hatte.

Ich werde ein Kabinett haben, das Amerika widerspiegelt, und 50 Prozent von Amerika sind Frauen, stimmt's?“  antwortete Clinton.

+++ Für die Nominierung der Republikaner braucht ein Kandidat beim Parteikonvent im Juli insgesamt 1237 Delegiertenstimmen. Trump ist der einzige Bewerber bei den Republikanern, der noch vor dem Parteitag die absolute Mehrheit der Delegierten hinter sich bringen könnte. Jedoch ist dies auch bei dem Immobilien-Milliardär fraglich.

Die restlichen Vorwahlen müssten für ihn sehr gut laufen. Wenn keiner der drei verbliebenen Bewerber auf eine Mehrheit kommt, würde es mehrere Wahlgänge geben. Das Ergebnis der Vorwahlen wäre für einen großen Teil der Delegierten nicht mehr bindend. Dies könnte den Weg für einen anderen Kandidaten ebnen.

+++ Die beiden republikanischen Kandidaten Ted Cruz und John Kasich tun sich zusammen, um einen Nominierung Donald Trumps zum Präsidentschaftsbewerber ihrer Partei zu verhindern. Der Senator aus Texas und der Gouverneur von Ohio wollen nach eigenen Angaben auf dem Parteikonvent in Cleveland eine offene Wahl eines geeigneten Kandidaten. Das gaben sie in zeitgleich am Sonntagabend (Ortszeit) veröffentlichten Statements bekannt.

Eine Kandidatur Trumps bei der Präsidentenwahl gegen einen Mitbewerber der Demokraten im November wäre „eine sichere Katastrophe“, schrieb der Wahlkampfmanager von Cruz, Jeff Roe. Kasich werde sich am 3. Mai aus der Vorwahl in Indiana zurückziehen, während Cruz die Vorwahlen in Oregon am 17. Mai und New Mexico am 7. Juni auslassen werde, hieß es.

+++ Die Deutschen sollten Donald Trump und den US-Präsidentschaftswahlkampf nach Ansicht von Hollywood-Star Tom Hanks (59) nicht zu ernst nehmen. „Zerbrechen Sie sich nicht Ihre hübschen, kleinen, deutschen Köpfe“, sagte er am Sonntag in Berlin. „Amerika wird es gut gehen - egal, wer Präsident der Vereinigten Staaten ist.“ Hanks, der zur Europapremiere seines neuen Films „Ein Hologramm für den König“ nach Deutschland gekommen war, verglich den Wahlkampf in den USA mit einem Zirkus. „Alle vier Jahre kommt der Zirkus in die Stadt“, sagte er. „Wissen Sie, was im November passiert? Der Zirkus verlässt die Stadt und jeder macht so weiter wie bisher, macht eine verdammte Sache nach der anderen. Manche Dinge werden erledigt, andere nicht.“

+++ Der republikanische Bewerber Donald Trump hat John Kasich und Ted Cruz, seine beiden innerparteilichen Kontrahenten um die Präsidentschaftskandidatur, zur Aufgabe aufgefordert.

+++ Mit klaren Siegen im US-Bundesstaat New York haben die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump die Anwartschaft auf die Präsidentschaftskandidatur für ihre Parteien untermauert. Trump siegte bei den Republikanern mit einer klaren absoluten Mehrheit der Stimmen vor John Kasich und dem abgeschlagenen Ted Cruz. Clinton setzte sich klar gegen ihren Widersacher Bernie Sanders durch. Die frühere Außenministerin lag nach Auszählung von rund 60 Prozent der Stimmbezirke bei rund 59 Prozent der Stimmen, Sanders bei 41 Prozent. Hier geht's zum ausführlichen Bericht.

+++ Mit einer Spendenparty in ihrer Villa haben Filmstar George Clooney und seine Frau, die Menschenrechts-Anwältin Amal Clooney, die Wahlkampfkasse von Hillary Clinton aufgebessert. 33.400 Dollar (rund 30.000 Euro) pro Gast kostete der Eintritt zu der Gala mit der Ex-Außenministerin am Samstagabend (Ortszeit) in Los Angeles.

Filmmogul Jeffrey Katzenberg und Oscar-Preisträger Steven Spielberg richteten das Dinner mit aus. Dem Sender CNN zufolge ließen sich viele Stars nicht lumpen und tafelten zusammen mit Hillary, so Jane Fonda, Ellen DeGeneres und James Cameron. Zuvor hatten die Clooneys bereits in San Francisco zu einem Spenden-Dinner mit Clinton eingeladen. Insgesamt sollten am Wochenende 15 Millionen Dollar zusammenkommen.

Der Rivale der Ex-First-Lady im Rennen der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur, Bernie Sanders, hatte die Eintrittspreise für die Fundraiser als obszön kritisiert. Oscar-Preisträger Clooney räumte in einem Interview des Senders NBC News selbst ein, dass es sich um „obszöne Summen“ handele. „Es ist irrwitzig, dass wir diese Art von Geld in der Politik haben“, sagte Clooney.

Cruz gewinnt in Wyoming

+++ Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat Ted Cruz im US-Bundesstaat Wyoming einen Sieg eingefahren. Bei der Vorwahl am Samstag gewann der Senator aus Texas alle 14 Delegiertenstimmen, die in dem Bundesstaat zu vergeben waren. Im Internet-Kurzmitteilungsdienst Twitter feierte Cruz seinen Erfolg als weiteren Schritt auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur seiner Partei.

Laut dem US-Nachrichtensender CNN kann Cruz nun auf 553 Delegiertenstimmen beim Nominierungsparteitag der Republikaner im Juli zählen, sein Rivale Donald Trump auf 758. Um sich die Nominierung zu sichern, muss ein Kandidat 1237 Delegiertenstimmen einsammeln.

+++ Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders rechtfertigte sein kurzes Treffen mit dem Papst, für das er seinen Wahlkampf nur drei Tage vor der wichtigen Vorwahl im Bundesstaat New York unterbrach, mit den Worten, er habe angesichts seines großen Respekts für Franziskus die Einladung aus dem Vatikan zu einer Konferenz mit sozialistischen Entscheidungsträgern nicht ablehnen können. 

Auf seinem Heimflug machte der Papst deutlich, dass die Begegnung nicht als Wahlkampfhilfe gedacht gewesen sei. Er sei Sanders, dessen Frau und einem anderen Paar, das in der Residenz Santa Martha logiert habe, kurz begegnet und bei dieser Gelegenheit habe er sie grüßt. "Sonst nichts", fügte Franziskus hinzu. "Das nennt sich Erziehung und wenn jemand denkt, dass jemanden zu grüßen einer Einmischung in die Politik gleich kommt, sollte er zu einem Psychiater gehen. 

Für Sanders war die Begegnung mit Franziskus trotzdem ein unvergessliches Erlebnis. "Ich bin kein Katholik, aber von ihm geht eine solche Ausstrahlung aus. Es war wunderbar, ihn zu treffen." Er habe dem Papst seine "Bewunderung für die außerordentliche Arbeit, die er macht", ausgedrückt.

+++ Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders ist am Samstag im Vatikan mit Papst Franziskus zusammengetroffen. Der Rivale von Ex-Außenministerin Hillary Clinton im Rennen um die Spitzenkandidatur nannte die kurze Begegnung am frühen Morgen vor dem Frühstücksraum der päpstlichen Residenz eine „Ehre und eine Freude“. Der Pontifex sei eine der „großen Führungspersonen auf dieser Welt“, zitierte der Sender NBC Sanders weiter. Der Demokrat hielt sich zu einer Konferenz über soziale Gerechtigkeit im Vatikan auf. Im Vorwahlrennen ist er der „Underdog“, Clinton die Favoritin.

+++ Mit dem Spruch "You're fired!" (Du bist gefeuert) waren sie aus der TV-Show geworfen worden, jetzt drehen sie den Spieß um. Sechs gescheiterte Kandidaten von Donald Trumps früherer TV-Show "The Apprentice" machen Front gegen den rechtspopulistischen US-Präsidentschaftsbewerber. In einer gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag in New York warfen sie ihrem früheren Mentor vor, mit seiner Wahlkampagne Furcht zu verbreiten, die Gesellschaft zu spalten und den Rassismus anzuheizen.

Trump schüre "die Flammen unserer schlimmsten Dämonen", sagte der Ex-Kandidat Kwame Jackson. Neben den sechs gescheiterten Kandidaten trat jedoch ein weiterer auf, der in der Reality-Show Erfolg hatte. Randal Pinkett hatte im Jahr 2005 als erster und bislang einziger Afroamerikaner den Wettbewerb um einen lukrativen Einjahresvertrag im Trump-Firmenimperium gewonnen. Dass er sich nun trotzdem an der Anti-Trump-Bewegung beteilige, bezeichnete er als "Akt des Patriotismus und nicht der Illoyalität".

+++ Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten haben sich die frühere Außenministerin Hillary Clinton und ihr linksgerichteter Rivale Bernie Sanders am Donnerstag eine erbitterte Redeschlacht geliefert. "Wenn Sie sich beide so anschreien, können unsere Zuschauer Sie nicht verstehen", versuchte der Moderator der Debatte im New Yorker Stadtteil Brooklyn die Kontrahenten zur Räson zu bringen. Inhaltlich ging es unter anderem um Mindestlohn und Waffenkontrolle.

Waffenbesitz: Clinton attackiert Sanders

+++ Gemeinsam mit Angehörigen von Schusswaffenopfern hat US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton erneut ihren demokratischen Widersacher Bernie Sanders attackiert wegen dessen Haltung zum Waffenbesitz. Der Senator habe mehrfach gegen ein wichtiges Bundesgesetz zur Kontrolle von Schusswaffen gestimmt, das Clintons Ehemann Bill einst als Präsident unterzeichnet hatte, sagte die frühere Außenministerin am Montag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Port Washington (Staat New York). Und noch heute verteidige der 74-jährige Sanders seine Haltung.

Bei dem emotionalen Wahlkampfauftritt in ihrem Heimatstaat trat Clinton gemeinsam mit mehreren Frauen auf, die Familienmitglieder durch Schusswaffen verloren haben. Clinton macht sich unter anderem dafür stark, dass Waffenproduzenten für Opfer von Schießereien haftbar gemacht werden können. Sanders hingegen wirbt damit, dass er mit einer ausgewogenen Haltung einen Kompromiss zwischen Waffenbefürwortern und -gegnern erreichen könne.

11. April: Peinliche Panne in der Trump-Familie

Super Tuesday: Clinton und Trump klare Sieger

+++ Peinliche Panne in der Familie: Die Kinder Ivanka (34) und Eric (32) hätten sich nicht rechtzeitig für die Abstimmung am 19. April in Donald Trumps Heimatstaat New York registriert. Sie dürfen damit nicht an den Vorwahlen teilnehmen und können ihren Daddy nicht mit ihrer Stimme unterstützen.

+++ Bernie Sanders kann seine Vorwahl-Siegesserie im US-Westen fortsetzen. Bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Wyoming siegte der Kontrahent von Hillary Clinton einmal mehr deutlich. Als nächstes stehen allerdings Abstimmungen im Osten der USA an - Stammland von Clinton.

+++ Nicht nur Donald Trump kann denkwürdige Auftritte abliefern, sondern seine Frau auch. Bei ihrer ersten Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung beließ es seine Ehefrau Melania Trump aber eher bei einfachen Worten.

+++ Eine Niederlage jagt die nächste bei Donald Trump. Eine kuriose Lücke in den Parteistatuten könnte nun dazu führen, dass weder Cruz noch Trump als Kandidat aufgestellt werden.

+++ Rückschlag für Donald Trump im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur: Bei den Vorwahlen der US-Republikaner am Dienstag im Bundesstaat Wisconsin hat der rechtspopulistische Immobilienmilliardär eine deutliche Niederlage gegen den Senator Ted Cruz einstecken müssen. Bei den Demokraten, die ebenfalls in Wisconsin über ihren Kandidaten abstimmten, unterlag die Favoritin Hillary Clinton klar dem linksgerichteten Senator Bernie Sanders.

Nach einer Hochrechnung des Senders CNN lag Cruz bei rund 50 Prozent, während Trump nur auf etwa 33 Prozent kam. Der Gouverneur von Ohio, John Kasich, landete abgeschlagen bei 14,5 Prozent. Bei den Demokraten erreichte Sanders laut CNN 56 Prozent, Clinton kam auf etwa 44 Prozent.

+++  Vor der mit Spannung erwarteten Vorwahl im US-Bundesstaat Wisconsin haben die Bewerber auf den letzten Metern noch einmal um Stimmen geworden. Der republikanische Spitzenreiter Donald Trump und sein schärfster Konkurrent Ted Cruz gaben sich siegessicher. Die Wahllokale öffneten am Dienstagmorgen (Ortszeit).

Trump droht in dem Bundesstaat im Mittleren Westen eine Niederlage, obwohl er die Wählerschaft mit vielen Arbeitern eigentlich ansprechen sollte. In Umfragen lag Cruz vorne. Der Senator von Texas kann auf die Unterstützung des republikanischen Gouverneurs des Staates zählen, des ehemaligen Präsidentschaftsbewerbers Scott Walker.

Trump hatte zuletzt mit mehreren Aussagen für Entsetzen gesorgt. Eine Niederlage könnte Trumps Image als unangreifbarer Kandidat empfindlich schaden. Manche Kommentatoren sprachen deshalb schon von einem möglichen Wendepunkt.

Bei den Demokraten führte Bernie Sanders in Umfragen zuletzt vor Hillary Clinton. Die frühere Außenministerin würde nach einer Niederlage aber weiter vorne liegen.

Trump bedauert Tweet gegen Cruz' Frau

+++ Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump bedauert nach eigener Aussage die Veröffentlichung eines unvorteilhaften Fotos der Frau seines innerparteilichen Konkurrenten Ted Cruz. "Ja, es war ein Fehler", zitierte die "New York Times"-Kolumnistin Maureen Dowd am Samstag Trump in ihrer Kolumne.

Trump und Cruz hatten sich in den vergangenen Tagen immer heftiger gegenseitig angegriffen. Eine gegen Trump gerichtete politische Gruppe hatte im März eine Kampagne mit einem Foto von Trumps Frau Melania aus dem Magazin "GQ" gestartet. Das Bild, auf dem das 45-jährige Ex-Model nackt und mit Handschellen an einen Aktenkoffer gekettet posiert, wurde mit den Worten "Triff auf Melania Trump, Deine nächste First Lady" untertitelt.

Trump hatte ein Foto seiner Frau daraufhin mit einem Bild von Cruz' Frau Heidi mit einem verzerrten Gesichtsausdruck über den Kurznachrichtendienst Twitter verschickt. Ein Schriftband kommentierte: "Nicht nötig, alles auszuplaudern. Diese Bilder sagen so viel wie tausend Worte." Die 43-jährige Frau von Ted Cruz ist Investmentbankerin bei Goldman Sachs, hat aber eine Auszeit genommen, um ihren Mann im Wahlkampf zu unterstützen.

Als Reaktion auf den Tweet hatte Cruz vor Journalisten seinem Ärger Luft gemacht und direkt an Trump gewandt gesagt: "Donald, Du bist ein wimmernder Feigling, und lass verflucht noch mal Heidi in Ruhe!"

Dem Angesprochenen ist die Schlammschlacht nun offenbar etwas unangenehm. "Wenn ich das noch mal zu tun hätte, hätte ich das nicht geschickt", sagte er laut "NYT".

2. April: Obama wettert gegen Trump

+++ Barack Obama hat die Führungskapazitäten Donald Trumps in Zweifel gezogen und dem Milliardär Unkenntnis auf der außenpolitischen Bühne vorgeworfen. Obama äußerte sich am Freitag (Ortszeit) nach dem Nukleargipfel in Washington zu Äußerungen von Trump, Japan und Südkorea sollten sich selbst mehr um ihre Verteidigung kümmern und sich atomar bewaffnen.

"Was sagen uns diese Äußerungen?", sagte Obama bei der Pressekonferenz. "Sie sagen uns, dass derjenige, der sie getätigt hat, nicht viel Ahnung von Außenpolitik, Nuklearpolitik, der Koreanischen Halbinsel oder der Welt im Allgemeinen hat." Obama weiter: "Unser Bündnis mit Japan und Südkorea ist einer der Grundpfeiler unserer Präsenz in der Region", sagte Obama über die Strategie der USA nach dem Zweiten Weltkrieg.

"Wir möchten niemanden im Oval Office, der nicht anerkennt, wie wichtig das ist." Die Welt schaue aufmerksam auf die US-Präsidentschaftswahl, warnte Obama.

1. April: Weißes Haus reagiert entsetzt auf Trumps Nuklearvorstellungen

+++ Das Weiße Haus hat in deutlichen Worten auf die jüngsten Einlassungen Donald Trumps reagiert, wonach Japan und Südkorea Atomwaffen besitzen sollten, um eine nukleare Bedrohung Nordkoreas zu kontern.

Der stellvertretende Sicherheitsberater von Präsident Barack Obama, Ben Rhodes, nannte Trumps Vorstellungen katastrophal. Japan und Südkorea den Status von Atommächten zu verleihen bedeute eine komplette Abkehr von 70 Jahren US-amerikanischer Außenpolitik. Diese sei von Demokraten wie Republikanern gleichermaßen getragen worden.

Donald Trump, für die Republikaner im Rennen um das Weiße Haus, hatte CNN gesagt, er halte es für Alliierte wie Japan oder Südkorea für besser, wenn sie Atomwaffen besäßen - wie Nordkorea oder Pakistan auch. Er sagte: „Wäre es für Japan nicht irgendwie besser, Atomwaffen zu haben, wenn Nordkorea auch welche hat?“

Trump wiederholte seine Ansicht, dass die USA seinen asiatischen Verbündeten keinen Schutz mehr gewähren sollten, wenn diese dafür nicht mehr Geld bezahlten.

31. März: Trump will Frauen für Abtreibung bestrafen

+++ Frauen sollen nach dem Willen des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump für Abtreibungen büßen müssen, wenn diese für illegal erklärt werden. „Es muss eine Art von Bestrafung geben“, sagte Trump am Mittwoch in einem Interview des Senders MSNBC. Mit seinen Aussagen zog er scharfe Kritik auf sich - sowohl von Befürwortern als von Gegnern von Schwangerschaftsabbrüchen. Wenig später ruderte der Unternehmer zurück. 

Das Thema Abtreibungen ist in den USA sehr aufgeladen und wird oft unversöhnlich diskutiert. Am Obersten Gerichtshof steht im Juni eine der wichtigsten Entscheidungen seit Jahren zum Thema an. In dem Fall geht es um ein Gesetz in Texas, in dessen Folge 30 von 40 Abtreibungskliniken geschlossen wurden. Das Urteil hätte eine landesweite Signalwirkung.

Trump hat sich lange dafür ausgesprochen, die Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch den Frauen zu überlassen. Im Wahlkampf änderte er seine Meinung und erklärte, er trete für den Schutz ungeborenen Lebens ein.

Seine jüngsten Aussagen sorgten für heftige Reaktionen. Die demokratische Bewerberin Hillary Clinton erklärte im Kurznachrichtendienst Twitter: „Wir können jemanden mit so viel Verachtung für die Rechte der Frauen nicht in die Nähe des Weißen Hauses lassen.“ 

+++ Was haben die zunehmende Bedrohung durch den radikalislamistischen Terrorismus oder ein unkontrollierter Absturz der chinesischen Wirtschaft mit der Aussicht auf Donald Trump als US-Präsidenten gemeinsam? Diese Szenarien listet der „Economist“ in den Top Ten seiner jüngsten Liste der größten Risiken für die Weltkonjunktur. Was macht Trump - so er denn Präsident würde - so gefährlich?

29. März: Trumps Wahlkampfmanager wegen Körperverletzung angeklagt

+++ Der Wahlkampfmanager des US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump ist wegen einer angeblichen Tätlichkeit gegen eine Journalistin vorübergehend festgenommen worden. Corey Lewandowski werde leichte Körperverletzung zur Last gelegt, sagte am Dienstag ein Polizeisprecher in Jupiter im US-Bundesstaat Florida. Der 42-Jährige sei wieder entlassen worden. Er müsse zu einem späteren Zeitpunkt vor Gericht erscheinen.

Der Zwischenfall hatte sich am 11. März im Golfclub von Jupiter ereignet. Nachdem Trump dort eine Pressekonferenz beendet hatte, wollte ihm Michelle Fields noch eine Frage stellen und folgte ihm durch den Saal. Die Journalistin wurde dabei nach eigener Darstellung von Lewandowski hart am Arm gepackt und gestoppt. Zum Beweis fotografierte Fields, die damals für die konservative Website "Breitbart" arbeitete, ihre blauen Flecken.

Der Wahlkampfmanager bestritt jedoch, gegen die Journalistin tätlich geworden zu sein. "Sie sind total verrückt. Ich habe Sie nie berührt. Fakt ist, dass ich Sie niemals getroffen habe", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter. In einer Reaktion auf die vorübergehende Festnahme des Wahlkampfmanagers erklärte Trumps Sprecherin Hope Hicks, Lewandowski sei "absolut unschuldig". Sie sei sich "komplett sicher", dass er von den Vorwürfen entlastet werde.

27. März: Bernie Sanders gewinnt drei Vorwahlen

+++ Super-Samstag für Bernie Sanders: Der Rivale von Hillary Clinton im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur hat bei drei Vorwahlen am Samstag im Westen der USA abgeräumt. Er gewann haushoch in Washington, Alaska und Hawaii. Zwar ist Ex-Außenministerin Clinton nach wie vor klare Favoritin im demokratischen Lager. Aber das ausgezeichnete Ergebnis gibt dem Senator aus Vermont einen neuen Grund, weiter im Rennen zu bleiben.

Sanders gewann nach Auszählung von 88 Prozent der Stimmen in Hawaii mit 71 zu 29 Prozent. In Washington, wo am Samstag mit Abstand die meisten Delegiertenstimmen zu vergeben waren, siegte er mit 73 zu 27 Prozent und in Alaska sogar mit 82 zu 18 Prozent. In diesen beiden Staaten war die Auszählung bereits abgeschlossen.

24. März: Schlammschlacht entbrannt

+++ Im Vorwahlkampf der US-Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur ist eine Schlammschlacht um die Frauen der Bewerber Donald Trump und Ted Cruz entbrannt. "Ich werde nicht oft wütend", sagte Cruz am Donnerstag vor Journalisten im Bundesstaat Wisconsin. "Wer aber meine Frau angreift, oder meine Kinder, der wird das schaffen!" Direkt an seinen Rivalen Trump gewandt, fügte Cruz hinzu: "Donald, Du bist ein wimmernder Feigling, und lass verflucht noch mal Heidi in Ruhe!"

Der Wutausbruch des Senators wurde durch eine Nachricht Trumps im Internetdienst Twitter verursacht. Darin hatte der rechtspopulistische Immobilienmilliardär Fotos von Heidi Cruz und seiner eigenen Frau Melania nebeneinandergestellt. Auf dem Foto hat Heidi Cruz einen verzerrten Gesichtsausdruck, während das 45-jährige Ex-Model Melania Trump den Betrachter mit strahlenden blauen Augen anblickt. Ein Schriftband kommentiert: "Nicht nötig, alles auszuplaudern. Diese Bilder sagen so viel wie tausend Worte."

+++ Hillary Clinton hat ihren republikanischen Rivalen Donald Trump als ein Sicherheitsrisiko für die Welt bezeichnet. Clinton sagte am Mittwoch in einer Rede an der Stanford University in Kalifornien, sollte sich der Rechtspopulist durchsetzen, werde dies "Amerika weniger sicher und die Welt gefährlicher machen". Sie spielte damit auf Trump-Interview in der "Washington Post" an. Da stellte Trump den derzeitigen Grad des Engagements der Vereinigten Staaten in der Nato in Frage und deutete an, dass er als Präsident generell die Rolle der USA in der Welt deutlich zurückfahren würde. Nato-Partnern wie Deutschland will er mehr Lasten aufbürden.

Leo DiCaprio kritisiert Haltung von US-Wahl-Kandidaten zu Klimawandel

+++ Hollywood-Star Leonardo DiCaprio hat sich die US-Präsidentschaftsbewerber vorgeknöpft, die einen Klimawandel bestreiten. Ohne Namen zu nennen, sagte der frisch gebackene Oscar-Gewinner am Mittwoch in Tokio bei der Ankündigung eines Dokufilmprojekts zum Thema Klimaerwärmung, einigen Kandidaten sei nicht bewusst, was auf dem Spiel stehe. Es sollte keinen Kandidaten für das höchste Staatsamt geben, der kein Verständnis für die "moderne Wissenschaft" aufbringe, sagte DiCaprio.

Der rechtspopulistische republikanische Präsidentschaftsbewerber, Donald Trump, hatte vergangenes Jahr erklärt, dass er nicht an den Klimawandel glaube. Sein erzkonservativer Kontrahent Ted Cruz spricht von einer "pseudowissenschaftlichen Theorie".

Der Dokumentarfilm soll noch vor der US-Präsidentschaftswahl vom 8. November in die Kinosäle kommen. Wie DiCaprio mitteilte, reiste das Filmteam durch die Welt, um den Klimawandel zu dokumentieren - unter anderem nach China, Indien sowie an den Nord- und Südpol.

23. März: Jeb Bush warnt vor "Trumps von Spaltung und Vulgarität geprägtem Auftreten"

+++ Der als US-Präsidentschaftsbewerber der Republikaner ausgeschiedene Ex-Gouverneur von Florida, Jeb Bush, unterstützt nun die Bewerbung seines erzkonservativen Parteifreundes Ted Cruz. Dieser habe bewiesen, dass er die Wähler hinter sich vereinigen und bei den Vorwahlen siegen könne, erklärte Bush am Mittwoch. Trump liegt bei den Vorwahlen der Republikaner weiterhin deutlich in Führung. Er gewann am Dienstag die Vorwahl in Arizona. Bush rief die Republikanische Partei auf, sich hinter Cruz zusammenzuschließen. Trumps von "Spaltung und Vulgarität" geprägtes Auftreten müsse überwunden werden. Andernfalls drohe im Herbst ein Sieg der Demokraten.

+++ Republikaner und Demokraten halten am Dienstag Abstimmungen in weiteren Bundesstaaten ab. Anhänger beider Parteien sind in Arizona und Utah aufgerufen, über ihre Präsidentschaftskandidaten zu entscheiden. Die Demokraten halten außerdem eine Vorwahl in Idaho ab. Die Ergebnisse werden in der Nacht zum Mittwoch (MEZ) erwartet. 

+++ Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat die Abstimmung seiner Partei im Ausland gewonnen. Der 74-Jährige erhielt knapp 69 Prozent der Stimmen und sicherte sich damit neun Delegierte, wie die Partei am Montag mitteilte. Seine Konkurrentin Hillary Clinton kam auf knapp 31 Prozent und holte vier Delegierte.

Nach Angaben der Partei beteiligten sich weltweit 34.570 Menschen an der Vorwahl. Wahlzentren gab es in 38 Ländern. Auch Deutschland war dabei. Sanders setzte sich hierzulande mit 2103 zu 805 Stimmen gegen Clinton durch.

Die Ex-Außenministerin und frühere First Lady ist die Favoritin auf die Kandidatur der Demokraten. Sie hat bislang die meisten Vorwahlen gewonnen und führt bei den Delegierten, die offiziell auf den Parteitagen im Sommer über die Kandidatur entscheiden werden. Die Präsidentschaftswahl findet im November statt.

Trumps Meinung zum Nahost-Konflikt sorgt für Wirbel

+++ Hillary Clinton hat Donald Trump für seine Aussagen zum Nahost-Konflikt scharf kritisiert. Amerika könne niemals neutral sein, was Israels Sicherheit angehe, sagte die demokratische Bewerberin am Montag bei der Konferenz der einflussreichen pro-israelischen Lobby-Organisation Aipac in Washington. „Wir können nicht neutral sein, wenn Raketen auf Wohngebiete herabregnen, wenn Zivilisten auf der Straße erstochen werden, wenn Selbstmordattentäter Unschuldige angreifen.“

Trump hatte vor einigen Wochen gesagt, er wolle als Präsident ein neutraler Vermittler sein, was den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern angeht. Am Sonntag sagte er dem Sender ABC, er werde in seiner Rede vor der Aipac-Konferenz seine Ideen für Friedensgespräche umreißen. Er sollte am Abend dort sprechen. 

+++ Wieder ist es bei einem Wahlkampfauftrittdes republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump zu Gewalt gekommen. Wie aus einem Video des Senders NBC hervorgeht, wurde ein Demonstrant am Samstag in Tucson (Bundesstaat Arizona) von einem Kundgebungsteilnehmer mit der Faust geschlagen und getreten.

Der Vorfall ereignete sich, als der protestierende junge Mann von Sicherheitsleuten aus dem Saal gebracht wurde. Nach Angaben von NBC News wurde der Angreifer überwältigt, vorübergehend festgenommen und wegen tätlichen Angriffs angeklagt.

Auf dem Video ist auch ein Mann zu sehen, der eine weiße Ku-Klux-Klan-Haube trägt und anscheinend die Hand zum Hitler-Gruß erhebt. Trump kommentierte das nach Angaben des Senders während seiner Rede mit den Worten: „Das ist ein widerlicher Typ.“

+++ Ein offener Facebook-Brief an Donald Trump wird zum Rekord-Post: Bislang wurde noch kein Textbeitrag in dem sozialen Netzwerk so oft geteilt wie der kritische Brief des Journalisten Brandon Stanton, der sich äußerst kritisch mit der politischen Haltung Donald Trumps auseinandersetzt.

+++ Die renommierte britische Denkfabrik Economist Intelligence Unit hat vor einer möglichen Präsidentschaft Donald Trumps gewarnt. Dieser sei ein großes Risiko, hieß es. Für ihre Einschätzung gaben die Vordenker verschiedene Gründe an: Trumps abneigende Haltung gegenüber China, seine Ablehnung von Freihandelszonen und seine abfälligen Bemerkungen über Muslime.

+++ Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat vor "Ausschreitungen" gewarnt, wenn seine Partei ihn auf dem Nominierungsparteitag im Juli nicht zum Kandidaten kürt. "Ich denke, wir werden gewinnen, bevor wir den Parteitag erreichen", sagte Trump am Mittwoch dem Nachrichtensender CNN. Wenn er die nötige Hürde von 1237 Delegiertenstimmen knapp verfehlen sollte, müsse er dennoch "automatisch" nominiert werden.

"Wir liegen weit vor allen anderen", sagte der populistische Geschäftsmann. Für den Fall, dass die Führung der Republikaner ihm die Kandidatur auf einem umkämpften Parteitag verweigern würde, warnte er: "Ich denke, es würde Ausschreitungen geben. Ich repräsentiere eine enorme Zahl, viele, viele Millionen von Leuten."

15. März: Trump und Clinton in Missouri knapp vorn

+++ Bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Missouri zeichnen sich knappe Siege für den Republikaner Donald Trump und die Demokratin Hillary Clinton ab. Die Ergebnisse gelten aber laut Internetseite des Bundesstaates noch als vorläufig, weil die Auszählung der Briefwähler das Ergebnis noch verändern könnten. Die meisten führenden US-Medien wollten sich am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) noch nicht abschließend auf einen Sieger festlegen.

+++ Bei den US-Vorwahlen in fünf Bundesstaaten am Dienstag hat Hillary Clinton bisher vier Staaten für sich entschieden. Donald Trump gewann drei. Am frühen Mittwochmorgen standen noch die Ergebnisse aus Missouri aus. 

Floridas Senator Marco Rubio zog noch am Abend die Konsequenz aus der Niederlage in seinem Heimatstaat. Er beendete seinen Wahlkampf.

Obama ärgert sich über "vulgären" Ton im US-Präsidentschaftswahlkampf

+++ Ohne den populistischen Republikaner Donald Trump beim Namen zu nennen, hat US-Präsident Barack Obama den "vulgären und spaltenden" Ton im Rennen um seine Nachfolge beklagt. "Wir haben vulgäre und spaltende Rhetorik gehört, die sich gegen Frauen und Minderheiten richtet - gegen Amerikaner, die nicht wie 'wir' aussehen oder wie 'wir' beten", sagte Obama am Dienstag in Washington.

Der Präsident rief bei einem Treffen mit Kongressabgeordneten zur Selbstkritik auf. "Wir müssen uns alle fragen, was wir gemacht haben, das zu dieser böswilligen Atmosphäre in unserer Politik beigetragen haben könnte", sagte Obama. Nun müsse diese Entwicklung umgekehrt werden, da diese Tendenzen die Demokratie der Vereinigten Staaten gefährden könnten.

+++ Am Dienstag stehen wichtige Entscheidungen an: Bei den Republikanern geht es in Florida und Ohio um Alles oder Nichts. Verkleinert sich das Feld der Konservativen weiter? Trump setzt auf Sieg.

+++ Donald Trump hat die Vorwahl der Republikaner im US-Außengebiet Marianen für sich entschieden. Der umstrittene Immobilienunternehmer bekam am Dienstag knapp 73 Prozent der Stimmen, wie die republikanische Partei der Marianen mitteilte. Er lag deutlich vor seinem schärfsten Konkurrenten Ted Cruz. Der Senator von Texas holte 24 Prozent.

Insgesamt beteiligten sich 471 Menschen an der Abstimmung. Es ging um neun Delegierte. Da im Alles-oder-Nichts-Verfahren gewählt wurde, konnte Trump alle auf sich vereinen. 

Vorwahlen in fünf Bundestaaten

+++ In fünf US-Bundesstaaten gehen an diesem Dienstag möglicherweise entscheidende Vorwahlen im Rennen um das Weiße Haus über die Bühne. Die Republikaner fällen in den großen Bundesstaaten Florida und Ohio Alles-oder-Nichts-Entscheidungen. Der Sieger bekommt dort jeweils alle zu vergebenden Delegierten für den Nominierungsparteitag im Juli.

Ohios Gouverneur John Kasich führt in seinem Heimatstaat nach Umfragen hauchdünn vor Donald Trump. In Florida liegt der Quereinsteiger klar vor Senator Marco Rubio, der aus dem Sonnenstaat kommt, seinen Heimvorteil aber bisher nicht ausspielen konnte.

Gewählt wird auch in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Illinois, Missouri und North Carolina. Ergebnisse werden zu deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch erwartet.

+++ Die Polizei im US-Bundesstaat North Carolina will wegen eines gewalttätigen Vorfalls bei einer Kundgebung kein Verfahren gegen den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump eröffnen. Die Beweise reichten nicht aus, um den Straftatbestand der Anstachelung zu Ausschreitungen zu erfüllen, hieß es in einer Stellungnahme der Polizei von Cumberland, aus der mehrere Medien übereinstimmend zitierten.

Bei der Veranstaltung in Fayetteville am vergangenen Mittwoch hatte ein Unterstützer Trumps einem farbigen Studenten mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Mann wurde festgenommen. Die Polizei prüfte daraufhin am Montag, ob Trump oder sein Wahlkampfteam das Publikum zu Gewalt angestachelt hätten.

11. März: Faustschlag bei Trump-Veranstaltung

+++ Das Klima im US-Wahlkampf wird immer hitziger. Es kommt sogar zu Gewalt. Im Mittelpunkt steht der republikanische Populist Donald Trump. Viele stellen die Frage: Ist er selber an der Eskalation Schuld?

+++ Mehrere tausend Menschen haben in Chicago gegen eine Veranstaltung des umstrittenen republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump protestiert. Der 69-Jährige sagte seinen Auftritt am Freitagabend (Ortszeit) daraufhin ab, wie sein Kampagnenteam mitteilte. Der Schritt wurde mit Sicherheitsbedenken begründet. Etlichen Demonstranten war es gelungen, in die Halle einzudringen. Auf Bildern war zu sehen, wie manche Wahlkampfschilder zerrissen. Bei der Aktion soll es zu Auseinandersetzungen mit Unterstützern von Trump gekommen sein.

+++ Gabriel glaubt, dass sich im Sog der Flüchtlingskrise in Deutschland immer stärker eine Wut auf Politiker und das ganze politische System in die Mitte der Gesellschaft frisst - im Prinzip seien dann Verhältnisse wie in den USA nicht mehr ganz weit entfernt: „Der Trump, obwohl er selber zum Establishment gehört, dem gelingt es ja, sozusagen einen Teil der Bevölkerung gegen das Establishment zu mobilisieren“, erzählte der SPD-Chef am Mittwoch vor Journalisten. „Soweit sind wir Gott sei Dank noch nicht in Deutschland.“

In düsteren Träumen habe er jedoch Angst, dass die Trump-Welle wie so vieles aus den Staaten in einem Jahrzehnt „auch zu uns herüberkommt“. Gabriels Antwort ist ein Milliardenpaket für sozial Schwache - die Union lässt ihn bislang abblitzen.

+++ Was sind das eigentlich für Menschen, die dem republikanischen Kandidaten Donald Trump solche Wahlerfolge bescheren? Ein Blick auf die Detail-Analyse bestätigt einige Klischees. Manche Eckdaten sind allerdings völlig überraschend.

Steinmeier warnt in Washington vor Politik der Angst

+++ Im Netz wurde heftig über die Vorwahlen gezwitschert und gepostet. Besonders der Erfolg von Donald Trump am Super Tuesday schockiert die Netzgemeinde. Eine Netz-Schau der Reaktionen.

+++ Ohne den Immobilienmogul beim Namen zu nennen hatte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei seinem Washington-Besuch vor einer "Politik der Angst" im US-Wahlkampf gewarnt. "Mauern zu bauen ist eine sehr schlechte Idee - egal wer dafür bezahlt", sagte Steinmeier mit Blick auf Trumps Plan, im Kampf gegen illegale Einwanderung die US-Grenze zu Mexiko abzuriegeln und das Nachbarland für den Bau der Mauer zahlen zu lassen.

+++ Wenn Donald Trump Präsident der USA werden würde, wäre das eine echte Chance für uns, meint merkur.de-Autor Mark Bihler in seinem Kommentar, denn damit wäre der Untergang der Weltmacht USA besiegelt. Lesen Sie hier den ganzen Kommentar über Risikos und Chancen in einer Welt mit Trump.

+++ Mittlerweile steht fest, dass Ted Cruz die Vorwahl in Alaska gewonnen hat. Das berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend. Der erzkonservative Senator aus Texas landete in dem Bundesstaat knapp vor Donald Trump. Cruz entschied damit am „Super Tuesday“ drei der elf Vorwahlen der Republikaner für sich. Trump gewann sieben, Senator Marco Rubio aus Florida eine.

Ein Überblick darüber, wer bisher welchen Bundesstaat für sich entschieden hat:

Bei den REPUBLIKANERN:

Donald Trump: Alabama, Arkansas, Georgia, Massachusetts, Tennessee, Vermont, Virginia

Ted Cruz: Oklahoma, Texas, Alaska

Marco Rubio: Minnesota

Bei den DEMOKRATEN:

Hillary Clinton: Alabama, Arkansas, Georgia, Massachusetts, Tennessee, Texas, Virginia. Sie gewann auch die Vorwahl im US-Außengebiet Samoa.

Bernie Sanders: Colorado, Minnesota, Oklahoma, Vermont

In Colorado haben nur die Demokraten gewählt. Daher gibt es keinen republikanischen Gewinner in diesem US-Bundesstaat. In Alaska haben nur die Republikaner gewählt.

Trump nimmt die deutsche Flüchtlingspolitik ins Visier

+++ Wenn die Deutschen wählen könnten, wäre Hillary Clinton längst Präsidentin der USA. Ganze 74 Prozent der Bundesbürger würden für die Kandidatin der Demokraten stimmen, das ergab eine Umfrage der "Bild am Sonntag". Auch die Bundesregierung schließt sich dieser Meinung an.

+++ Nach seinem Triumph beim "Super Tuesday" hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump erneut die deutsche Flüchtlingspolitik ins Visier genommen. "Schaut nach Deutschland und Schweden und schaut einige dieser Orte an, das ist ein Desaster", sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit). Wegen der Flüchtlinge aus muslimischen Ländern drohe der Bundesrepublik ein "radikalislamischer Terrorismus".

Der populistische Geschäftsmann, der am Dienstag mindestens sieben der elf Vorwahlen der Republikaner für sich entscheiden konnte, hatte mit der Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime in die USA für Empörung gesorgt. "Wir werden keine Leute in unser Land lassen, von denen wir nicht wissen, wer sie sind", bekräftigte er in seiner Siegesrede. "Sie sind jung und stark und kräftig - warum sind sie nicht zurück und kämpfen für ihr Land?"

Trump: "Simpel, mächtig, strafend"

+++ Würde jetzt USA-weit gewählt, würde Trump nach einer CNN-Umfrage sowohl gegen Clinton als auch gegen Sanders verlieren. 

+++ Das Nachrichtenportal Vox.com zitiert Politikforscher, die überzeugend darlegen, Trump sei erst der Anfang einer grundstürzenden Entwicklung: die USA auf dem Weg zu einem Obrigkeitsstaat. Trump verkörpere die Führungseigenschaften des Autoritarismus: simpel, mächtig, strafend.

+++ Die frühere US-Außenministerin Clinton gewann zunächst mit Texas, Tennessee, Virginia, Georgia, Alabama, Massachusetts und Arkansas mindestens sieben der elf Staaten sowie das Außengebiet in Samoa. Der umstrittene Immobilien-Milliardär Trump siegte in mindestens sechs Staaten: Georgia, Alabama, Massachusetts, Virginia und Tennessee und Arkansas. Er verlor aber den wichtigen Staat Texas an dessen erzkonservativen Senator Ted Cruz. Lesen Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse vom Super Tuesday.

Alle News zur US-Wahl 2016 vom Super Tuesday

+++ Bei den Republikanern zog Multimilliardär Donald Trump als Favorit in die Rennen, bei den Demokraten liegt Ex-Außenministerin Hillary Clinton klar vorn. Die ersten Wahllokale öffneten bereits um fünf Uhr morgens.

+++ Mit der Vorwahl im Bundesstaat Vermont hat in den USA einer der wichtigsten Tage im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei Demokraten und Republikanern begonnen. Manche Wahllokale in dem kleinen Staat im Nordosten öffneten bereits um 05.00 Uhr (Ortszeit/11 Uhr MEZ).

Die ersten Wahllokale an der Ostküste schließen um 19.00 Uhr (Ortszeit/Mittwoch 1 Uhr MEZ). Danach werden erste Ergebnisse auf der Grundlage von Nachwahlbefragungen erwartet. Durch die Zeitzonen und auch unterschiedliche Wahlverfahren wird sich die Bekanntgabe von Ergebnissen über viele Stunden hinziehen.

+++ Vorwahlen, Super Tuesday, Caucuses oder Primaries: Das Wahlsystem in den USA wird dem ein oder anderen hier durchaus kompliziert und verwirrend vorkommen. Hier werden die wichtigsten Fragen geklärt.

+++ Apropos Donald Trump. Der Erfolg des Milliardärs bei den Vorwahlen der Republikaner und die daraus durchaus realistisch folgende Kandidatur um die US-Präsidentschaft im Herbst ist für viele Deutsche unerklärbar. Für unsere Redakteurin Christine Novotny wäre ein Erfolg von Trump bei der US-Wahl 2016 ein absolutes Unding.

+++ Donald Trump bekommt Unterstützung von Frankreichs prominentesten Rechtsexremen. "Wenn ich Amerikaner wäre, würde ich Trump wählen ... möge Gott ihn schützen", schrieb der Gründer und Ex-Chef der Front National (FN), Jean-Marie Le Pen, am Samstagabend beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Jean-Marie Le Pens Tochter, die FN-Chefin Marine Le Pen, hatte gegen ihren Vater wegen Streitigkeiten über dessen offen rassistische und fremdenfeindliche Rhetorik einen Parteiausschluss erwirkt. Jean-Marie Le Pen bezeichnete die Gaskammern der NS-Konzentrationslager wiederholt als "Detail" der Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Der 87-Jährige wurde deswegen bereits mehrfach verurteilt.

+++ Mit großen, wichtigen und stimmreichen Staaten haben es vor allem drei Vorwahl-Dienstage im März in sich.

Für den Gesamtsieg braucht ein Bewerber bei den Republikanern 1237 Delegierte. Bei den Demokraten muss der Sieger mindestens 2383 Delegierte auf sich vereinen.

US-Wahl 2016: Zeitplan für Anfang März

SUPER TUESDAY, 1. März, 12 Staaten

- Alabama, Alaska (nur Republikaner), Arkansas, Colorado, Georgia, Massachusetts, Minnesota, Oklahoma, Tennessee, Texas, Vermont, Virginia. Außengebiet Amerikanisch Samoa (nur Demokraten). Vom 1. bis 7. März wählen außerdem die Demokraten im Ausland.

- Es geht an diesem Tag um rund 1000 Delegierte der Demokraten, das entspricht etwa 20 Prozent der Gesamtzahl. Bei den Republikanern werden 600 Delegierte vergeben, das ist etwa ein Viertel aller.

SAMSTAG, 5. März, 5 Staaten

- Kansas, Kentucky (nur Republikaner), Louisiana, Maine (nur Republikaner) und Nebraska

- Bei den Demokraten werden 126 Delegierte vergeben und bei den Republikanern 155

DIENSTAG, 8. März, 4 Staaten:

- Hawaii (nur Republikaner), Idaho (nur Republikaner), Michigan, Mississippi

- Am 8.3. werden bei den Demokraten rund 180 Delegierte vergeben und bei den Republikanern 140.

DIENSTAG, 15. März, 6 Staaten:

- Florida, Illinois, Missouri, North Carolina, Außengebiet nördliche Marianen (nur Republikaner), Ohio

- Bei den Demokraten werden etwa 700 Delegierte vergeben, mit diesem Tag sind 50 Prozent aller ihrer Delegierter bestimmt. Bei den Republikanern geht es um rund 355 Delegierte, insgesamt sind es nach dem 15. März bereits 61 Prozent aller.

Irre Kampagne macht sich über Trumps Namen lustig

Im Internet sorgt der US-Late-Night Star John Oliver für Furore: Mit einer Kampagne will er erreichen, dass der republikanische Präsidentschaftsbewerber und Milliardär Donald Trump wieder den alten Namen seiner Familie annimmt: "Drumpf". Die Aktion schlägt hohe Wellen...

Am Dienstag fällt eine Vorentscheidung im Wahlkampf. Gewinnen Donald Trump und Hillary Clinton die Vorwahlen, dann dürfte ihnen die Kandidatur kaum mehr zu nehmen sein. Warum der "Super Tuesday" so wichtig ist, lesen Sie hier.

28. Februar: Clinton siegt haushoch

+++ Mit einem überragenden Vorwahlsieg in South Carolina geht Ex-Außenministerin Hillary Clinton gestärkt in die Wahlen am bevorstehenden "Super Tuesday". Clinton gewann die Vorwahl um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in dem US-Südstaat am Samstag haushoch gegen ihren innerparteilichen Widersacher Bernie Sanders. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam die ehemalige First Lady auf 73,5 Prozent, Sanders lediglich auf 26 Prozent. Laut Nachwahlbefragungen stimmten 86 Prozent der afroamerikanischen Wähler für Clinton.

"Morgen wird diese Kampagne national", sagte Clinton unter dem Jubel ihrer Anhänger in Columbia. "Wir werden um jede Stimme in jedem Staat kämpfen." Clinton geht nun gestärkt in den "Super Tuesday" am Dienstag, wenn Demokraten und Republikaner in je elf Bundesstaaten Vorwahlen abhalten.

Sanders räumte in einer Erklärung seine Niederlage ein und gratulierte Clinton. Zugleich zeigte er sich kämpferisch: "Lasst es mich klar sagen heute Abend. Diese Kampagne beginnt gerade erst. Wir haben einen entscheidenden Sieg in New Hampshire errungen. Sie hatte einen entscheidenden Sieg in South Carolina. Jetzt geht es um den Super Tuesday."

Trump und Rubio steigern ihre Attacken

+++ Im republikanischen US-Wahlrennen fliegen die Fetzen zwischen Multimilliardär Donald Trump und seinem Rivalen Marco Rubio immer stärker. Trump nannte den Senator aus Florida am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt in Arkansas ein „leichtgewichtiges kleines Nichts“, einen Fiesling und einen Lügner, der noch schlimmer sei als der texanische Senator Ted Cruz. Rubio seinerseits warnte mit Blick auf Trump davor, die konservative Bewegung einem „Schwindler“ zum Opfer fallen zu lassen. Der Immobilienmogul führt bisher das republikanische Bewerberfeld an. Rubio und Cruz versuchen, ihn zu stoppen: Am Dienstag, dem „Super Tuesday“, stehen gleich auf einen Schlag republikanische Vorwahlen in zwölf Bundesstaaten an.

+++ Nach seinen Siegen in drei der ersten vier Vorwahlen der US-Republikaner ist der Geschäftsmann Donald Trump von seinen Rivalen Marco Rubio und Ted Cruz scharf attackiert worden. In der letzten Fernsehdebatte vor dem "Super Tuesday", wenn die republikanische Basis in elf Bundesstaaten abstimmt, warf Rubio dem Immobilientycoon vor, auf seinen Baustellen in den 1980er Jahren illegale Einwanderer beschäftigt zu haben.

"Polnische Arbeiter. Eine Strafe von einer Million Dollar, weil er polnische Arbeiter bei einem seiner Projekte beschäftigt hat", sagte Rubio am Donnerstagabend bei der Debatte im texanischen Houston. Mit Blick auf Trumps Plan einer Mauer an der Grenze zu Mexiko fügte er später hinzu: "Wenn er die Mauer auf die Weise baut, wie er die Trump Tower gebaut hat, dann wird er dabei illegale Einwanderer einsetzen."

Trump entgegnete scharf auf Rubios Breitseite: "Ich bin der einzige auf dieser Bühne, der Leute eingestellt hat. Du hast niemanden eingestellt." Doch der Senator schoss zurück und sprach die Herkunft des Milliardärs aus reichen Verhältnissen an: "Wenn er nicht 200 Millionen geerbt hätte, wisst ihr, wo Donald Trump jetzt wäre? Uhren verkaufen in Manhattan."

Cruz ging Trump bei der vom Nachrichtensender CNN übertragenen Debatte ebenfalls hart an und warf dem Geschäftsmann Opportunismus bei dessen populistischen Äußerungen in der Einwanderungspolitik vor. Der erzkonservative Senator sagte, als er selbst im Jahr 2013 im Kongress gegen ein Einwanderungsgesetz gekämpft habe, habe Trump die Reality-TV-Show "Celebrity Apprentice" moderiert und dort gerade den früheren Basketball-Profi Dennis Rodman gefeuert.

Auch bei der Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama geriet Trump unter Druck. Rubio warf ihm vor, einige Elemente von Obamacare wie die Versicherungspflicht aller Bürger zu unterstützen und keinen Plan für einen Ersatz zu haben. Cruz legte derweil nahe, dass Trump finanzielle Unregelmäßigkeiten verbergen könnte, weil er bislang keine Steuererklärung veröffentlicht habe.

In der Außenpolitik kritisierte Cruz den Geschäftsmann dafür, nicht an der Seite von Israel zu stehen und eine neutrale Haltung bei Verhandlungen über ein Friedensabkommen mit den Palästinensern einnehmen zu wollen. Dies sei ein weiterer Bereich, bei dem Trump mit der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton übereinstimme. Rubio ergänzte: Die Lösung des Nahostkonfliktes sei "kein Immobiliendeal".

25. Februar: Biden kritisiert Trump-Rhetorik gegen Migranten

+++ US-Vizepräsident Joe Biden hat während eines Besuches in Mexiko indirekt den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump für seine Attacken auf Migranten kritisiert. Einige Kommentare von Kandidaten aus dem anderen Lager im US-Wahlkampf seien gefährlich und schädlich, sagte der Demokrat Biden am Donnerstag während eines Wirtschaftsforums in Mexiko-Stadt. Diese Kommentare spiegelten die Ansichten des amerikanischen Volkes nicht wider, zitierten ihn örtliche Medien weiter. Den Namen Trump nannte Biden nicht.

+++ Noam Chomsky, einer der großen linken Intellektuellen der USA, sieht Donald Trumps Erfolg als das Ergebnis einer im Neoliberalismus zusammengebrochenen Gesellschaft. „Die Menschen fühlen sich isoliert, hilflos und als das Opfer mächtiger Kräfte, die sie nicht verstehen und beeinflussen können“, sagte Chomsky (87) im Interview mit der US-Newsseite Alternet.Er sei alt genug, um die jetzige Situation im Wahlkampf der USA mit den 30er Jahren zu vergleichen, sagte Chomsky. „Objektiv waren Armut und Leid viel größer. Aber sogar unter den Armen und Unbeschäftigten gab es ein Gefühl der Hoffnung, das heute fehlt.“

Der Multimilliardär Trump liegt derzeit nach drei Vorwahl-Siegen in Folge unter den republikanischen Bewerbern im Rennen um das Weiße Haus mit Abstand vorne.

Die Positionen Bernie Sanders', der sich für die Demokraten als „demokratischer Sozialist“ bewirbt, mochte Chomsky nicht unterstützen. Sanders fordert etwa eine Zerschlagung mehrerer Großbanken. Chomsky: „Die Konsequenzen müssten sorgfältig erwogen werden. Das habe ich nicht getan.“ Chomsky ist emeritierter Professor für Linguistik und seit rund 50 Jahren profilierter Kritiker US-amerikanischer Politik.

Trump gewinnt Vorwahlen in Nevada

+++ Unmittelbar nach dem Ende der Vorwahl in Nevada hat sich der republikanische Bewerber Donald Trump als Sieger gefeiert. „Vor ein paar Monaten hat niemand erwartet, dass ich hier gewinnen werde“, sagte der 69-Jährige am Dienstagabend (Ortszeit) in Las Vegas. „Und ich gewinne, gewinne, gewinne. Und bald wird auch das Land wieder gewinnen, gewinnen, gewinnen.“ Hochrechnungen zufolge lag Trump deutlich vor seinen Hauptkonkurrenten Marco Rubio und Ted Cruz gewonnen. Trump hatte bereits die Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina gewonnen.

+++ Der umstrittene Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat die Vorwahl der Republikaner im US-Bundesstaat Nevada laut Hochrechnungen mehrerer Fernsehsender gewonnen. Schon kurz nach dem Ende der letzten Wählerversammlung in dem Bundesstaat im Westen der USA erklärte CNN den 69-Jährigen zum Sieger. Er lag deutlich vor seinen Hauptkonkurrenten Marco Rubio und Ted Cruz.

Ted Cruz entlässt Wahlkampfsprecher wegen Facebook-Video

+++ Die US-Präsidentschaftsbewerber diskutieren jetzt auch bei den „Simpsons“. In einem vom TV-Sender Fox im Internet veröffentlichten Video führt der viele Streit zwischen den Bewerbern bei Marge zu Alpträumen.

+++ Am Anfang wirkte Donald Trump wie eine Karikatur. Eine Lachnummer, um die Welt zu unterhalten. So langsam aber kann einem angst und bange werden, findet unser Merkur-Redakteur Mike Schier. Den ganzen Kommentar gibt es auf merkur.de

+++ Der US-Präsidentschaftsbewerber Ted Cruz hat seinen Wahlkampfsprecher entlassen, nachdem dieser den christlichen Glauben von Konkurrent Marco Rubio in Zweifel gezogen hatte. Hier erfahren Sie mehr über den Skandal.

+++ Bei den Demokraten fuhr Hillary Clinton in Nevada einen wichtigen Sieg ein. Die frühere Außenministerin setzte sich knapp gegen ihren letzten verbliebenen innerparteilichen Kontrahenten, Senator Bernie Sanders aus Vermont durch. Clinton kam auf rund 52 Prozent der Stimmen, für Sanders votierten 48 Prozent. Der 74-Jährige gratulierte der Siegerin telefonisch.

+++ Der Multimilliardär Trump landete in South Carolina mit etwa 32,5 Prozent auf Platz eins. Das Rennen um Platz zwei war bis zum Ende der Auszählung offen. Floridas Senator Marco Rubio und Ted Cruz, der Senator aus Texas waren bei je etwa 164 000 Stimmen nur wenige hundert Voten auseinander. Rubio lag bei 99,8 Prozent der Stimmen leicht vorne. In dem von den besonders strenggläubigen Evangelikalen und Tea-Party-Anhängern geprägten Staat war Cruz von einem weit besseren Abschneiden ausgegangen. Bush kam auf Platz vier (etwa 7,9 Prozent), dahinter Ohios Gouverneur John Kasich (7,6) und der Ex-Neurochirurg Ben Carson (7,2).

20. Februar: Jeb Bush gibt bei US-Wahl auf

+++ Jeb Bush, Sohn und Bruder früherer US-Präsidenten, beendet seinen Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Er zog in der Nacht zum Sonntag, 21. Februar die Konsequenzen aus seinen schlechten Ergebnissen bei den ersten Vorwahlen. Der frühere Gouverneur Floridas sagte, er akzeptiere das Votum der Wähler. In South Carolina kam Bush nur auf Platz vier. Bush war als Top-Favorit in den Wahlkampf gestartet. Trotz millionenschwerer Unterstützung konnte er aber zu keinem Zeitpunkt ausreichend Wähler gewinnen.

+++ Die Tendenz hat sich bestätigt: Sowohl Bernie Sanders als auch Donald Trump gingen als Sieger bei den Vorwahlen in New Hampshire hervor.

+++ Nach ihrer deutlichen Niederlage bei der Vorwahl der US-Demokraten in New Hampshire hat die frühere Außenministerin Hillary Clinton ihren Rivalen Bernie Sanders in einer Fernsehdebatte hart attackiert. Clinton warf dem selbsterklärten "demokratischen Sozialisten" am Donnerstagabend (Ortszeit) vor, mit seinen Plänen den Staat aufzublähen. Die Vorhaben des Senators würden den Umfang der Staatsausgaben in Washington um 40 Prozent erhöhen, sagte sie.

Clinton kritisierte in der vom Fernsehsender PBS übertragenen Debatte in Milwaukee vor allem Sanders' Idee für eine staatliche Krankenversicherung. Das Versprechen des Senators, dass höhere Steuern für die Mittelschicht durch Einsparungen bei den Gesundheitskosten ausgeglichen würden, sei "nicht haltbar". Sanders entgegnete, dass Clinton die Wähler mit ihrer Kritik in die Irre führe. "Ich weiß nicht, mit welchen Volkswirten Außenministerin Clinton redet", sagte er.

+++ Bei den Republikanern gewann der erzkonservative Senator Ted Cruz den Vorwahl-Auftakt in Iowa, in New Hampshire siegte der rechtspopulistische Milliardär Donald Trump. Die nächste Vorwahl der Demokraten findet am 20. Februar in Nevada statt, die Präsidentschaftsbewerber der Republikaner treten an diesem Tag in South Carolina gegeneinander an.

+++ Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush setzt nun auf die Hilfe von Ex-US-Präsident George W. Bush. Jeb Bush veröffentlichte am Donnerstag bei Twitter ein Foto von sich und seinem älteren Bruder und lud seine Anhänger für Montag nach Charleston ein, wo am 20. Februar Vorwahlen stattfinden. Dies ist der erste Wahlkampfauftritt des ehemaligen Präsidenten für seinen Bruder. Er findet im Bundesstaat South Carolina statt, wo George W. Bush bei Vorwahlen im Jahr 2000 53 Prozent der Stimmen geholt hatte.

10. Februar: Zwei republikanische Kandidaten geben auf

+++ Nach ihrem schlechten Abschneiden bei der Vorwahl im US-Bundesstaat New Hampshire steigen zwei weitere Republikaner aus dem Rennen um das Weiße Haus aus. Chris Christie und Carly Fiorina beendeten am Mittwoch ihre Kampagnen. Christie erklärte, er verabschiede sich ohne einen Funken des Bedauerns. Er sei stolz auf sein Team und die Kampagne.

+++ In New Hampshire gibt es mehrere Städte, die den Ausgang der Kandidatenkür bei den Republikanern und Demokraten in der Vergangenheit bislang immer richtig vorhergesagt haben. Bei den Vorwahlen gewannen dort seit 1952 immer diejenigen Bewerber, die am Ende auch zu Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei nominiert wurden, wie die Zeitung „Union Leader“ berichtete.

Geht es nach diesem Städte-Orakel, wird die Präsidentschaftswahl im November 2016 zwischen Donald Trump und Bernie Sanders entschieden. Die Orte East Kingston, Lancaster, Newmarket, Pembroke, Rochester, Sanbornton und Washington sind die zuverlässigen Quellen für den Kandidaten der Republikaner. Für die Demokraten sind es Epping, Hudson, Kingston, Laconia, Merrimack und Rollinsford. In diesem Jahr waren sich sogar alle Städte bei beiden Bewerbern einig.

Schnupper-Vorwahl in New Hampshire: Sanders klar vor Clinton 

+++ Nach seinem Sieg in New Hampshire hat Bernie Sanders innerhalb eines Tages mehrere Millionen an Spenden eingesammelt. Seitdem die Wahllokale am Dienstag schlossen, kamen nach Angaben seiner Kampagne mehr als sechs Millionen US-Dollar (etwa 5,3 Millionen Euro) zusammen. Sanders holte bei der Vorwahl in dem nordöstlichen Bundesstaat 60 Prozent der Stimmen und hatte satte 22 Punkte Abstand auf Clinton (38 Prozent).

Es hängt auch vom Geld ab, wie lange der 74-Jährige noch gegen seine Konkurrentin durchhält. 75,1 Millionen US-Dollar hatte der Senator von Vermont laut „New York Times“ bis Ende Januar zusammen, 46,7 Millionen hat er davon schon ausgegeben.

9. Februar: Bloomberg erwägt Kandidatur

+++ Während ganz Amerika bei den Vorwahlen auf New Hampshire blickt, sorgt New Yorks ehemaliger Bürgermeister Michael Bloomberg für Aufsehen. Der momentan parteilose 73-Jährige bestätigte der Financial Times, dass er sich eine Kandidatur im US-Präsidentschaftsrennen vorstellen könnte. Er prüfe im Moment "alle Optionen". Entsprechende Gerüchte kamen bereits Ende Januar auf, als die New York Times von Bloomberg Überlegungen berichtete. Besonders interessant sind die Gründe, weshalb er eine Kandidatur erwägt.  

+++ Nach der Wahl ist vor der Wahl: Donald Trump ging nach seiner Niederlage gegen Ted Cruz bei den Vorwahlen in Iowa jetzt wieder zu Angriff über: Auf Twitter schimpfte Trump am Mittwoch nach seiner Wahlschlappe: "Ted Cruz didn't win Iowa, he stole it" (zu deutsch: "Ted Cruz hat Iowa nicht gewonnen , er hat es gestohlen".

+++ Nach dem Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Demokraten, in dem Hillary Clinton den Senator Bernie Sanders nur um Haaresbreite hinter sich ließ, richten sich alle Blick auf die nächsten Vorwahlen in New Hampshire. Clinton erklärte am Mittwoch in Nashua zu den Wahlen in New Hampshire, dass sie "den Senator von Vermont (Sanders, Anm. d. Red.) in einem Wettstreit der Ideen schlagen werde".   

+++ Bringt Iowa die Wende? So sehr der Republikaner-Kandidat Donald Trump bisher im US-Wahlkampf vor allem durch seine aggressive und rüpelhafte Art im Fokus stand, so stark ist die Morgenluft, die seine Kontrahenten bei den Republikanern durch die Niederlage des Milliardärs wittern. In vielen US-Presseorganen wird am Mittwoch thematisiert, wie das Abschneiden Trumps die anderen Bewerber ermuntert.   

Senator Ted Cruz, der Trump in Iowa überrundetet stichelte am Mittwoch gegen seine polternden "Parteifreund"  mit dem Hinweis wie bitter er von Trump attackiert wurde. "Tiefe Unsicherheit und Schwäche" stellte Kandidat Jeb Bush nach der Niederlage bei Trump fest. „Chris“ Christie, Gouverneur von New Jersey, nannte Trump sarkastisch "Donald, den Großartigen".

3. Februar: Erster Bewerber gibt schon auf  

Rand Paul ist aus dem Rennen um das Weiße Haus ausgestiegen.

+++ Im Wettlauf um die um die 58. Präsidentschaft der Vereinigten Staaten von Amerika gibt nach den Vorwahlen in Iowa ein Bewerber schon auf: Der US-Sender "CNN" meldet am Mittwochnachmittag, dass Rand Paul aufgeben hat. Der Senator aus Kentucky war bei den Republikanern als Präsidentschaftskandidat angetreten. In Iowa hatte Paul am Montag lediglich 4,5 Prozent der Stimmen bei den Republikanern geholt.

+++ Mit diesen Stimmergebnissen endeten am Dienstagabend die Vorwahlen in Iowa:
Republikaner: Ted Cruz 28 %, Donald Trump 24%, Marco Rubio 23%
Demokraten:  Hillary Clinton 49,8%, Bernie Sanders 49,6%, O-Malley 0,6%

+++ Bei den Republikanern das Feld von hinten aufrollen könnte Kandidat Marco Rubio auch nach Einschätzung der Londoner "Times". Die renommierte Tageszeitung kommentiert: „Die meisten Mainstream-Republikaner fühlen sich dadurch bestätigt, dass Marco Rubio, der Senator aus Florida, besser als erwartet abgeschnitten hat. Obwohl Ted Cruz in Iowa gewonnen hat, ist es nicht wahrscheinlich, dass er in Bundesstaaten mit weniger evangelikalen Wählern Erfolg haben wird. Rubio kommt da nach allen Meinungsumfragen besser an. Und nach Iowa hat er sich unter den moderaten Republikanern ganz vorne positioniert."

+++ Auf den ersten Blick heißen die Gewinner der Vorwahl in Iowa Clinton und Cruz. Doch Beobachter der Szene haben nun einen weiteren Kandidaten im Visier, der in Iowa unerwartet gut abschnitt: Marco Rubio, 44-jähriger Senator aus Florida, könnte der Favorit jener Wähler werden, die mit Hardlinern nichts anfangen können. Der Republikaner Rubio  gilt als gemäßigt und dürfte bei der nächsten Vorwahl in New Hampshire gut Chancen haben.

+++ Bei Twitter wird die Besonderheit des - hauchdünnen - Erfolgs von Hillary Clinton herausgehoben: "Mit ihrem historischen Sieg bei den Vorwahlen in Iowa hat Hillary vollendet, was keine Frau vor ihr jemals geschafft hat".

+++ Donald Trump lässt sich nach seiner Niederlage in Iowa mit nachdenklicher Miene  ablichten  - unterwegs nach New Hampshire:

Entscheidungen per Münzwurf

+++ Wegen organisatorischer Probleme ist bei den Vorwahlen im US-Staat Iowa in mehreren Wahlkreisen letztendlich per Münzwurf entschieden worden. Bei einer Versammlung am Montagabend in einem Wahlkreis in Des Moines schien bei den Demokraten beispielsweise zunächst alles klar: Hillary Clinton bekam bei der Abstimmung per Handzeichen die Mehrheit und so die meisten Delegierten.

Da jedoch beim Nachzählen Dutzende Wähler vorzeitig nach Hause gegangen waren, kam man plötzlich zu einem anderen Ergebnis: ein Delegiertenplatz blieb offen. Schließlich wurde per Münzwurf zwischen Clinton und ihrem schärfsten Konkurrenten Bernie Sanders entschieden - Clinton bekam den zusätzlichen Delegierten. Der Zeitung „Des Moines Register“ zufolge kam es in mindestens fünf Bezirken zu einem solchen wahlentscheidenden Münzwurf.

+++ Nach seiner Niederlage bei den Vorwahlen in Iowa hat der Republikaner Donald Trump die Schuldigen ausgemacht und öffentlich beschimpft. Der umstrittene Politiker sagte, die „unfaire Berichterstattung“ in den Medien habe ihn den Sieg gekostet.

Cruz verweist Trump auf den 2. Platz  

+++ Bei den Republikanern hat Ted Cruz die ersten Vorwahlen zur US-Wahl in Iowa für sich entschieden und den umstrittenen Kandidaten Donald Trump auf den zweiten Platz verwiesen.

+++ Bei den Demokraten, die nur zwei Kandidaten ins Vorwahl-Rennen schicken, ging es deutlich knapper aus: Hillary Clinton und Bernie Sanders liegen praktisch gleich auf - die Frau des früheren US-Präsidenten Bill Clinton lag hauchdünn vorne und gewann damit die Vorwahl in Iowa. Der dritte Kandidat, Martin O'Malley, gab seine Kampagne auf.

+++ Am 2. Februar 2016 haben in den USA die Vorwahlen für die US-Präsidentschaftswahl am 8. November begonnen. Momentan sind mehrere Kandidaten bei den Republikanern und zwei Kandidaten bei den Demokraten im Rennen. In den Vorwahlen, die bis 14. Juni gehen, entscheidet sich, welchen Kandidaten die beiden Parteien ins Rennen um das oberste Amt des Landes schicken.

+++ Bei den Demokraten hat Hillary Clinton derzeit die besten Aussichten auf Erfolg bei der US-Wahl, bei den Republikanern messen sich aktuell noch Donald Trump, Ben Carson, Jeb Bush, Ted Cruz und Marco Rubio miteinander. Insgesamt konkurrieren bei den Republikanern derzeit elf Kandidaten.

US-Wahl 2016: Alle Informationen zu TV-Duellen und Vorwahlen

Bleiben Sie auf dem Laufenden: Alles zur Wahl am 8. November sowie zu den Vorwahlen und TV-Duellen finden Sie auf unserer Themenseite zur US-Wahl 2016 bei Merkur.de.

pak, sah, js, lp, wes, AFP, dpa

Stimmen Sie ab, wer Ihrer Meinung nach die US-Wahl 2016 gewinnt: Wem geben Sie Ihre Stimme?

Party in den USA endet in Feuer-Hölle: Bis zu 40 Tote befürchtet

Party in den USA endet in Feuer-Hölle: Bis zu 40 Tote befürchtet

Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Referendum in Italien angelaufen

Referendum in Italien angelaufen

Kommentare