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Sichergestellte Bananenkisten: Im Essener Großmarkt hat die Polizei große Mengen Rauschgift entdeckt. Foto: Stephan Witte

50 Kilo Drogen in Tausenden Bananenkisten

Die Drogenhändler hatten sich nicht wirklich Mühe gegeben, ihre Ware zu verstecken: Sie verpackten sie in Bananenkisten. Doch aufmerksame Großmarkt-Arbeiter holten die Polizei.

Essen (dpa) - Eine beachtliche Drogenmenge lagerte zwischen frischen Früchten. Auf dem Großmarkt in Essen hat die Polizei nach eigenen Angaben rund 50 Kilogramm Rauschgift entdeckt - vermutlich Kokain.

Es war auf mehrere tausend Bananenkisten verteilt. Eine Hundertschaft rückte an, um die Kisten zu durchsuchen.

Den entscheidenden Tipp hätten Beschäftigte des Marktes gegeben: "Denen ist aufgefallen, dass da etwas in den Bananenkisten war, das da normalerweise nicht hinein gehört", sagte ein Polizeisprecher.

Unklar ist bislang, wohin die Bananen gebracht werden sollten. Laut "Bild"-Zeitungen sollten sie schon an diesem Freitag bei einem Discounter im Obst-Regal landen.

Bananenkisten als Versteck für Kokain sind nach Einschätzung des Bundes deutscher Kriminalbeamter nichts Ungewöhnliches. Deutschland importiere mehr als eine Million Tonnen Bananen, sagte Thomas Spaniel, der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Berlin.

Bei solchen Größenordnungen sei es unmöglich, in den Häfen alle Container eingehend zu prüfen. "Da hat man kaum eine Chance." Daher biete es sich für Schmuggler an, das Rauschgift in Bananenkisten zu verstecken.

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