Dem Erdboden gleichgemacht: Reste eines Hauses im Dorf Castelluccio di Norcia. Foto: Italienische Feuerwehr
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Dem Erdboden gleichgemacht: Reste eines Hauses im Dorf Castelluccio di Norcia. Foto: Italienische Feuerwehr
Pieve Torina nach dem Beben. Foto: Cristiano Chiodi
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Pieve Torina nach dem Beben. Foto: Cristiano Chiodi
Erdbebenschäden in Visso: Die Gemeinde liegt in der Provinz Macerata in der Region Marken nahe einem Nationalpark. Foto: Cristiano ChiodiMatteo Crocchioni
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Erdbebenschäden in Visso: Die Gemeinde liegt in der Provinz Macerata in der Region Marken nahe einem Nationalpark. Foto: Cristiano ChiodiMatteo Crocchioni
Erst am vergangenen Mittwoch war Italien von einem Beben erschüttert worden. Hier eine beschädigte Kirche in Villa Sant&#39Antonio. Foto: Cristiano Chiodi
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Erst am vergangenen Mittwoch war Italien von einem Beben erschüttert worden. Hier eine beschädigte Kirche in Villa Sant'Antonio. Foto: Cristiano Chiodi
Immer wieder wird Mittelitalien in jüngster Zeit von schweren Erdbeben heimgesucht. Foto: Luca Laviola
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Immer wieder wird Mittelitalien in jüngster Zeit von schweren Erdbeben heimgesucht. Foto: Luca Laviola
Ein Paar verlässt in Norcia sein durch das Erdbeben beschädigtes Heim. Foto: Matteo Crocchioni
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Ein Paar verlässt in Norcia sein durch das Erdbeben beschädigtes Heim. Foto: Matteo Crocchioni
Ein Auto ist in Norcia von herabfallenden Steinen zerstört worden. Foto: Matteo Guidelli
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Ein Auto ist in Norcia von herabfallenden Steinen zerstört worden. Foto: Matteo Guidelli
Die neuen Erdstöße in Mittelitalien haben auch in dem im August von einem Erdbeben schwer betroffenen Ort Amatrice neue Schäden angerichtet. Foto: Massimo Percossi
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Die neuen Erdstöße in Mittelitalien haben auch in dem im August von einem Erdbeben schwer betroffenen Ort Amatrice neue Schäden angerichtet. Foto: Massimo Percossi

Weitere Häuser stürzen ein

Mehr als 1100 Nachbeben in Italien

Das Leiden in der Erdbebenregion in Italien hat kein Ende. Ständige Nachbeben erschrecken die Menschen. Die Regierung verspricht, alles wieder aufzubauen.

Rom (dpa) - Die Erde in Italien bebt ohne Ende und lässt den Menschen keine Ruhe: Seit dem verheerenden Erdstoß am Sonntag haben mehr als 1100 Nachbeben die ohnehin schon verwüstete Region erschüttert. Fast 20 davon hatten eine Stärke von über 4, teilte die nationale Erdbebenwarte INGV mit.

Das kräftigste Nachbeben hatte am Dienstag eine Stärke von 4,8 und richtete weitere Schäden an. Ministerpräsident Matteo Renzi versprach bei einem Besuch in der Region Hilfe: "Es gibt keinen Zauberstab. Aber wir schaffen das, auch wenn es viel Zeit braucht."

Nach dem neuerlichen Nachbeben habe es weitere Einstürze gegeben, sagte der Bürgermeister des Dorfes Ussita, Marco Rinaldi. "Es ist ein Leidensweg, es hört nie auf." Auch der Bürgermeister des Ortes Castelsantangelo sul Nera berichtete von neuen Schäden. "Hier stürzt alles ein. Und das, was nicht einstürzt, ist nicht stabil. Das Dorf scheint dem Erdboden gleichgemacht", sagte Mauro Falcucci.

Laut Erdbebenwarte hat sich die Erde bei dem Beben am Sonntag - das stärkste seit 36 Jahren - auf einer Fläche von 130 Quadratkilometern deformiert, die größte Verschiebung wurde mit 70 Zentimetern in der Gegend um das Dorf Castelluccio festgestellt.

Renzi hatte den Zehntausenden Obdachlosen einen kompletten Wiederaufbau versprochen. "Was immer für das Erdbeben benötigt wird, werden wir auf den Tisch bringen", sagte er am Montag nach einer Kabinettssitzung. Italien ist hoch verschuldet und steht mit der EU-Kommission wegen seiner Haushaltsplanung im Clinch. Wenn Italien den Wiederaufbau wegen EU-Regeln nicht stemmen könne, "bedeutet das, dass wir alle den Verstand verloren haben".

Die Obdachlosen wurden in Hotels und Notunterkünften in der Umgebung untergebracht. Auch in einem Zug kamen Hunderte unter. Viele übernachteten in Autos, weil sie ihre Heimat nicht verlassen wollten. Manche Bauern wollen nicht weg, weil sie auf ihre Tiere aufpassen wollen. In den Bergen wird es allerdings schon sehr kalt.

Mehr als 22 000 Menschen wurden in den Lagern des Zivilschutzes versorgt, teilte die Behörde mit. Die Zahl der Obdachlosen wird aber weit höher geschätzt. In den Marken wird von mindestens 25 000 ausgegangen, in Umbrien von mehr als 5000.

Das Beben hatte historische Ortschaften in der Apennin-Gebirgsregion zerstört und selbst in der Hauptstadt Rom Schäden angerichtet. Tote gab es nicht - auch, weil viele Orte schon nach dem schweren Beben im August, bei dem 298 Menschen umkamen, geräumt worden waren.

Zahlreiche Kulturgüter wurden schwer beschädigt. Selbst im rund 110 Kilometer Luftlinie entfernten Rom entstanden Schäden. Die historische Brücke Ponte Mazzini über den Tiber, die Trastevere mit dem historischen Zentrum verbindet, wurde vorübergehend gesperrt. Auch die Papst-Basilika Sankt Paul vor den Mauern untersuchten Experten auf mögliche Schäden.

Zwei Kirchen im Stadtzentrum wurden gesperrt: die Kirche San Francesco im Stadtviertel Monti und die Kirche am Platz Sant'Eustachio, der bei Touristen beliebt ist. Schulen und Kindergärten in der Hauptstadt sollten auf Schäden geprüft und bis dahin geschlossen bleiben.

Angaben der italienische Erdbebenwarte

Infos zu Nachbeben

Newsletter von Matteo Renzi, Italienisch

Daten zur Erdbodenverformung, Italienisch

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