+
George Zimmerman.

Er erschoss Trayvon Martin

Häusliche Gewalt: George Zimmerman erneut verhaftet

Seminole - Rund anderthalb Jahre nach seinem umstrittenen Freispruch ist der Todesschütze des schwarzen Teenagers Trayvon Martin erneut wegen eines Gewaltdelikts in Polizeigewahrsam genommen worden.

George Zimmerman wurde nach einer Nacht in einer Arrestzelle am Samstag von einem Richter gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt. Seit seinem Freispruch kam der offenbar zu Gewaltausbrüchen neigende Zimmerman immer wieder in Konflikt mit dem Gesetz.

Nach Angaben des Sheriff-Büros im Bezirk Seminole im Bundesstaat Florida wird Zimmerman im jüngsten Fall "schwere Körperverletzung" vorgeworfen. Am Samstag ließ ein Richter ihn gegen eine Kaution in Höhe von 5000 Dollar (rund 4200 Euro) vorerst wieder frei. Zudem muss der frühere Wachmann alle seine Waffen abgeben und darf nicht reisen, wie Medien berichteten. Mitte Februar wurde den Angaben zufolge eine weitere Anhörung vor Gericht angesetzt.

Die Polizei machte keine Angaben zu Zimmermans Festnahme. Mehrere Medien berichteten unter Berufung auf den Anwalt des Beschuldigten, Don West, dass es um einen Vorfall vom Anfang der Woche gehe. Laut der Zeitung "Orlando Sentinel" soll Zimmerman eine Weinflasche in Richtung seiner Freundin geworfen haben.

Zimmerman wurde bereits mehrmals wegen häuslicher Gewalt festgenommen. So soll er im November 2013 seine Freundin mit einer Waffe bedroht zu haben. Wenige Wochen zuvor soll er seine Noch-Ehefrau ebenfalls mit einer Waffe bedroht haben.

Zimmerman hatte Ende Februar 2012 den 17-jährigen Trayvon Martin erschossen. Der schwarze Jugendliche war unbewaffnet und auf dem Weg nach Hause, dennoch sprach ein Geschworenengericht in Florida Zimmerman im Juli wegen Notwehr frei. Der Nachbarschaftswächter hatte angegeben, Martin habe ihn zuerst attackiert. Der Fall hatte in den USA eine Rassismusdebatte ausgelöst, das Urteil wurde landesweit kritisiert.

afp

Sturmtief "Egon" sorgt für Chaos

Sturmtief "Egon" sorgt für Chaos

Mindestens 32 Tote bei Absturz eines Fracht-Jumbos

Mindestens 32 Tote bei Absturz eines Fracht-Jumbos

Amri war nahezu wöchentlich Thema bei Behörden

Amri war nahezu wöchentlich Thema bei Behörden

Kommentare