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Blitze über dem nordrhein-westfälischen Marl:  Zum Teil heftige Gewitter beenden die Hitzewelle in Teilen Deutschlands. Foto: Marcel Kusch

Gewitter stoppen Hitzewelle - Temperaturen sinken erheblich

Noch einmal ein heftiges Aufbäumen: Es wird heiß, bevor in Teilen Deutschlands wieder starke Gewitter drohen. Beim Public Viewing am deutschen EM-Abend braucht's wohl eine Jacke.

Berlin (dpa) - Die Meteorologen machen wenig Hoffnungen auf ein sorgenfreies Sommerwetter in den kommenden Tagen. Zum Teil heftige Gewitter beenden die Hitzewelle in Teilen Deutschlands. So tobten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen örtlich Unwetter.

Auch für das Wochenende kündigte der Deutsche Wetterdienst Hagelschlag und heftigen Regen an. Die Temperaturen sinken am Sonntag dann auf Werte um 24 Grad.

Zuvor sollte es beispielsweise in Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen noch einmal sehr heiß werden. Die Sachsen konnten mit bis zu 37 Grad rechnen. "Aber die schwüle Luft wird die gefühlten Temperaturen in Richtung 40 Grad bringen", sagte ein DWD-Sprecher.

Hoch "Wolfgang" hatte Deutschland am Donnerstag den bislang heißesten Tag des Jahres beschert. Die höchsten Temperaturen verzeichnete dem DWD zufolge Obersulm bei Heilbronn in Baden-Württemberg mit 35,7 Grad.

In der Nacht zu Freitag war die Feuerwehr im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg im Dauereinsatz. Es sei zu Überschwemmungen und zur Unterspülung von Straßen gekommen, teilte die Polizei mit. Wegen des starken Regens wurden einige Straßen aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt. Keller liefen voll Wasser, außerdem stürzten Gewitterböen Bäume auf die Straßen.

Heftige Unwetter zogen seit dem späten Donnerstagabend auch über das Gelände des "Hurricane"-Festivals in Scheeßel. Um ein Partyzelt habe sich ein See gebildet, teilte die Polizei mit. Aus Sorge um die darin aufgebaute elektrische Anlage verlegten die Veranstalter geplante Auftritte auf eine andere Bühne. Offizieller Start des Festivals ist heute.

In Nordrhein-Westfalen haben lokale Unwetter wieder ihre Spuren hinterlassen. Die Polizei spricht von mehr als 1500 Einsätzen durch überflutete Straßen, umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller. Regenmassen brachen unter anderem über Rheine herein und setzten die Kernstadt unter Wasser. Hunderte Keller wurden überflutet, Bäume entwurzelt und Bahngleise überschwemmt, wie die Polizei berichtete.

Kühlere Luft kommt schließlich der Prognose zufolge am Sonntag an - und senkt die Temperaturen auf maximal 24 Grad. Bei wechselhafter Bewölkung könne es dann auch zu Schauern kommen. Wer am Abend draußen Fußball schauen will, sollte eine Jacke einpacken, riet der Meteorologe.

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