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Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo greift den Billigflieger wegen schlechter Arbeitsbedingungen an.

Billigflieger wehrt sich

Mini-Gehälter, keine Absicherung: Ryanair am Pranger

Frankfurt/Main - Die Gewerkschaft Ufo hat den Ryanair wegen schlechter Arbeitsbedingungen angegriffen. Das Unternehmen zahle Niedriglöhne und unterlaufe Sozialstandards.

Ryanair trage den unfairen Wettbewerb auf dem Rücken der Mitarbeiter aus, erklärte der Ufo-Vorsitzende Alexander Behrens. Das Unternehmen wies die Vorwürfe als sachlich falsch zurück.

Ein in Deutschland lebender und arbeitender Vollzeit-Flugbegleiter erhalte ein Bruttojahresgehalt zwischen 11 000 und maximal 18 000 Euro, habe keine deutsche Krankenversicherung und erwerbe bei einer Anstellung nach irischem Recht auch keine deutschen Rentenansprüche, so die Gewerkschaft. "Im Falle einer Entlassung hat ein deutscher Ryanair-Flugbegleiter nicht einmal Anspruch auf Arbeitslosengeld" führt Behrens weiter aus.

Die irische Fluggesellschaft wies die Vorwürfe in einer schriftlichen Stellungnahme zurück. Ryanair-Bordpersonal verdiene jährlich bis zu 35 000 Euro und arbeite unter sehr guten Bedingungen, erklärte Sprecher Robin Kiely. Gehaltsentwicklung und Arbeitsbedingungen seien gerade in einem 5-Jahres-Abkommen festgehalten worden. Die Flugbegleiter erhielten auch Krankengeld und einen festen Uniformzuschuss von 425 Euro im Jahr. Man führe daher eine Warteliste von derzeit 3000 jungen Menschen, die als Bordpersonal bei Ryanair arbeiten wollten.

dpa

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