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Abiturprüfung in einem Gymnasium in Hannover: Joachim Gauck hat soziale Ungerechtigkeit beim Zugang zu Bildung kritisiert.

Bei Preisverleihung

Gauck-Kritik: Ungerechtigkeit bei Bildungszugang

Berlin - Bundespräsident Joachim Gauck hat die in Deutschland immer noch stark ausgeprägte soziale Ungerechtigkeit im Bildungswesen kritisiert.

Bei der Preisverleihung des Wettbewerbs „Starke Schule“ sagte er am Dienstag in Berlin: „Welchen Schulabschluss jemand schafft, das hängt nach wie vor sehr stark davon ab, aus welchen familiären Verhältnissen der junge Mensch kommt.“

Das sei zutiefst ungerecht, betonte Gauck. „Und wir können es uns als Gesellschaft nicht erlauben, dies einfach nur zu konstatieren. Denn wir brauchen qualifizierte Nachwuchskräfte, wenn wir unseren Wohlstand wahren wollen.“ Weiter kritisierte Gauck, dass jeder 20. Schüler in Deutschland die Schule ohne Abschluss verlasse und rund sieben Millionen Menschen nicht oder nur unzureichend lesen könnten. Starke Schulen seien besonders da notwendig, „wo Familien schwächeln“, sagte er.

Deutschlandweit nahmen rund 650 Schulen an dem Wettbewerb teil. Den ersten Platz auf Bundesebene belegt die Gemeinschaftsschule/Gesamtschule Nohfelden-Türkismühle aus dem Saarland. Die Pfingstbergschule aus Mannheim (Baden-Württemberg) konnte sich den zweiten Platz sichern, den dritten Platz erreichte die Städtische Gesamtschule Nettetal aus Nordrhein-Westfalen.

dpa

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