"Asyl-Wahn Stoppen - Nein zum Heim - Wutbürger" - mit Aufklebern machen Unbekannte in Freital gegen die Aufnahme von Flüchtlingen Stimmung. Foto: Arno Burgi/Ar5chiv
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"Asyl-Wahn Stoppen - Nein zum Heim - Wutbürger" - mit Aufklebern machen Unbekannte in Freital gegen die Aufnahme von Flüchtlingen Stimmung. Foto: Arno Burgi/Ar5chiv
Gegner einer Flüchtlingsunterkunft demonstrieren in Freital. Foto: Oliver Killig/Archiv
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Gegner einer Flüchtlingsunterkunft demonstrieren in Freital. Foto: Oliver Killig/Archiv
"No Asyl" steht auf einem Verteilerkasten in Freital, wo fünf mutmaßliche Rechtsterroristen festgenommen wurden. Foto: Arno Burgi/Archiv
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"No Asyl" steht auf einem Verteilerkasten in Freital, wo fünf mutmaßliche Rechtsterroristen festgenommen wurden. Foto: Arno Burgi/Archiv
Vor diesem Haus in Freital explodierte im November 2015 eine Sprengladung. Foto: Polizeidirektion Leipzig/Archiv
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Vor diesem Haus in Freital explodierte im November 2015 eine Sprengladung. Foto: Polizeidirektion Leipzig/Archiv
Attacke in Freital: Das Fenster am Büro der Linkspartei ist nach einem Anschlag mit Holzplatten gesichert. Foto: Arno Burgi/Archiv
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Attacke in Freital: Das Fenster am Büro der Linkspartei ist nach einem Anschlag mit Holzplatten gesichert. Foto: Arno Burgi/Archiv
Das Ortseingangsschild der Großen Kreisstadt "Freital" in Sachsen. Foto: Arno Burgi
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Das Ortseingangsschild der Großen Kreisstadt "Freital" in Sachsen. Foto: Arno Burgi

GSG 9 nimmt mutmaßliche Rechtsterroristen in Freital fest

Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberheime und Wohnungen verbreiten im vergangenen Herbst in Sachsen Angst. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen Terrorverdachts an sich gezogen - und die Polizei nun zugreifen lassen.

Karlsruhe/Freital (dpa) - Schlag gegen den Rechtsterrorismus in Sachsen: Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt haben fünf Verdächtige in Freital verhaften lassen. Es handelt sich um vier Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren und eine 27-jährige Frau.

Sie sollen zusammen mit Komplizen die rechtsterroristische "Gruppe Freital" gegründet und Asylbewerberheime sowie Wohnungen von Gegnern angegriffen haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Ermittler, darunter die Spezialeinheit der Bundespolizei GSG 9, durchsuchten mehrere Wohnungen und andere Räumlichkeiten in Sachsen.

Gegen die Beschuldigten waren zuvor Haftbefehle ergangen. Vier werden des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung verdächtigt. Außerdem sollen sie für zwei Sprengstoffexplosionen und Sachbeschädigungen verantwortlich sein. Dem fünften Verdächtigen werfen die Behörden unter anderem versuchte gefährliche Körperverletzung vor.

Drei weitere Verdächtige, die ebenfalls zur "Gruppe Freital" gehören sollen, befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Gegen sie hatte das Amtsgericht Dresden Haftbefehle wegen Sprengstoffexplosionen und anderer Straftaten erlassen. Am 11. April hatte die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zu den Beschuldigten übernommen.

"Der Ermittlungskomplex ist durchaus größer, und weitere Aktivitäten laufen derzeit", sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf die Frage, ob gegen weitere Personen ermittelt werde. Details nannte er nicht. Die Sicherheitsbehörden würden konsequent an diesem Thema arbeiten.

Den Ermittlungen zufolge war es das Ziel der Gruppe, Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberunterkünfte und Wohnprojekte von politisch Andersdenkenden zu verüben. Dazu sollen sich die Mitglieder eine große Menge pyrotechnischer Sprengkörper aus Tschechien beschafft haben. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft sollen Mitglieder der Gruppe im vergangenen Jahr drei Sprengstoffanschläge begangen haben, im September in Freital, im Oktober in Dresden und in der Nacht zum 1. November in Freital. Dabei wurde ein Mensch verletzt.

Durch den Zugriff seien weitere mögliche Anschläge der Gruppe verhindert worden, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin. "Dies zeigt, dass der Staat konsequent und frühzeitig gegen rechtsterroristische Strukturen und Straftäter vorgeht."

Sein sächsischer Kollege Ulbig wertete die Festnahme als Beleg für konsequentes Durchgreifen. Sachsen habe seinerzeit schnell und konsequent die Ermittlungen aufgenommen. Nachdem sich Hinweise für solche Strukturen ergeben hätten, habe der Generalbundesanwalt den Fall an sich gezogen. Dies sei im Einvernehmen erfolgt. Die Zuständigkeit für solche Verfahren liege beim Generalbundesanwalt.

Mitteilung der Bundesanwaltschaft

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