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Angela Merkel.

Reaktionen auf den Terror in Nizza

Merkel verurteilt "massenmörderischen Anschlag" in Nizza

Nizza - Bei einem Anschlag auf eine Menschenmenge am französischen Nationalfeiertag sind in Nizza mindestens 84 Menschen getötet worden. Politiker aller Länder sind entsetzt. Auch Prominente trauern um die Opfer.

François Hollande (Frankreichs Präsident): „Der Horror, der Horror hat wieder zugeschlagen. Frankreich weint, aber Frankreich ist stark. Der terroristische Charakter des Angriffs kann nicht geleugnet werden. Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terrorismus bedroht. Wir müssen alles tun, um gegen die Geißel des Terrorismus kämpfen zu können."

Angela Merkel (Bundeskanzlerin): „Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs. Und ich bin sehr überzeugt, dass trotz aller Schwierigkeiten wir diesen Kampf gewinnen werden.“ Das sagte sie am Freitag am Rande des Asem-Gipfels im mongolischen Ulan Bator. Alle Teilnehmer des Gipfels seien „vereint in der Fassungslosigkeit über den massenmörderischen Anschlag in Nizza“. Sie habe dem französischen Außenminister Jean-Marc Ayrault auf dem Gipfel ihr Mitleid ausgedrückt, sagte Merkel. Frankreich sei am Nationalfeiertag vom Terror getroffen worden, einem Tag, „der ein Tag des Stolzes ist und nun ein Tag der großen Trauer geworden ist“.

Das Protokoll der Horror-Nacht von Nizza

Joachim Gauck (Bundespräsident): „Wir wissen genau, was wir zu tun haben in dieser Situation. Aus dem Geist von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit müssen wir alle denen widerstehen, die mit Hass, Terror und Vernichtungswillen gegen unsere Werte agieren. Wir sind bereit, unsere Werte zu verteidigen und zu schützen.“

Theresa May (neue britische Premierministerin): „Wenn das - wie wir befürchten - ein Terroranschlag war, dann müssen wir unsere Anstrengungen verdoppeln, um diese brutalen Mörder zu besiegen, die unsere Lebensweise zerstören wollen.“ 

Papst Franziskus: „Wir bringen von Seiten von Papst Franziskus unsere Anteilnahme und Solidarität am Leid der Opfer und des gesamtes französischen Volkes zum Ausdruck“, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. Der Papst habe mit „großer Sorge“ die „schrecklichen Nachrichten“ aus Nizza verfolgt.

Aiman Mazyek (Vorsitzender des Zentralrats der Muslime): "Wir sind tief erschüttert über diesen feigen und perfiden Anschlag."

Burhan Kesici (Vorsitzender des Islamrats): "Es macht erneut deutlich, wie menschenverachtend Täter sein können."

Reinhard Marx (Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz): "Entsetzt und traurig stehen wir vor diesem Akt der Gewalt."

Heinrich Bedford-Strohm (Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland): "Unfassbar und entsetzlich, wenn Menschen unbeschwert den Nationalfeiertag feiern und dann plötzlich der Tod hereinbricht."

Hier sehen sie den

Terroranschlag im Video

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Frank-Walter Steinmeier (Außenminister): „Ein Tag, der der Freude und dem Stolz auf die französische Nation gewidmet war, ist tragisch zu Ende gegangen und hat viele Menschen sinnlos in den Tod gerissen. Friedlich feiernde Menschen mussten sterben oder ringen ums Überleben. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und dem ganzen französischen Volk.“ Deutschland stehe fest an der Seite seines Nachbarn.

Béji Caid Essebsi (tunesischer Präsident): "Das ist eine gemeine Tat und wir müssen zusammen dagegen kämpfen, indem wir uns solidarisch zeigen. Die Freunde des Landes brauchen ein starkes Frankreich."

SPD-Chef Gabriel erklärte via Twitter:

Barack Obama (US-Präsident): „Wir stehen in Solidarität und Partnerschaft an der Seite Frankreichs, unseres ältesten Alliierten. ... Wir wissen, dass das Wesen der französischen Republik lange über diesen verheerenden und tragischen Verlust von Leben hinaus andauern wird.“

Wladimir Putin (Russlands Präsident): „Wir haben einmal mehr gesehen, dass dem Terrorismus die menschliche Moral absolut fremd ist: seine Opfer sind unschuldige Zivilisten, darunter Frauen und Kinder“, schrieb Putin am Freitag in einem Beileidstelegramm an den französischen Präsidenten François Hollande.

Putin rief zu einem umfassenden Kampf gegen den Terrorismus auf. Kämpfer und ihre Hintermänner müssten in ihren Verstecken gefunden und unschädlich gemacht, ihre Infrastruktur zerstört und ihre Finanzen unterbunden werden, sagte er einer Mitteilung des Kremls zufolge. „Für den Sieg über „dieses schreckliche Übel“ müssen sich alle Kräfte der zivilisierten Menschheit vereinen“, forderte Putin.

Manuel Valls (Frankreichs Premierminister): „Das Ziel der Terroristen ist es, Angst und Panik zu verbreiten. Aber Frankreich ist ein großes Land und eine große Demokratie, die sich nicht destabilisieren lassen wird. Wir werden nicht nachgeben. Wir stehen einem Krieg gegenüber, den der Terrorismus gegen uns führt. Frankreich wird mit dem Terrorismus leben müssen, und wir müssen uns zusammenschließen."

Auch viele Stars trauern um die Opfer von Nizza.

Khloé Kardashian (It-Girl): "Mein Herz bricht mit jeder Tragödie. Es ist furchtbar. Meine Gedanken und Gebete sind mit euch allen."

John Kerry (US-Außenminister): „Ich war stolz, heute neben führenden Persönlichkeiten aus Frankreich bei den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag in Paris zu stehen, und die Vereinigten Staaten werden weiterhin fest an der Seite der Franzosen während dieser tragischen Zeit stehen. Wir werden jede Unterstützung liefern, die benötigt wird.“

Thomas de Maizière (Innenminister): "Die Tat ist unfassbar und einfach schrecklich. Ich bin tief erschüttert und mit meinen Gedanken bei den Angehörigen und den Verletzten. Dieses barbarische Morden muss endlich ein Ende haben. Die Freundschaft zum französischen Volk wird in Trauer, Zorn und Entschlossenheit noch tiefer."

Norbert Lammert (Bundestagspräsident): "Wir alle stehen heute unter dem Eindruck der furchtbaren Bilder des gestrigen Abends, die uns fassungslos und auch wütend machen angesichts des blinden Hasses, der erneut so viele unschuldige Menschen in den Tod gerissen hat. Wir fühlen mit unseren französischen Freunden und denken angesichts des Leids, das Ihrer Nation erneut widerfahren ist, an all die Opfer, die vielen Toten, Verletzten und ihre Angehörigen. Ihr können wir nur gemeinsam begegnen, sie werden wir nur gemeinsam bewältigen."

Emmanuel Macron (französischer Wirtschaftsminister ): „Von ganzem Herzen bei den Opfern und ihren Angehörigen nach der niederträchtigen Attacke in Nizza. Wir werden nicht nachgeben. Mut.“

Steffen Seibert (Regierungssprecher): „Das Entsetzen über den Anschlag von Nizza ist kaum in Worte zu fassen. Alle Gedanken sind bei unseren französischen Freunden.“

Mia Farrow (Schauspielerin): "Ich sende meinen Freunden in Frankreich Liebe zu."

Mariano Rajoy (Spaniens Ministerpräsident): „Wir sind fest entschlossen, mit unseren Partnern und Verbündeten zusammenzuarbeiten, bis dieser kriminelle Wahnsinn definitiv ausgemerzt ist."

Recep Tayyip Erdogan (Präsident Türkei): „Die modernen Barbaren, die diesen Angriff verübt haben, haben nichts mit Religion oder Menschlichkeit zu tun“, teilte der Sprecher Erdogans, Ibrahim Kalin, mit. „Für sie gibt es auf dieser Welt keinen Platz. Das gemeinsame Vorgehen gegen alle Formen des Terrorismus ist eine globale Verpflichtung und Notwendigkeit." 

Anne Hidalgo (Bürgermeisterin von Paris): ,„Im Namen der Pariser geht unsere ganze brüderliche Unterstützung an die Menschen in Nizza. Unsere Städte sind vereint.“

Justin Trudeau (Kanadas Premierminister): „Die Kanadier sind geschockt von den heutigen Ereignissen in Nizza. Unsere Mitgefühl ist bei den Opfern, und unsere Solidarität mit den Franzosen.“

Alle Informationen rund um den Anschlag in Nizza finden Sie in unserem Live-Ticker.

Horst Seehofer (Bayerns Ministerpräsident): „Der Anschlag von Nizza gilt nicht nur Frankreich. Er gilt allen freiheitsliebenden Menschen in Europa und auf der ganzen Welt“, erklärte Seehofer am Freitag in München. „Es ist ein Angriff auf unsere freiheitlichen Werte wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die wir weiter verteidigen und leben werden. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - dieses Fundament Frankreichs hat heute eine besondere Bedeutung.“

Der CSU-Chef betonte: „Die menschenverachtenden Morde in Nizza erfüllen uns alle mit Trauer und Entsetzen. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen. Da blutet einem wirklich das Herz, wie dieses Land heimgesucht wird von solchen barbarischen, menschenverachtenden Anschlägen.“

Donald Tusk (EU-Ratspräsident): „Tragisches Paradox, dass jene Menschen zum Ziel wurden, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit feierten. Wir stehen vereint mit den Menschen und der Regierung Frankreichs in ihrem Kampf gegen Gewalt und Terrorismus.“

Nicolas Sarkozy (Ex-Präsident): „Tiefes Mitgefühl und unendliche Traurigkeit angesichts der Attacke in Nizza. Solidarität gegenüber den Bewohnern von Nizza und den Einwohner (des Departements) Alpes-Maritimes.“

Heiko Maas (Justizminister): „Schreckliche Nachrichten aus Nizza. Unsere Gedanken sind bei unseren französischen Nachbarn.“

Anschlag mit vielen Toten in Nizza: Bilder des Grauens

Simone Peter (Grünen-Parteivorsitzende): „Schockierende Nachrichten vom Terror aus Nizza. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien.“

Donald Trump: "Meine Gebete und mein Beileid gelten der Opfer und deren Familien der schrecklichen Tragödie in Nizza, Frankreich. Wir sind bei euch."

Dalil Boubakeur (Rektor der Großen Moschee von Paris):"Ein niederträchtiges und grausames Attentat. Nach dieser neuerlichen schrecklichen Bewährungsprobe, die unsere ganze Nation in Trauer versetzt, müssen wir zusammenstehen."

Christian Lindner (FDP-Chef): „Heute Morgen war ich noch im friedlichen Nizza...große Sorge. CL“

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