Bislang suchen die Ermittler ergebnislos nach Hinweisen auf einen terroristischen Hintergrund des tödlichen Angriffs auf zwei US-Militäreinrichtungen. Foto: Erik S. Lesser
1 von 7
Bislang suchen die Ermittler ergebnislos nach Hinweisen auf einen terroristischen Hintergrund des tödlichen Angriffs auf zwei US-Militäreinrichtungen. Foto: Erik S. Lesser
Ein Polizist geht an der mit Einschusslöchern durchsiebten Tür einer Air-Force-Rekrutierungsstelle in Chattanooga vorbei. Foto: Erik S. Lesser
2 von 7
Ein Polizist geht an der mit Einschusslöchern durchsiebten Tür einer Air-Force-Rekrutierungsstelle in Chattanooga vorbei. Foto: Erik S. Lesser
Medienberichten zufolge stammt der Täter aus einer kuwaitisch-jordanischen Einwanderer-Familie, lebte aber seit langem in den USA und war US-Bürger. Foto: Hamilton County Sheriff&#39s Office/Archiv
3 von 7
Medienberichten zufolge stammt der Täter aus einer kuwaitisch-jordanischen Einwanderer-Familie, lebte aber seit langem in den USA und war US-Bürger. Foto: Hamilton County Sheriff's Office/Archiv
Trauernde haben unweit eines Tatorts Blumen, Flaggen und Ballons niedergelegt. Foto: Erik S. Lesser
4 von 7
Trauernde haben unweit eines Tatorts Blumen, Flaggen und Ballons niedergelegt. Foto: Erik S. Lesser
US-Präsident Barack Obama sagte: "Wir nehmen alle bewaffneten Attacken sehr ernst." Foto: Olivier Douliery
5 von 7
US-Präsident Barack Obama sagte: "Wir nehmen alle bewaffneten Attacken sehr ernst." Foto: Olivier Douliery
Ein Anwohner steht mit einer amerikanischen Flagge an einem der tatorte. Foto: Erik S. Lesser
6 von 7
Ein Anwohner steht mit einer amerikanischen Flagge an einem der tatorte. Foto: Erik S. Lesser
Spurensicherung an einem Tatort. Foto: Erik S. Lesser
7 von 7
Spurensicherung an einem Tatort. Foto: Erik S. Lesser

Angreifer auf US-Militär war monatelang in Nahost

Der Todesschütze von Chattanooga soll ein unauffälliger junger Mann gewesen sein. Was ihn zum Angriff auf zwei Militäreinrichtungen bewog, liegt weiter im Dunkeln. Die Zahl der Toten steigt derweil auf insgesamt sechs.

Chattanooga (dpa) - Zwei Tage nach dem tödlichen Angriff auf zwei Militäreinrichtungen im US-Staat Tennessee gibt es keine Hinweise auf eine Verbindung zum internationalen Terrorismus.

Die Behörden prüfen aber unter anderem, ob der 24 Jahre alte Täter bei einem monatelangen Aufenthalt in Jordanien im vergangenen Jahr radikalisiert wurde. Die Zahl der Toten nach den Attacken stieg inzwischen auf sechs: Ein 24 Jahre alter Matrose starb nach Medienberichten in einem Krankenhaus an seinen Schusswunden.

Der Täter, Mohammad Youssef Abdulazeez, hatte am Donnerstag zwei Militäreinrichtungen in Chattanooga angegriffen. Vier Marineinfanteristen waren auf der Stelle tot. Der Matrose wurde mehrfach im Unterleib getroffen, zwei weitere Menschen erlitten leichtere Verletzungen und konnten inzwischen das Krankenhaus verlassen. Der Schütze, der nach Medienberichten aus Kuwait stammt, aber schon lange in der Region lebte, wurde von der Polizei erschossen.

Ein Schulfreund sagte dem Sender CNN, Abdulazeez sei verändert aus Jordanien zurückgekehrt. Er sei verschlossener gewesen, "etwas ist dort passiert". Die FBI-Ermittler versuchen nun herauszufinden, ob der junge Mann während der Reise Kontakte zu Extremisten hatte.

FBI-Ermittler Ed Reinhold sagte vor der Presse, bislang gebe es keine Anzeichen, dass es sich um einen von der Terrormiliz Islamischer Staat inspirierten oder gesteuerten Angriff gehandelt habe. "Wir nehmen momentan an, dass die Tat nur von ihm selbst ausging." Staatsanwalt Bill Killian betonte, es müsse sich nicht zwangsläufig um eine terroristisch motivierte Tat handeln. "Wir wollen lediglich sichergehen, dass wir jeden Ansatz verfolgen."

Abdulazeez soll ein unauffälliger junger Muslim mit amerikanischer Staatsbürgerschaft gewesen sein, der Medien zufolge nur einmal wegen Trunkenheit am Steuer mit der Polizei zu tun hatte. Laut der Lokalzeitung "Times Free Press" war er gut ausgebildet, hatte einen Ingenieursabschluss und war in mindestens einem Sportverein aktiv.

Nach CNN-Angaben arbeitete er 2013 in einem Kernkraftwerk in Ohio, wurde aber bereits nach zehn Tagen entlassen. Die Gründe dafür waren zunächst nicht bekannt. Zuletzt war Abdulazeez dem Sender zufolge bei einer Kabelfirma tätig, meldete sich am Montag und Dienstag vor der Tat krank und hatte am Mittwoch frei.

Polizei Chattanooga auf Twitter

Lokalzeitung Times Free Press

FBI-Mitteilung

CNN-Bericht

Mitteilung von US-Präsident Obama

Bürgermeister Andy Berke auf Twitter

Bericht des Wall Street Journal

Sturmtief "Egon" sorgt für Chaos

Sturmtief "Egon" sorgt für Chaos

Bericht: Amri war nahezu wöchentlich Thema bei Behörden

Bericht: Amri war nahezu wöchentlich Thema bei Behörden
Video

Witziger Spot aus Australien: Party gegen Fremdenhass

Witziger Spot aus Australien: Party gegen Fremdenhass

Kommentare