Talentierte Hobbydetektive – gespielt von talentierten Buben: Juri Winkler (li.) als Oskar und Anton Petzold als Rico.

Anton und Juri stehlen allen die Show

„Rico, Oskar und der Diebstahlstein“: Zwei Kids stehlen allen die Show

München - Leider ist „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ schon der letzte Film der beliebten Reihe.

Was „tiefbegabt“ bedeutet, wissen Leser seit Band eins der originellen Kinderbuchreihe von Andreas Steinhöfel über den ebenso beschriebenen Rico (Anton Petzold) und seinen superschlauen Freund Oskar (Juri Winkler). Die Berliner Bengel haben in den ersten zwei Büchern und Kinoadaptionen ein paar fintenreiche Krimifälle aufgeklärt. So hat sich in der liebenswerten dritten Geschichte Einiges für sie geändert: Oskar ist mit seinem Papa (Detlev Buck) auch in das alte Mietshaus in Kreuzberg gezogen. Ricos Mutter (Karoline Herfurth) ist mit „dem Bühl“ (Ronald Zehrfeld) liiert. Frau Dahling (Ursela Monn) flirtet mit Herrn van Scherten (Henry Hübchen) – und dann stirbt plötzlich „der olle Fitzke“ (Milan Peschel). Vorher hat der seine Steinsammlung an Rico vererbt. Nichts wert, findet Oskar. Doch Rico glaubt fest, dass sich ein Schatz darunter befindet...

Man mag kaum fassen, dass dieser Film der letzte mit den Hobbydetektiven sein soll. Ausgerechnet jetzt, wo die talentierten Kinderdarsteller über sich hinauswachsen und neben den übrigen Schauspielern kein bisschen abfallen. Überhaupt, diese Schauspieler! Regisseurin Neele Leana Vollmar trifft nicht nur exakt den schnoddrig-sensiblen Ton der Vorlage. Ihr gelingt es auch, erneut ein hochkarätiges Ensemble zu versammeln: Heike Makatsch, Fahri Yardim, Katharina Schüttler oder auch David Kross begnügen sich mit kleinen, feinen Nebenrollen. Aber sogar alle zusammen können Anton und Juri nicht die Show stehlen.

„Rico, Oskar und der Diebstahlstein“

mit Anton Petzold, Juri Winkler

Regie: Neele Leana Vollmar

Laufzeit: 94 Minuten

Sehenswert

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