Unterwelt in herrlichen Farben

"Manolo und das Buch des Lebens": Fantasiewelt in 3D

Die fantasievollen, detailreichen 3D-Animationen in "Manolo und das Buch des Lebens" begeistern in jeder Minute. Die simplen Scherze sind dagegen nur was für das junge Publikum.

Die Jugendfreunde Manolo und Joaquin wetteifern um die Gunst der schönen Marie. Während der Draufgänger Joaquin das Herz seiner Traumfrau mutig mit dem Säbel erkämpfen möchte, versucht es der sanfte Manolo mit seiner Gitarre. Als La Muerte und Xibalbá, die Geister der Unterwelt, das ungleiche Trio am mexikanischen Tag der Toten auf dem Friedhof bei den verstorbenen Angehörigen beobachten, schließen sie eine Wette ab, wer von den beiden Buben einmal Marias Herz erringen wird.

Die Liebesgeschichte bietet nur wenige Überraschungen. Die Optik dieses ungewöhnlichen Animationsfilms aber umso mehr. Die Figuren sehen aus wie aus Holz geschnitzt, Blumen leuchten in herrlichsten Farben. Der aus Mexiko stammende Künstler, Autor und Regisseur Jorge R. Gutiérrez inszeniert „Manolo und das Buch des Lebens“ im Stile der fantastischen Animationsfilme von Tim Burton, kombiniert mit lateinamerikanischer Folklore und dem landestypischen Totenkult. Die Szenen rund um das Sterben, die Totengeister und die Unterwelt dürften kleinere Zuschauer (freigegeben ist der Film ab sechs) verstören oder zumindest überfordern.

Andere Gags sind so simpel, dass sie eindeutig nur ein junges Publikum amüsieren sollen. Diese Unentschiedenheit, welche Zielgruppe Gutiérrez mit seiner Produktion nun eigentlich im Visier hat, zieht sich durch den gesamten Film. Die fantasievollen, detailreichen Animationen begeistern dagegen in jeder Minute.

Ulrike Frick

„Manolo und das Buch des Lebens“

Regie: Jorge R. Gutiérrez

Laufzeit: 95 Minuten

Rubriklistenbild: © 2014 Twentieth Century Fox/dpa

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