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Jetzt wird's eng

Student, Mini-Jobber, sucht...

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Mannheim/Heidelberg - Das Semester hat gerade erst begonnen und schon ist die Not groß. Von Angebot und Nachfrage in den Universitätsstädten... 

Das Semester hat gerade begonnen, die Vorlesungszeit startet in Heidelberg  am 13. Oktober. In Mannheim sind die Hörsäle bereits seit dem 1. September wieder voll. 

Dementsprechend eng wird es nicht nur auf den Sitzbänken, sondern auch auf dem Wohnungsmarkt. Wir berichteten.

>>>(K)ein Heim für Studenten

In Mannheim sind die Wohnheimplätze restlos belegt. Den 4.000 Bewerbern konnten lediglich 1.000 Zimmer angeboten werden. 3.000 Bewerber gingen also leer aus und mussten sich dem Wettbewerb auf dem freien Markt stellen. 

Da der Andrang in diesem Semester besonders stark war, werden in diesem Jahr erstmals auch in Mannheim Notquartiere eröffnet.   

"Vom 20. August bis zum 30. Oktober 2014 stellen wir dieses Semester erstmals Notquartiere zur Verfügung. Das Angebot richtet sich insbesondere an die Erstsemester der fünf Hochschulen (Universität Mannheim, Hochschule Mannheim, DHBW Mannheim, Popakademie, Musikhochschule), für die das Studierendenwerk Mannheim zuständig ist", so Astrid Brandenburger vom Studentenwerk Mannheim. 

Die Notquartiere sind einfach ausgestattet. Pro Raum gibt es eine Toilette mit Waschbecken und Dusche. Die Studenten schlafen auf selbst mitgebrachten Isomatten und Schlafsäcken. 

Da die Notunterkünfte jedoch nur eine Übergangslösung sein sollen, hilft das Studentenwerk Mannheim auch bei der Suche nach einer dauerhaften Lösung. 

Die Privatzimmerbörse des Studentenwerks vermittelt beispielsweise kostenlos freie Zimmer, Apartments und Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt.

>>> Privatzimmerbörse Mannheim 

Auch in Heidelberg haben es die Studenten nicht leicht. Die Wohnheime sind bis auf wenige Restplätze voll belegt. Bezahlbarer Wohnraum ist kaum zu finden.

"Nachfrage besteht in einer Hochschulstadt wie Heidelberg natürlich immer.  Im Vergleich zum letzten Wintersemester ist die Zahl der Bewerbungen jedoch nicht signifikant gestiegen", so Gottbrath vom Studentenwerk Heidelberg.

Trotzdem konnten auch in diesem Jahr rund 3.000 Studenten nicht in einem Wohnheimzimmer unterkommen. Die Zahl der Suchenden schätzt Gottbrath jedoch deutlich geringer ein: "Die tatsächliche Zahl der derzeit noch wohnungssuchenden Studentinnen und Studenten liegt nach grober Schätzung bei 1.000 bis 1.500, da etliche der BewerberInnen für einen Wohnheimplatz zwischenzeitlich auf dem freien Wohnungsmarkt fündig geworden sind oder sich an einem anderen Studienort immatrikuliert haben."

Für die, die gar keinen Platz gefunden haben, öffnet das Studentenwerk auch in diesem Semester die Notunterkünfte. Der große Ansturm auf die Notlager ist bislang jedoch ausgeblieben. Lediglich fünf Studierende haben diesen Service derzeit in Anspruch genommen.

Um die Studenten bei ihrer Suche zu unterstützen bietet das Studentenwerk zudem eine Privatzimmer-Börse an, die für Vermieter und potenzielle Mieter kostenlos ist. 

>>>Privatzimmer-Börse des Studentenwerks Heidelberg

Für diejenigen, die jetzt noch keine Bleibe gefunden haben, ist guter Rat nun teuer – und nicht nur das. Die Basismiete für Wohnungen zwischen 20 bis 40 qm liegt in Heidelberg zwischen 6,81 Euro und stolzen 10,47 Euro. Eine Kaltmiete von 418,80 Euro für 40 Quadratmeter ist demnach keine Seltenheit – und die will erst mal verdient sein. Ohne familiäre Unterstützung ist das kaum machbar.

mk

Quelle: Heidelberg24

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