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La familia Ferrarese

„Jeder Cent geht an die Opfer!“

‚La Cantina‘ in Weinheim kocht für Amatrice

Weinheim - Zwei Tage nach dem schweren Unglück kündigt Restaurantinhaber Alberto Ferrarese bereits an, in seiner „La Cantina“ ein Benefizessen zu veranstalten. An diesem Sonntag ist es soweit:

Amatrice ist nicht mehr das, was es einmal war. Das kleine Dorf lag im Epizentrum des schweren Erdbebens, viele Häuser und öffentliche Einrichtungen sind zerstört.

 Die meisten Todesopfer des schrecklichen Erdbebens stammen von dort. Auch die in Deutschland lebende Familie Ferrarese, die direkt am Weinheimer Marktplatz das Restaurant ‚La Cantina‘ betreibt, stammt ursprünglich aus dem zesrtörtem Dorf in Latium, dem Hinterland von Rom. Über Nacht ist der kleine Ort zu trauriger Berühmtheit gelangt. 

Zwei Tage nach dem schweren Unglück kündigt Restaurantinhaber Alberto Ferrarese bereits an, in seiner „La Cantina“ ein Benefizessen zu veranstalten. Neffen und Nichten von ihm wurden Zeugen der Katastrophe und überlebten nur mit Glück.

An diesem Sonntag ist es nun soweit

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!

Der luftgetrocknete Speck liegt bereit, Peperoncini, knallrot und feurig-scharf, kistenweise. Und die Nudelmaschine im Keller der ‚Restauration Ferrarese‘ rattert auf Hochtouren. Alberto Ferrarese, Küchenchef und Inhaber ist schon ein bisschen aufgeregt – aber auch glücklich darüber, welche riesige Resonanz sein ‚Kochen für Amatrice‘ schon vor dem eigentlichen Benefiz-Ereignis am kommenden Sonntag erfährt. Menschen aus der ganzen Region, die den charismatischen Koch kennen, haben ihr Kommen mit Appetit und Spendenbereitschaft angekündigt. Alberto und seine Küche produzieren unter Hochdruck, damit alle satt und die Spendenkasse gut gefüllt sein wird. Man merkt, wie sehr Alberto dieses Projekt am Herzen liegt:  “Jeden Cent davon werde ich persönlich und vor Ort übergeben.“ 

 Zwischen11 Uhr und 18 Uhr werden ganz besondere Gerichte hoffentlich für gut gefüllte Kassen sorgen. Das Traditionsgericht ‚Spagetti all’amatriciana‘, dem Albertos Heimatdorf den Namen gab, und andere Spezialitäten der Bergregion. Ferrarese stellt alle Zutaten und die Arbeitsleistung seines Teams zur Verfügung, die Gäste spenden für das Essen, so viel es (und der Anlass) ihnen Wert ist.  An drei Stationen im Restaurant und auf dem Marktplatz wird den ganzen Tag über gekocht und ausgeteilt, damit es keine Engpässe gibt. 

Ferrarese bekommt viel Unterstützung

Und Alberto Ferrarese hat prominente Bei-Köche aus der Kommunalpolitik: Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard und Hemsbachs Bürgermeister Jürgen Kirchner haben sich spontan bereiterklärt, an diesem Sonntag ‚als Küchenhilfen‘ zu arbeiten. Bernhard selbst befand sich während der Katastrophe gerade in Italien in Urlaub und Bürgermeister Kirchner kennt die Region der Abruzzen seit 25 Jahren als Urlaubsziel wie seine Westentasche. Auch für Landrat Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, war es eine Selbstverständlichkeit, das Küchenmesser zu wetzen und zu helfen. SWR-Koch Bert Schreiber, ein Wegbegleiter Albertos, wird ebenfalls helfen, moderieren und die passenden Infos beisteuern. 

Die persische Künstlerin Mashi Changizi, die in dieser Woche in Begleitung von Alt-Landrat Dr. Jürgen Schütz am Weinheimer Marktplatz essen war, erklärte sich spontan bereit, zwei ihrer Bilder zu spenden. Sie werden am Sonntag öffentlich versteigert. Mittlerweile haben viele Menschen, die am Sonntag nicht in Weinheim sein können, angekündigt, die Aktion dennoch zu unterstützen. Das ist natürlich möglich. Alberto Ferrarese wird die Spendenkasse für jedermann bis zum 30. September geöffnet haben, außerdem ist auf der Sparkasse Rhein Neckar Nord ein Spendenkonto eingerichtet (IBAN: DE24 6705 0505 0063 0206 64, Stichwort "Ferrarese") 

Daumen hoch für so viel Einsatz! 







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