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In „Cantina“ am Weinheimer Marktplatz

Spaghetti essen für die Erdbebenopfer in Amatrice

Weinheim - Alberto Ferrarese hat ein seiner „Cantina“ zum Spaghettiessen eingeladen. Gezahlt werden musste nicht, aber jeder durfte so viel spenden wie er wollte. Das Geld geht direkt nach Amatrice.

Spaghetti all' amatriciana – wer kennt sie nicht, die Pastaspezialität in der leckeren Soße? Übersetzt heißt „all' amatriciana“ ungefähr „so, wie man es in Amatrice macht“ oder „so, wie es in Amatrice ist“ – aber in dem kleinen, beschaulichen Dorf im italienischen Latium ist nichts mehr wie es einmal war.

Ende August wurde Amatrice von einem schweren Erdbeben erschüttert fast 300 Menschen kommen ums Leben.

Fotos: Spaghetti essen für die Erdbebenopfer in Amatrice

Mitten in der Metropolregion hat Alberto Ferrarese ein Restaurant, die „Cantina“, direkt am Weinheimer Marktplatz. Sein Heimatsort in Italien: Amatrice! Dort sind viele seiner Freunde von dem Erdbeben betroffen, deswegen hat er beschlossen, zu helfen und Geld zu sammeln.

Und seinem Aufruf sind viele gefolgt: gleich um 11 Uhr die gesamte 2. Fußballmannschaft der TSG Weinheim, in der auch Albertos Neffe kickt. „Selbstverständlich, dass wir da mitmachen“, erklärt Trainer Reiner Werner, „und jetzt fahren wir direkt nach Neulussheim zu unserem Punktespiel“ So gestärkt kann ja nichts mehr schiefgehen! Wie es geschmeckt hat? „Super, echt super!

Für 1.500 bis 2.000 Leute haben wir eingekauft“, sagt Alberto, aber wie viel Kilo Spaghetti, Schweinebacken und Käse das sind, weiß er nicht. Er kann auch nicht genau sagen, wie viele Helfer gerde im Einsatz sind. Aber: „Ich hab so viele Freunde, die mich nicht alleine lassen.“ Die tragen ein schwarzes Shirt mit dem Aufdruck „un' amatriciana per Amtrice – eine Amatriciana für Amatrice.“

Unter den Helfern: Weinheims OB Heiner Bernhard, Landrat Stefan Dallinger und der Hemsbacher Bürgermeister Jürgen Kirchner. Der Landrat hat sichtlich Spaß: „Wir haben beim Schnippeln angefangen, jetzt kochen wir Soße. Wenn wir so weiter machen, müssen wir auch noch den Abwasch machen!

Am Mittag kommt auch MDB Prof. Dr. Karl Lamers vorbei und hat nicht nur lobende Worte für Alberto, sondern wirft einen ordentlichen Geldbetrag in die rot-weiß-grün dekorierte Tonne. Er ist einer von rund 700 Gästen, die es sich für den guten Zweck schmecken lassen.

Wenn man gelernt hat, arm und zufrieden zu sein, dann ist jedes Extra fast schon zuviel“, sagt Alberto. „Ich möchte etwas zurück geben. So wie ich hier nicht alleine gelassen werde, sollen sich meine Freunde in Amatrice nicht alleine fühlen.

chr

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