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Standortsuche: Mike de Vries (re.) im Gespräch mit interessierten Bürgern.

Wohin damit?

Neues Konferenz-Zentrum: Rege Bürgerbeteiligung

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Heidelberg - Bei der Standortsuche für das neue Konferenzzentrum setzt die Stadt auch auf ein Beteiligungsmobil. Und das kommt bei den Bürgern an. Vorschläge bis 7. Dezember möglich. 

Noch im Juli 2010 hatte die Bürgerschaft die Erweiterung der bestehenden Stadthalle als Konferenzzentrum in der Altstadt in einem Bürgerentscheid gekippt.

Ende 2013 stellte der Heidelberger Gemeinderat dann mit großer Mehrheit den „grundsätzlichen Bedarf für ein neues Konferenzzentrum“ fest. Um eine weitere Auseinandersetzung mit der Bürgerschaft zu verhindern, soll diese jetzt von Anfang an am Planungsprozess beteiligt werden. Eigens dafür wurde ein Koordinationsbeirat „Neues Konferenzzentrum“ eingesetzt, der den Beteiligungsprozess überwachen und steuern soll. Er setzt sich aus Vertretern von Bürgerschaft, Stadtteilen, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Stadtverwaltung zusammen.Eigene Vorschläge einreichen

Seit 10. November können die Bürger nun eigene Standortvorschläge für das neue Konferenzzentrum einreichen oder sich über bereits eingegangen Vorschläge informieren. Und zwar auf drei Wegen: Im Internet unter www.heidelberg-konferenzzentrum.de, im eigens eingerichteten Bürgerbüro oder beim „Beteiligungsmobil“, dass noch bis Samstag, 22. November, an verschiedenen Stellen in der Stadt, Vorschläge sammelt.

Rege Bürgerbeteiligung

Mike de Vries, Geschäftsführer der Heidelberg Marketing GmbH, in deren Räumen in der Neuenheimer Landstraße 5 das Bürgerbüro angesiedelt ist, ist seit Anfang der Woche mit dem „Beteiligungsmobil“ unterwegs – und zeigt den Bürgern auf einer Karte von Heidelberg die bereits abgebenen Standortvorschläge.

Weniger ernst gemeinte Standortideen (Thingstätte, Königstuhl) hätte es bislang fast keine gegeben, so de Vries. „Dafür zeigen die bislang über 50 Eingaben, dass die Bürgerschaft sich ernsthafte Gedanken zu umsetzbaren, möglichst problemfreien Standorten macht“, sagte de Vries, der sich auch über das rege Interesse der Bürger am Thema erfreut. 

Mehrere hundert Menschen täglich kämen zum Beteiligungsmobil, um sich zu informieren – 40 bis 60 in intensiven Gesprächen, verriet de Vries. 

Dabei kristallisiert sich zunehmend heraus, dass der Stadtteil Bergheim und die Gegend um den Bahnhof von den Bürgern als Lokalitäten für das neue Konferenzzentrum ernsthaft in Betracht gezogen werden. Genannt wurden beispielsweise das Altklinikum oder das Gelände der Heidelberger Druckmaschinen, deren Wegzug eine Folgelösung erfordere. „Überrascht hat mich“, erläutert de Vries, „dass die Bürger zu uns kommen und explizit fordern, dass das Konferenzzentrum bei ihnen im Stadtteil gebaut wird, da sie sich dadurch eine Aufwertung ihres Viertels erhoffen. Das hatte ich so nicht erwartet.

Stadtentwicklung in Richtung Südwesten

Insgesamt, so führte de Vries weiter aus, entsprächen die Vorschläge ungefähr der räumlichen Stadtentwicklung: Heidelberg werde sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter in Richtung Westen und Süden ausdehnen. „Dann wäre das Zentrum der Stadt eher um den Bahnhof verortet.“

Wie geht es weiter?

Zum Abschluss am 22. November findet man das Beteiligungsmobil von 12 bis 14 Uhr an der Musik- und Singschule in der Dossenheimer Landstraße in Handschuhsheim. 

Noch bis zum 5. Dezember können Bürger ihre Vorschläge im Bürgerbüro bei Heidelberg Marketing in der Neuenheimer Landstraße 5 einbringen. Das Büro ist Montag bis Freitag von 8:30 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr geöffnet und auch telefonisch erreichbar: 06221/58-40201.

Online können die Standortvorschläge unter www.heidelberg-konferenzzentrum.de noch bis zum 7. Dezember eingebracht und eingesehen werden.

Sämtliche Kommentare, Meinungen und Anregungen werden dokumentiert. Bei einer öffentlichen Bilanzveranstaltung am 28. Januar 2015 sollen diese mit der Bürgerschaft erneut diskutiert werden. Gemeinsam mit einer Beschlussempfehlung der Fachverwaltung dient die Dokumentation dem Gemeinderat als Grundlage zur Entscheidungsfindung.

rmx

Quelle: Heidelberg24

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