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Am Freitagabend fällt ein Baby aus den Armen seiner Mutter in den Neckar und ertrinkt. (Symbolbild)

Staatsanwaltschaft teilt Ergebnis mit

Baby ertrinkt im Neckar: Ermittlungen gegen Mutter abgeschlossen

Mosbach/Heilbronn – Nachdem am Freitag ein Baby aus den Armen seiner Mutter fällt und im Neckar ertrinkt, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. Das ist ihr Ergebnis:  

Nach dem tragischen Unglücksfall, bei dem am Freitagabend in Mosbach-Neckarelz ein Kleinkind ertrunken ist (WIR BERICHTETEN), kann die Polizei zunächst ein sorgfaltswidriges und deshalb zum Tode ihres Kindes führendes Verhalten der Mutter nicht ausschließen. 

Wegen des Anfangsverdachts einer fahrlässigen Tötung werden die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminal Polizei beschleunigt und sind nun abgeschlossen. 

Den Ermittlungen zufolge hat es sich so zugetragen: Am Freitagabend geht die Mutter mit ihrem knapp elf Monate alten Jungen am Neckarufer spazieren und telefoniert dabei mit ihrem Handy. Ihr Kind trägt sie dabei auf dem Arm. In ihrer Vernehmung gab die 21-Jährige unwiderleglich an, aus unklarer Ursache gestolpert zu sein, worauf ihr der Junge entglitt und über eine etwa zwei Meter tiefe Spundwand ins Wasser fiel. 

Obwohl sie selbst nicht schwimmen kann, springt die Mutter ihrem Kind hinterher und versucht vergeblich, es zu retten. Dabei gerät sie selbst in Not und wird von zwei Zeugen, die aufgrund der Schreie der Frau aufmerksam wurden, aus dem Wasser gezogen.

Nur wenig später kann auch der bereits leblose Junge von Zeugen aus dem Neckar geborgen werden. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen führen nicht zum Erfolg, das Kind stirbt noch an der Unglücksstelle.

Das Ergebnis der Ermittlungen

Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft kommt zu dem Ergebnis, dass der Todesfall ein folgenschweres Unglück war. Objektive Umstände, die eine andere Bewertung rechtfertigen, haben sich durch die Ermittlungen nicht ergeben. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb am Dienstag das Ermittlungsverfahren gegen die Mutter gemäß § 170 Abs. 2 StPO eingestellt.

pol/kp

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