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Für Haustiere ist die Silvesternacht oft der reinste Alptraum...

Tipps der Tierschutzorganisation TASSO

Silvesterlärm: Wie schütze ich mein Haustier? 

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Metropolregion - Laute Silvesterböller und buntes Feuerwerk – das neue Jahr wird kräftig gefeiert. Was für uns Menschen ein aufregendes Erlebnis ist, ist für unsere Haustiere oft ein Alptraum...

Wie kann das Jahr besser beginnen als mit einem bunten, fröhlichen Feuerwerk und den beliebten Silvesterböllern. Für uns Menschen ist die laute Begrüßung des neuen Jahres ein aufregendes Erlebnis. Doch dabei vergessen wir oftmals unsere vierbeinigen Mitbewohner...

Tiere nehmen den Silvesterlärm ganz anders wahr als wir. Weil sie ein weitaus besseres Gehör besitzen, bedeuten die lauten Böller oft der reinste Stress. Angst macht sich breit. Was für den Menschen also längst noch keine Lärmbelästigung darstellt, wird für unsere lieben Wegbegleiter schnell zur Qual.

So erlebte auch Packo ein Mischlingshund aus Köhn, sein wohl schlimmstes Silvestererlebis: 

Am Silvestertag ist Packo durch ein Feuerwerk am frühen Abend erschreckt worden und büxte aus. Die ganze Nacht verbrachte sein Herrchen Horst Grewenig mit Suchen und Warten.

 „Packo muss kurz zu Hause gewesen sein, als wir noch auf der Suche waren“, erinnert sich Horst Grewenig an den Abend. „Eine Blutspur an der Haustür verriet es uns. Der Arme musste verletzt sein!“ Zum Glück war es nicht viel Blut.

 „Die Nacht war lang, und ich meldete Packo bei TASSO als vermisst und benachrichtigte auch die benachbarten Polizeireviere“, beschreibt Grewenig die Silvesternacht 2013. 

„Am Vormittag des 1. Januars dann der erlösende Anruf. Packo war gefunden!“ Völlig apathisch suchte er in einer Küche im Nachbarort Zuflucht. Das zuständige Tierheim holte ihn noch am Abend, um ihn so wenig wie möglich der Knallerei auszusetzen. Packo hat den Jahreswechsel mit einem kleinen Loch in der Pfote und einem großen Schrecken überstanden.

So wie Packo ergeht es jährlich hunderten von Haustieren, die aus Angst und Schrecken wegen des Lärms, der Menschenansammlungen oder anderen unvorhersehbare Einflüssen, das Weite suchen. 

Wer sein Tier schützen und im Notfall schnell wieder finden möchte, registriert es am besten bei der Tierschutzorganisation TASSO. Auch Packo war dort registriert. 

Wertvolle Tipps, damit es gar nicht erst zur Flucht kommt: 

- Schließen Sie Fenster und Türen und lassen Sie die Rollläden herunter. Je weniger Licht und Lärm nach innen dringen, umso besser.

- Bleiben Sie bei Ihrem Tier oder stellen Sie ihm eine andere ihm vertraute Person während des Jahreswechsels an seine Seite.

- Nehmen Sie Ihrem Tier nicht die Möglichkeit des Hörens. Die Ohren zuhalten oder gar verstopfen führt dazu, dass es sich nur noch mehr aufregt.

- Beginnen Sie bereits einige Tage vorher mit der Vorbereitung auf die Silvesternacht: Besonders Haltern ängstlicher Hunde raten wir, die Tiere rund um das Feuerwerk beim Gassigehen anzuleinen, da bereits vor und auch nach dem 31. Dezember Knaller gezündet werden könnten.

Die Notrufzentrale von TASSO ist 24 Stunden am Tag das ganze Jahr – auch an Silvester und Neujahr besetzt. 

Die Registrierung ist kostenfrei und ganz unkompliziert auch online möglich: www.tasso.net/registrierung 

pm/nis

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