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Auch in Hermeskeil sind Flüchtlinge schon seit August in Zelten untergbracht.

Ludwigshafen nimmt weitere Menschen auf

SPD-Chef rechnet mit anhaltend hohen Flüchtlingszahlen

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Mainz/ Ludwigshafen – Mehr als 10.000 Menschen hat Rheinland-Pfalz inzwischen aufgenommen – das sind 6.000 mehr als noch im Januar. Auch in Ludwigshafen wird eine neue Notunterkunft eingerichtet.

Die Zahl der Asylbewerber wird vorerst nicht sinken, meint SPD-Fraktionschef Alexander Schweitzer. „Eine seriöse Zahl für 2016 liegt jenseits einer Million“, erklärt er am Freitag in Mainz. Auch die Prognose des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge für dieses Jahr von 800.000 Asylbewerbern halte er persönlich für zu gering

In Rheinland-Pfalz werden für 2015 bisher knapp 40.000 Flüchtlinge erwartet. Schweitzer sagt, für bis zu etwa 45.000 Flüchtlinge seienFinanzmittel eingeplant. In Erstaufnahmestellen stehen derzeit fast 10.000 Plätze zur Verfügung, berichtete das Integrationsministerium. 

Neue Unterkünfte in drei Städten

Vorsorglich richtete die Landesregierung in Rheinland-Pfalz weitere Unterkünfte ein: in Alzey, Bad Kreuznach und Ludwigshafen.„Wir haben allein in den letzten Tagen zwischen 700 und 800 Menschen täglich aufgenommen“, teilt Integrationsministerin Irene Alt (Grüne) mit. „Wir brauchen dringend weitere Unterkünfte, um die Menschen vernünftig unterzubringen.“

In Alzey würden Zelte für 800 Menschen errichtet, in Bad Kreuznach werde eine Halle für bis zu 250 Flüchtlinge vorbereitet und in Ludwigshafen sollten 120 Asylbewerber in beheizbaren Zelten unterkommen (WIR BERICHTETEN). Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte gesagt, das Land erwarte am Wochenende rund 3.000 Flüchtlinge.  

Im Flughafen Zweibrücken kommen die ersten Flüchtlinge voraussichtlich Anfang kommender Woche unter, teilte das Integrationsministerium mit und bestätigt damit Medienberichte. Das Deutsche Rote Kreuz geht von 244 Menschen aus. Bis zu 500 Flüchtlinge sollen dort mittelfristig unterkommen können. An dem Airport war der Linienverkehr im vergangenen Jahr eingestellt worden.

Forderung der Opposition

CDU-Oppositionschefin Julia Klöckner hält mehr Geld für die Kommunen für nötig. Die Landesregierung hatte Kreisen, Städten und Gemeinden angeboten, die vom Bund zugesagte Pauschale von 670 Euro pro Flüchtling in voller Höhe an die Kommunen weiterzugeben, aber die bisherigen Landesmittel von rund 500 Euro nicht mehr zu zahlen. 

„Damit setzt die Landesregierung den Zusammenhalt der Gesellschaft aufs Spiel“, warnt Klöckner. Als Hintergrund des Vorschlags von Rot-Grün gilt, dass der Bund mit 670 Euro Gesamtkosten kalkuliert. Die Städte gehen von 1.250 Euro Kosten pro Monat und Asylbewerber aus.

dpa/ sag

Quelle: Ludwigshafen24

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