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Die Gewerkschaft der Polizei in Rheinland-Pfalz befürchtet, dass das Land nicht für das Szenario eines Amoklaufs gerüstet ist. (Symbolfoto)

In Rheinland-Pfalz

Gewerkschaft: Polizei ist nicht für einen Amoklauf gerüstet!

Mainz - Nach dem Amoklauf von München mit zehn Toten ist Rheinland-Pfalz aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nicht für ein ähnliches Szenario gerüstet.

Es fehle an Personal und technischer Ausrüstung, sagt GdP-Landeschef Ernst Scharbach dem SWR. Die Polizei könne hier nicht wie in München sofort die Bevölkerung viersprachig informieren. Die Einsatzleittechnik sei veraltet, eigene Polizeifahrzeuge könnten nicht geortet werden. Von einer Flut an Notrufen wie in München könne mangels Personal und Technik nicht einmal ein Bruchteil abgearbeitet werden. 

„Bayern ist reich", sagt Scharbach am Mittwoch. Davon profitiere die Polizei. „Hier dagegen ist der Staat drastisch unterfinanziert." Dennoch müssten die Schwerpunkte richtig gesetzt werden, müsse mehr in Sicherheit investiert werden. 

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) zeigt sich dagegen im SWR überzeugt, dass die Polizei die Sicherheit im Land auch bei einem Amoklauf wie in München gewährleisten könne. Es sei ein normales Vorgehen, Verstärkung von Nachbarländern und der Bundespolizei in einer Krisensituation anzufordern. Lewentz verwies auch auf die begonnene Ausstattung der Polizei mit schweren Schutzwesten und Helmen sowie ihre laufende personelle Aufstockung.

dpa/kab

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