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Kilometerweit ist die Rauchsäule über dem Landeshafen Nord der BASF zu sehen.

Katastrophe in Ludwigshafen

Das war der Tag: Chronologie der BASF-Explosion 

Ludwigshafen - Am Montagvormittag kommt es im Landeshafen Nord der BASF zu einem Brand und einer Explosion. Wie sich die Ereignisse im Lauf des Tags entwickelten:

Chronologische Liste der Ereignisse:

  • Über Facebook verdichten sich schnell die Informationen, dass es auf dem Gelände der BASF eine Explosion gegeben hat. Eine Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen.
  • Erste Meldungen gehen von der Explosion eines Tankschiffs aus.
  • 11:49 Uhr: Die amtliche Warn-App „Nina“ warnt vor einem „Brandereignis im Stadtgebiet Ludwigshafen“ 
  • 11:53 Uhr: BASF informiert in einer ersten Pressemitteilung, dass es um 11:30 Uhr im Landeshafen Nord aus „bisher ungeklärter Ursache zu einer Explosion mit mehreren Verletzten gekommen“ ist. „Alle Einsatzkräfte“ seien vor Ort, die zuständigen Behörden informiert, so die BASF-Sprecherin weiter.

Explosion erschüttert BASF-Gelände

  • 12:20 Uhr: Die Katastrophen-Warn-App „Katwarn“ leitet die Meldung der Stadt Ludwigshafen weiter: „Warnung Großbrand“. Anwohner in Friesenheim, Oppau, Edigheim und Pfingstweide werden vor „Geruchsbelästigung und Sichtbehinderungen“ gewarnt. Anwohner sollen wenn möglich nicht ins Freie und Fenster und Türen geschlossen halten. Autofahrer sollen den Bereich großräumig umfahren.
  • 12:57 Uhr: Die Stadt Ludwigshafen informiert über die Einsetzung des Krisenstabs unter Feuerwehr- und Ordnungsdezernent Dieter Feid. Die Feuerwehr hat ein Infotelefon eingerichtet, das unter 0621/5708-6000 zu erreichen ist. 
  • 13:04 Uhr: In einem ersten Update teilt BASF mit, dass „einige Personen vermisst“ werden. „Aus Sicherheitsgründen werden die Steamcracker und weitere Anlagen am Standort heruntergefahren“, so die Mitteilung weiter. Ein Infozelt wird am Tor 11 eingerichtet. Zur genauen Ursache wird weiter ermittelt.
  • 13:42 Uhr: In einer weiteren Mitteilung ergänzt die Stadt Ludwigshafen, dass Kinder und Jugendliche in Schulen und Kindertagesstätten in Edigheim und Pfingstweide zunächst in Einrichtungen bleiben sollen. 
  •  14:31 Uhr: Die Stadt Mannheim informiert, dass bei „Luftmessungen in Sandhofen keine Gefahrenstoffe in der Luft festgestellt“ werden konnten. In den Stadtteilen Sandhofen, Scharhof und Kirschgartshausen sollten Fenster und Türen dennoch vorsorglich geschlossen bleiben, da möglicherweise mit Geruchsbelästigungen zu rechnen sei.
  • 15:21 Uhr: Die Stadt Ludwigshafen lädt zu einer Pressekonferenz, bei der die Beigeordneten Dieter Feid und Klaus Dillinger sowie Uwe Liebelt, Werkleiter BASF-Standort Ludwigshafen, über die Explosion informieren.
  • 15:46 Uhr: Die Stadt Ludwigshafen teilt über Twitter mit, dass Eltern ihre Kinder aus den Kindertagesstätten abholen können. Die Warnungen bleiben jedoch bestehen.
  • 16 Uhr: Pressekonferenz
  • Der erste offizielle Stand: Ein BASF-Mitarbeiter wurde bei dem Unglück getötet, acht Personen wurden verletzt, sechs davon schwer. Sechs Personen werden vermisst.

Pressekonferenz: Zwei Tote und acht Verletzte nach Explosion bei BASF!

  • 17:40 Uhr: Im rheinland-pfälzische Landtag ist eine Sondersitzung zur Explosion geplant. 

    • 19:45 Uhr: Bei dem Brand im Landeshafen Nord bei der BASF in Ludwigshafen kamen nach jetzigem Kenntnisstand zwei Mitarbeiter ums Leben. Sechs Menschen wurden schwerverletzt, weitere leicht. Die Verletzten werden medizinisch beziehungsweise in umliegenden Kliniken versorgt. Zwei weitere Personen werden noch vermisst.

      Die Löscharbeiten dauern an, das Feuer soll kontrolliert ausbrennen. Es kommt weiterhin zu sichtbarer Rauchentwicklung. Vorliegende Messwerte zeigen in der Luft und am Boden keine erhörten Werte gefährlicher Stoffe.

      • Dienstag 6:00: Das Feuer ist inzwischen gelöscht. Weiterhin werden zwei Vermisste gesucht. 
      • Dienstag 12 Uhr: Erneute Pressekonferenz

      Eine Person wird immer noch vermisst, zwei Werksfeuerwehrleute sind ums Leben gekommen, acht Personen sind schwer verletzt und liegen teilweise noch auf der Intensivstation, 17 sind leicht verletzt. Die zweite vermisste Person konnte im Krankenhaus identifiziert werden.

      Geklärt ist mittlerweile, dass Flüssiggas gebrannt hat und, dass es mehrere Explosionen gegeben hat. Der Vermisste wird im Hafen vermutet, kann aber wegen des aktuellen Gefahrenlage noch nicht von Tauchern gesucht werden. Die Taucher stehen jedoch bereit und warten auf ihren Einsatz. Einige Leitungen sind immer noch undicht, Flüssiggas läuft weiter in kleinem Umfang aus, eine Überprüfung wird veranlasst. 

      • Dienstag 17 Uhr: Wie eine Sprecherin der BASF am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr mitteilt, würden die Vorbereitung zur Suche der noch vermissten Person anlaufen. Die Suchaktion mit Tauchern im Hafenbecken würde voraussichtlich im Laufe des Mittwochs stattfinden. Entgegen anderer Medienberichte handelt es sich lediglich um eine Vorbereitungsmaßnahme und nicht um die eigentliche Suche nach der vermissten Person.
      • Dienstag 19:38 Uhr: Die Stadt Ludwigshafen gibt Entwarnung für die Bevölkerung: Bürger der Stadtteile Pfingstweide, Edigheim, Oppau und Friesenheim können sich nun wieder im Freien aufhalten sowie Fenster und Türen öffnen. Ausnahme ist das Gewerbegebiet Nachtweide: Hier gelten wegen der Nähe zum Ort des Unglücks nach wie vor vorsorglich die bisherigen Sicherheitshinweise.

rmx/kp

Quelle: Ludwigshafen24

Weihnachtsmarkt verzaubert Schwetzinger Schlosshof

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Hier explodierte der Sprengsatz

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