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Nach dem Flammeninferno in Landau gefährdet jetzt offenbar giftiges Asbest die Bevölkerung.

Sperrgebiet nicht betreten

Lagerhallenbrand: Asbest-Alarm in Landau!

Landau – Der verheerende Brand in einer Lagerhalle ist auch am Tag nach Ausbruch des Feuers nicht vollständig gelöscht. Langsam wird das ganze Ausmaß des Infernos klar:

Immer noch liegt beißender Brandgeruch über der Stadt, Anwohner sind angehalten, ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten, die Geschäfte und Unternehmen rund um die Unglücksstelle sind abgeriegelt...

Bei dem Flammeninferno in der Lagerhalle eines Landauer Holzfachhandels am Donnerstag ist laut Einschätzung der Polizei ein Sachschaden in Millionenhöhe entstanden (WIR BERICHTETEN).

Doch damit nicht genug: Laut Informationen der Stadt Landau wurde durch den Brand auch giftiges Asbest freigesetzt. „Es ist eine äußerst schwierige Situation, da gibt es nichts zu beschönigen“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Hirsch

Großeinsatz bei Brand in Holzfachhandel!

Die Sperrung des betroffenen Gebiets müsse vorerst aufrecht erhalten werden. Aktuell dürfe niemand die Lotsch- und die Bornbachstraße betreten, bekräftigen Hirsch und sein Kollege Bürgermeister Dr. Ingenthron. „Wir appellieren an die Bevölkerung, der Anordnung Folge zu leisten und das Sperrgebiet nicht zu betreten. Auch Autos, die dort geparkt sind, können nicht weggefahren werden – sonst riskieren wir, den Asbeststaub weiterzutragen.“ 

Asbeststaub könnte Bevölkerung gefährden

Zunächst müsse aber das Feuer endgültig gelöscht werden, dann könnte eine Fachfirma mit der Reinigung der betroffenen Straßen beginnen. Das werde mindestens zwei Wochen dauern, gegebenenfalls könnten Teilbereiche schon früher freigegeben werden. Für die enstehenden Kosten wird die Stadt Landau in Vorleistung treten. Insbesondere für die betroffenen Unternehmen in dem Gewerbegebiet sei die Situation extrem schwierig.

Die Ursache für den verheerenden Brand sei weiterhin völlig unklar und man ermittele in alle Richtungen, erklärt ein Polizeisprecher am Freitag. Ein Gutachter wird – sobald der Brandort begehbar ist – den Auslöser für das Feuer und die genaue Schadenshöhe klären. Ein Experte des TÜV Kaiserslautern überprüft die Asbest-Belastung in dem Gebiet.

„Es ist wichtig, dass möglichst schnell gehandelt wird“, betont Oberbürgermeister Hirsch.„Wir dürfen keine Zeit verlieren.“

Mögliche Rückstände auch im Landkreis

Möglicherweise sind auch im Landkreis Rückstände des Brandes niedergegangen.Wer solche Rückstände auf seinem Grundstück findet, wird gebeten, sich an die Polizei, die Feuerwehr oder an ein extra geschaltetes Bürgertelefon zu wenden. Dieses hat die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Kreis eingerichtet: Unter der Telefonnummer 06341/13 66 66 erhalten Bürgerinnen und Bürger der Stadt, aber auch des Kreises ab sofort Informationen rund um das richtige Verhalten nach dem Großbrand.

>>>Sperrbezirk in Landau ab Donnerstag wieder aufgehoben!

sag/pol/dpa

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