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Die Präsidentschaftskandidatur von Donald Trump lässt Kallstadt (noch) kalt.

Zu Trumps Präsidentschaftskandidatur

„Auf was sollen wir stolz sein?“

Kallstadt - Im Pfälzer Heimatort von Donald Trumps Ahnen hat die offizielle Nominierung des Milliardärs zum republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten wenig Emotionen freigesetzt. 

Im Pfälzer Heimatort von Donald Trumps Ahnen hat die offizielle Nominierung des Immobilienmilliardärs zum republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten wenig Emotionen freigesetzt. 

Eigentlich hat sich für uns nichts geändert“, sagte der Bürgermeister von Kallstadt, Thomas Jaworek (CDU) am Freitag. 

Seit dem Rückzug von Trumps Konkurrenten Ted Cruz Anfang Mai habe sich abgezeichnet, dass es so kommen werde. Nun habe Trump eine weitere formelle Hürde genommen. „Aber das ändert nichts daran, dass Trump nie in Kallstadt war, sich nie auf seine Wurzeln besonnen hat.“ Der 70-Jährige hatte am späten Donnerstagabend in Cleveland die Nominierung des Konvents seiner Partei angenommen. 

Auf die Frage, ob Kallstadt nun stolz sei, sagte Jaworek: „Auf was sollen wir stolz sein?“ Trump sei bisher ein sehr reicher Mann, der eine Nominierung erreicht habe. „Aber auf Reichtum stolz zu sein, ist schwierig.“ 

Da tue man sich emotional leichter mit der Aussage, dass auch der Vater des Heinz-Ketchup-Erfinders aus Kallstadt komme. „Wir müssen mal abwarten, ob er tatsächlich gewählt wird – und dann die Frage stellen, was er aus dem Amt macht“, sagte der Bürgermeister. 

In fünf Jahren könne man dann eher beurteilen, ob man stolz darauf sein könne, dass Trumps Großeltern aus Kallstadt gekommen seien.

dpa/rmx

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