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Heiße Reifen und Rennaction bei den Public Race Days auf dem Hockenheimring!

Racertreffen auf dem Hockenheimring

Public Race Days: Für alle mit Benzin im Blut!

Hockenheim - Bei den Public Race Days am Hockenheimring kann jeder, der ein Auto und einen Führerschein hat, auf der legendären Quarter-Mile mal so richtig Gas geben!

Kein Wölkchen am Himmel und schon am Samstagvormittag ordentlich was los in der Startaufstellung: perfekte Voraussetzungen für ein tolles Wochenende auf dem Hockenheimring – da nimmt man einen leichten Sonnenbrand gerne in Kauf. Wann hat man sonst die Möglichkeit, mit seinem Straßenwagen ein Beschleunigungsrennen zu fahren? Auf der Straße eher nicht – denn erstens fehlen die Strecken und zweitens ist es verboten.

Public Race Days auf dem Hockenheimring

Also ab auf die Piste!

Nach Bedarf Reifen – mittels Burnout – aufheizen, langsam an die Startlinie rollen, und wenn die Startampel, die in der Szene auch den Namen Christmas-Tree hat, auf Grün springt: Gas geben!

Und spätestens hier geht es los, es ist eben doch nicht ganz so einfach, wie es aussieht: Mit normalen Straßen-Profilreifen sind viele auf der speckig glänzenden Viertelmeile (402,33 Meter) hoffnungslos verloren, die Reifen haben überhaupt keinen Grip, drehen durch, und außer einem lauten Qietschen und dem unschönen Geräusch des hochdrehenden Motors passiert kaum etwas.

Doch mit einem guten Start haben die Fahrer eine Menge Spaß und fahren Zeiten, mit denen sie sich echt nicht verstecken müssen. In etwa 14 Sekunden aus dem Stand über die Viertelmeile – nicht schlecht für einen ganz normalen Golf. Der AMG-Mercedes braucht sogar nur zehneinhalb Sekunden. Dafür gibts natürlich einen ordentlichen Applaus von den Zuschauern.

Dragster-Action

Die Stars auf der Piste sind die Dragster, die schon für die Nitrolympix am kommenden Wochenende üben. Burnout, bis kräftiger weißer Dampf aufsteigt – für besonders viel Nebel gibts auch besonders viel Applaus. Die Dragster fahren allesamt unter zehn Sekunden, so schnell kann man gar nicht gucken, schon sind sie weg. Der Elektro-Dragster mit dem Namen Electric Fox aus Lettland braucht sogar nicht einmal acht Sekunden und das obwohl er nur mit 70 Prozent fährt – bei voller Leistung hat er 1.400 PS. Einziger Unterschied zu einem „normalen" Dragster: bei der Beschleunigung hört man nur ein sanftes Zischen des Motors und ein leichts Quietschen der Reifen.

Tuning-Treffen an der Tribüne

Wie passend, dass sich zeitgleich hinter der Mercedes-Tribüne die Tuning-Fans treffen und zeigen, was sie aus ihren fahrbaren Untersätzen so machen. Es gilt: Geht nicht, gibt's nicht!

Tim Reppenhagen aus Pforzheim hat an seinem Hyundai Coupé so ziemlich alles verfeinert, was nur geht – immerhin lässt sie Karosserie noch Rückschlüsse auf die Herkunft zu. Die Lackierung Candy-Blue-Metallic, außen wie innen, auch im Motorraum, das Dach ist Panther-Schwarz. Einen Kofferraum sucht man vergeblich, denn dort hat eine Soundanlage Platz genommen, die hervorragend zum Rest des Autos passt. Das Herzstück: der Motor! Den Sauger hat Tim in einen Kompressormotor umgebaut, die Teile hat er sich aus den USA liefern lassen. „Das ist schon seit sechseinhalb Jahren mein Hobby",erzählt der IT-Consultant. Wie viele Arbeitstunden in dem Auto stecken, weiß er nicht und lachend sagt er: „Ich habe auch zum Glück keine Ahnung, wie viel Geld ich da bisher reingesteckt habe." Ein schönes Auto, dass er gerne der Jury zeigt.

Bei dem Flitzer von Philipp Balazs sind es eher die inneren Werte, die zählen – von außen ist der Wagen eher unscheinbar. Neun Endstufen sorgen im Kofferraum für ordentlich Druck: 149,4 Dezibel werden am Samstag gemessen – lauter als ein startendes Düsenflugzeug.

chr

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