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Großer Polizeieinsatz – wegen einer Lüge (Symbolfoto).

Alles Lüge

Polizei-Großeinsatz wegen „maskiertem Angreifer“

Hockenheim - Was für eine Schwachsinnsidee: Ein junger Mann verletzt sich selbst an der Hand, löst eine größere Suchaktion aus – und lässt die Polizei damit in eine Falle tappen...

Eine echte Schnapsidee haben diese zwei jungen Männer aus Hockeheim.

Am frühen Donnerstagmorgen, gegen 2:30 Uhr, ruft ein 19-Jähriger bei der Polizei an. Er berichtet den Beamten, dass er in der Eisenbahnstraße von einem maskierten Mann mit einem Messer angegriffen und verletzt worden ist. 

Angeblich hatte der Unbekannte versucht, einen Zigarettenautomaten aufzubrechen – dabei habe ihn der 19-Jährige wohl gestört. Die Polizei reagiert sofort: Ein aggressiver Dieb – der muss gefasst werden! Während die Polizisten auf den Straßen Ausschau nach dem Täter halten, versorgt eine Notärztin die zahlreichen Schnittverletzungen an den Armen des vermeintlichen Opfers. 

In dieser Zeit wird auch der 20-jährige Freund des Verletzten befragt. Zunächst bestätigt er die Angaben seines Kompagnons – dann verwickelt er sich jedoch zusehends in Widersprüche. Am Ende müssen die Beiden zugeben: Alles nur Lüge!

Die Schnittverletzungen hat sich der junge Mann mit den Scherben einer Glasflasche selbst zugefügt. Er wird in eine Klinik gebracht. 

Jetzt wird es richtig unangenehm für das Duo: Den beiden jungen Männern droht nämlich eine Anzeige wegen Vortäuschens einer Straftat! Wenn es ganz schlecht für sie läuft, müssen sie auch die Kosten für den Polizeieinsatz zahlen.

Das Polizeirevier Hockenheim hat die Ermittlungen aufgenommen.

pol/mk

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