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Burg Hirschhorn und die historische Altstadt.

Burgen am Neckar

Über der „Perle des Neckartals“: Burg Hirschhorn

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Hirschhorn - Auf einem Sporn des Stöckbergs sitzt seit dem 13. Jahrhundert die Burg Hirschhorn. Die Burg zählte einst zu den militärisch modernsten Burgen im Neckartal.

Knapp 100 Höhenmeter liegen zwischen der historischen Altstadt am Neckar und der Burg, die über die selbsternannten „Perle des Neckartals“ Hirschhorn wacht.

Der von Fachwerkhäusern eingerahmte Marktplatz bildet den Ausgangspunkt für unseren Aufstieg zur Burg. Der Weg führt durch das Burgtor an der katholischen Pfarrkirche „Maria Immaculata“ auf Pflasterstein durch ein enges Gässchen.

Blick auf die „Perle des Neckartals“: Burg Hirschhorn

Untere Vorburg und Marstall

Nach wenigen Minuten erreichen wir die Mauern der unteren Vorburg. Durch ein kleines Tor betreten wir an der Seite des ehemaligen Marstalls die gut erhaltene Burg, die teilweise bewohnt wird. 

Malerisch geht es rund um Marstall und Zehntscheuer zu: Katzen liegen auf den von der morgendlichen Sommersonne erwärmten Buntsandsteinen der Zentscheuer und putzen sich. Über den Dächern des Marstall und seines Nebengebäudes kreist ein Falke.

Den Durchgang zwischen unterer und oberer Vorburg bewacht das Torwärterhäuschen. Hier ist heute ein Teil des Hirschhorner Standesamts untergebracht. 

Die „Herren von Hirschhorn“ und das Schlosshotel

Die ursprünglich quadratisch angelegte Hauptburg wurde um 1260 von den „Herren von Hirschhorn“ errichtet. Johann von Hirschhorn nennt sich 1270 erstmals nach der Burg.

Auffällig die nach Norden weisende mächtige Schildmauer und der 15 Meter tiefe Halsgraben im Bereich des Wald-Parkplatzes. Beschützt wird die Mauer zur Nordseite hin vom 20 Meter hohen Bergfried.

Das Adelsgeschlecht der Hirschhorner besaß vor allem durch Erwerbungen von Engelhard I. und dessen Enkel Hans V. von Hirschhorn im 14. und frühen 15. Jahrhundert zahlreiche Güter am unteren Neckar, im Kleinen Odenwald, im Kraichgau und am Rhein.

In den selben Zeitraum fällt auch die bauliche Erweiterung um ihre ausladenden Vorburganlagen, die Hirschhorn damals zur militärisch modernsten Burg im Neckartal machten. Bis zum Aussterben der Familie Hirschhorn im Jahr 1632 kamen zahlreiche Gebäude, wie Marstall, Zehntscheuer oder das mittlere Tor mit dem Pfortenhäuschen hinzu. 

Ende des 16. Jahrhunderts wurde der Palas um den renaissancezeitlichen Hatzfeldbau erweitert. Dort und in einem Nebengebäude des Marstall ist seit 1959 ein Schlosshotel samt Restaurant angesiedelt.

Hexenturm mit weitreichendem Talblick

Einen tollen Blick über Hirschhorn, die Flussschleife und das Neckartal in Richtung Westen von der Spitze des Bergfrieds aus, der auch Hexenturm genannt wird. 

Von hier oben lässt sich bestens nachvollziehen, warum die Hirschhorner just den nach Süden weisenden Sporn des Stöckbergs wählten, um eine Burg zu bauen. Strategisch ließen sich von hier relativ umstandslos sowohl das Neckartal als auch die Ausgänge des Finkenbach- und Ulfenbachtals kontrollieren.

Wer mehr zu Hirschhorn und seiner Burg erfahren möchte: Von Mai bis September werden kombinierte Führungen durch Altstadt und Burganlage angeboten. Treffpunkt: Tourist-Info Hirschhorn, Alleeweg 2, 10 Uhr.

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Wo: Schlossstr. 39-45, 69343 Hirschhorn

Parken: Vor der Burg in der Schlossstraße oder an der L3105, am Neckar

>>>Weitere Informationen zu Hirschhorn

Weitere Artikel in dieser Serie:

>>> Die schönsten Burgen im Neckartal

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rmx

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