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Günstiger gebaut als ursprünglich geplant: das Heidelberger Justizzentrum.

Laut Studie der Hertie School of Governance

Justizzentrum Heidelberg günstiger als geplant!

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Heidelberg-Weststadt – S21, BER oder Elbphilharmonie: Große Bauprojekte werden immer teurer als geplant. Doch stimmt das wirklich? Eine Studie gibt jetzt Antworten auf diese Frage.

Die gute Nachricht vorneweg: Der Bau des Justizzentrums Heidelberg kam den Steuerzahler deutlich günstiger als urprünglich avisiert. 

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Hertie School of Governance. Demnach blieb der neue Justizbau, der 2011 fertiggestellt wurde, neun Prozent und damit fünf Millionen Euro unter den geplanten Kosten. Damit gehört das Justizzentrum zu den Vorzeige-Bauprojekten in der Bundesrepublik. 

170 Großprojekte untersucht

In einer Studie hat die Hertie School of Governance 170 Infrastruktur-Großprojekte analysiert, die in Deutschland seit 1960 im öffentlichen Interesse umgesetzt wurden.

Nach Aufteilung in die Kategorien Verkehr, Gebäude, Informations- und Kommunikationtechnologie, Rüstung sowie Energie untersuchten die Forscher die Projekte systematisch auf Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen.

Das alarmierende Ergebnis: Bei den abgeschlossenen Projekten steigerten sich die Kosten im Durchschnitt um 73 Prozent!

Die teuersten Infrastrukturprojekte finden sich aber nicht in Flughäfen, Bahnhöfen oder neuen Verkehrswegen. Laut Studie überstiegen zwei Projekte im Sektor Informations- und Kommunikationsprojekte drastisch die angesetzten Summen: Das LKW-Mautsystem Toll Collect verursachte 6,9 Milliarden Euro an Mehrkosten (11,5-mal so viel, wie geplant). Auch das Steuersystem FISCUS, das 2005 endgültig beerdigt wurde, überstieg die geplanten Kosten um das 11,5-fache: Mehrkosten von 4,6 Milliarden Euro!

rmx

Quelle: Heidelberg24

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