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Das Landgericht Heidelberg verurteilt einen Waffenhändler zu fünfeinhalb Jahren Haft. 

Urteil am Landgericht Heidelberg

Über fünf Jahre Haft für Waffenhändler (32)

Heidelberg - Gegen den 32-jährigen Heidelberger, der im Darknet mit gefährlichen Schusswaffen gehandelt hat, ist am Donnerstag das Urteil gesprochen worden. Er muss mehrere Jahre ins Gefängnis.

Es war ein Prozess, der durch die schrecklichen Ereignisse in Viernheim, München und Anspach noch einmal eine aktuelle Brisanz bekommen hat...

Weil er im sogenannten Darknet unter dem Pseudonym „Dosensuppe“ illegal mit Waffen handelte, hat das Landgericht Heidelberg den gelernten Optiker L. zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Das Gericht sieht es bei der Urteilsverkündung am Donnerstag als erwiesen an, dass der 32-jährige Waffenliebhaber und Sportschütze zwischen Januar 2014 und Oktober 2015 Pistolen und beispielsweise auch Sturmgewehre sowie Zubehör illegal an verschiedene Abnehmer verkaufte. Die Staatsanwaltschaft forderte am Dienstag, dem vorletzten Prozesstag, sieben Jahre Haft für den Mann (WIR BERICHTETEN).

Der Fall habe einen „enormen Ermittlungsaufwand“ mit sich gebracht, begründete Richter Gramlich das Urteil. Er erwähnt auch die Risiken, die der illegale Waffenhandel im Darknet nach sich ziehe. Allein der Umstand, dass Waffenschieber meist keine Informationen über ihre Abnehmer hätten, bezeichnet der Richter als „hochgefährlich". Das sei bereits vor dem Amoklauf am Freitag in München bekannt gewesen - der Amokläufer hatte seine Waffe im Darknet gekauft. Mit demFall in München hatte der Heidelberger Prozess allerdings nichts zu tun.  

Unter den Kunden des nun verurteilten Mannes waren dem Gericht zufolge gewaltbereite Käufer, die bereits strafrechtlich aufgefallen waren. Darunter war demnach auch ein Rechtsextremist, der unter dem Pseudonym „Sturmsoldat" auftrat und vor einigen Jahren nach einem gescheiterten Bombenanschlag in der Psychiatrie untergebracht war. Zudem soll ein 21 Jahre alter Brite, der mit einer Maschinenpistole einen Mord begehen wollte, unter den Abnehmern gewesen sein.

>>> Hier geht‘s zu unserer Berichterstattung über den Heidelberger Prozess

dpa/rmx

Quelle: Heidelberg24

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