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Heidelberg erhält Bundesmittel zur Förderung des Breitbandausbaus.

Bis zu 50.000 Euro

Bund fördert Heidelberg beim Breitbandausbau

Heidelberg - Bald ‚mehr‘ superschnelles Internet in der Universitätsstadt? Am Mittwoch überreichte der Bund einen Förderbescheid, mit dem eine Machbarkeitsstudie finanziert werden soll. 

Die Stadt Heidelberg erhält vom Bund Fördermittel in Höhe von bis zu 50.000 Euro zur Förderung des Breitbandausbaus. Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, überreichte den Förderbescheid am Mittwoch in Berlin. 

Mit der Fördersumme will die Stadt ein Markterkundungsverfahren (MEV) mit Machbarkeitsstudie und Breitbandanalyse in Auftrag geben. Die Untersuchungen sollen zeigen, wo Heidelberg bereits mit zukunfts- und hochleistungsfähigem Breitbandnetz versorgt ist. 

Außerdem soll geklärt werden, wo und mit welchen Technologien das Netz innerhalb der nächsten drei Jahre erweitert werden soll. Auf Basis der Studie will die Stadt Heidelberg ein Konzept zum Breitbandausbau für superschnelles Internet entwickeln. 

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt mit dem Breitbandförderprogramm Kommunen und Landkreise in unterversorgten Gebieten, in denen in den kommenden drei Jahren kein privatwirtschaftlicher Netzausbau zu erwarten ist. Das BMVI will insgesamt vier Milliarden Euro in schnelle Datenübertragung investieren.

Weitere Förderung möglich

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Stadt Bundes- und Landesmittel zum Ausbau des Breitbandnetzes erhalten: Wenn der Ausbau für Netzbetreiber wegen einer wirtschaftlichen Deckungslücke nur mit einer Finanzierung oder Förderung umsetzbar ist, es keine Ausbaupläne von Unternehmen gibt oder diese das Projektgebiet nicht komplett abdecken. 

Die maximale Fördersumme für Einzelprojekte liegt bei 15 Millionen Euro. Der Fördersatz des Bundes beträgt im Regelfall 50 Prozent der Kosten – bis zu 70 Prozent bei besonders geringer Wirtschaftskraft. Mit den Mitteln soll die Deckungslücke eines Betreibers in einem betriebswirtschaftlich unattraktiven Gebiet geschlossen oder der Kommune geholfen werden, Netzinfrastrukturen – „Dark Fiber“, also Leerrohre mit zunächst unbeleuchteten Glasfaserleitungen – selber zu errichten und an Netzbetreiber zu verpachten. Glasfaserleitungen erlauben heute schon Bandbreiten von deutlich über 1.000 Megabit pro Sekunde.

Noch kein Heidelberger „Breitbandplan“

Aktuell gibt es keine zentrale Übersicht über die vorhandenen Breitbandleitungen aller Anbieter auf Heidelberger Gemarkung. Dem Breitbandatlas des BMVI zufolge ist derzeit vor allem die Versorgung in Schlierbach ein Problem. 

In drei gewerblichen Teilbereichen liegen der Stadt bereits Interessensbekundungen für den Ausbau schneller Datenleitungen durch Telekommunikations-Dienstleister vor: Wieblingen West (Mittelgewann), Bahnstadt (östlich der Speyerer Straße) und Rohrbach (Gewerbegebiet westlich der Rohrbacher Straße). Bei Neubauvorhaben, bei denen die Stadt über ihre Gesellschaften als Entwickler tätig ist – beispielsweise bei den Konversionsflächen –, wird die Breitbandinfrastruktur mit Glasfaserkabeln von Anfang an planerisch berücksichtigt und realisiert. 

Schon jetzt verlegen die Stadtwerke im Zuge ihrer Erschließungsaufträge für Strom, Wasser und Wärme gleichzeitig Leerrohre, die in einem späteren Schritt von Netzbetreibern für Glasfaserleitungen genutzt werden können.

Stadt Heidelberg/rmx

Quelle: Heidelberg24

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