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Nicht nur mit dem Verkauf des pinken Buttons kommt die sensationelle Summe zusammen!

Spendenaktion „Heidelberg hilft“

Großartiger Erfolg! 110.000 Euro für minderjährige Flüchtlinge

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Heidelberg – Die Heidelberger Service-Clubs starteten im Oktober 2015 ein soziales Projekt und sammelten unter anderem mit pinken Buttons Geld für unbegleitete Flüchtlinge. Das kam dabei heraus:     

Mit der beeindruckenden Spendensumme von 110.000 Euro ist die Spendenaktion „HD hilft!“ der Heidelberger Service-Clubs jetzt offiziell abgeschlossen worden. Die Spendengelder kommen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Heidelberg zugute.

Die Unterstützer der Spendenaktion „HD hilft!“ waren alle Heidelberger Lions- und Rotary-Clubs, die beiden Heidelberger Zonta Clubs, Round Table, Ladies‘ Circle, Soroptimisten und der Deutsch-Amerikanische Frauenclub. (WIR BERICHTETEN)

Pinke Buttons und großzügige Spenden

Auf Initiative des Lions Clubs Heidelberg Altstadt hatten Mitte Oktober alle Heidelberger Service-Clubs ihre Unterstützung für die Spenden-Aktion zugesagt. Ursprünglich sollten die Spendengelder über den Verkauf von bunten Buttons mit dem Aufdruck „HD hilft!“ eingeworben werden.„Wir konnten aber um die Weihnachtszeit mehr und mehr Bürgerinnen und Bürger und auch Unternehmen von der Spendenaktion begeistern, die sich mit großen Beträgen finanziell engagiert haben“, erklärt Mario Lehmann vom Organisationsteam „HD hilft!“.

Alle Spenden flossen in den Fonds „HD hilft!“, den das Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg verwaltet.

Was „HD hilft!“ möglich macht

Eines der großen Projekte, das dank „HD hilft!“ realisiert werden soll, ist ein „Mentoring-Projekt“, bei dem ehrenamtliche Paten nachhaltig als Integrationsbegleiter für jugendliche Flüchtlinge fungieren. Die Paten sollen den Jugendlichen helfen, einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz zu finden und sie im Alltag begleiten. Kooperationspartner der Stadt bei diesem Projekt soll die Jugendagentur Heidelberg sein.

Auch ein Projekt zur besonderen sprachlichen und schulischen Förderung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ist in Planung. Es soll dort greifen, wo die Kinder derart deutliche Defizite aufweisen, dass diese im schulischen Kontext und durch die vorhandenen Unterstützungssysteme nicht aufgefangen werden können.

Die Spende macht außerdem die Anschaffung von Alltagsgegenständen möglich, die über die vorgegebene Mindestversorgung hinausgehen. So können beispielsweise mehrere Jugendliche nun Laptops nutzen, die nicht nur beim Lernen helfen, sondern via Internet auch den Kontakt mit den Eltern im Heimatland ermöglichen. Möbel, Küchenutensilien und Kleidung wurden bereits angeschafft. Einige Jugendliche freuen sich über eine komplette Sportausrüstung, die es ihnen ermöglichte, aktives Mitglied in einem Sportverein zu werden.

Wer wird konkret gefördert?

Derzeit betreut das Kinder- und Jugendamt Heidelberg mehr als 60 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Sie kommen überwiegend aus Afghanistan und Syrien. Ein Großteil ist zwischen 15 und 17 Jahre alt. Die Jugendlichen leben in der Regel in Heimen oder betreuten Wohnformen, im Einzelfall konnten Jugendliche in Pflegefamilien untergebracht werden. 

Bei den Kindern und Jugendlichen, die als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Heidelberg kommen, überprüft das Kinder- und Jugendamt sehr individuell die schulischen Kompetenzen. „Die Unterschiede sind hier sehr groß“, berichtet Myriam Feldhaus. „Manche Jugendlichen haben keine Schule in ihrem Herkunftsland besucht oder nur wenige Jahre. Andere haben eine sehr gute schulische Vorbildung und sprechen sogar eine zweite Fremdsprache. Allen ist aber gemeinsam, dass sie sehr gewillt sind, sich hier zu integrieren. 

Für die unbegleiteten Kinder und Jugendlichen besteht Schulpflicht, ein Großteil besucht ein sogenanntes Berufsvorbereitendes Bildungsangebot (VAB-O-Klasse) an einer beruflichen Schule in Heidelberg. Nachhilfe und Alphabetisierungskurse sind häufig notwendig, werden aber über die reguläre schulische Ausbildung nicht abgedeckt.

„Mein großer Dank gilt den Bürgerinnen und Bürgern aus Heidelberg und dem Umland. Sie haben mit ihren Spenden ermöglicht, dass wir über die Möglichkeiten der Jugendhilfe hinaus Integrationsprojekte für Kinder und Jugendliche realisieren können, die hier ganz ohne familiäres Netz ein neues Leben beginnen müssen“, freut sich Schirmherr Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.

Alle Artikel zum Thema Flüchtlinge in der Region: 

>>> Flüchtlinge 

Stadt Heidelberg/kp

Quelle: Heidelberg24

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