+
Die alten Holzrahmen mussten den schicken Metallrahmen weichen (Archivfoto).

Kritik von Veranstaltern und Stadtteilen

Plakatierung: Gemeinderat verbessert neues Konzept

Heidelberg - Das Plakatierungschaos hat die Stadt mit der Neuregelung beseitigt. Allerdings gibt es immer noch einzelne Kritikpunkte, die am Donnerstag im Gemeindrat diskutiert wurden.

Das neue Konzept für die Veranstaltungsplakatierung in Heidelberg geht auf: Das „ausufernde Plakatieren“ (Begrenzung auf 2.400 Plakate) wurde eingedämmt, jetzt „zieren“ schicke Metallrahmen die Straßenzüge und verleihen dem Einzelplakat eine höhere Wertigkeit.

Fast zehn Monate nach Inkrafttreten der Neuordnung wird das Thema erneut im Gemeinderat diskutiert – denn insbesondere Veranstalter und Stadtteilvereine haben noch einige Nachbesserungen auf die Agenda gesetzt. Diese hatten unter anderem bemängelt, dass es zu wenige Flächen seien, dass es viele schlechte Plakatstandorte gebe und dass Stadtteilthemen nicht mehr genug in der Öffentlichkeit präsentiert werden könnten.

Grünes Licht vom Gemeinderat

Folgendes haben die Stadträte aufgrund dieser Kritikpunkte einstimmig bei drei Enthaltungen beschlossen:

Stoppt neue Satzung das Plakate-Chaos?

Anzahl der Plakatflächen wird nicht erhöht: Die Zahl der Plakatflächen wird nicht, wie von einigen Kultureinrichtungen gefordert, um weitere 1.000 erhöht. Begründung: Diese Änderung würde im Widerspruch zu dem vom Gemeinderat beschlossenen städtebaulichen Konzept stehen. Außerdem sind im Zuge der Neuordnung der Veranstaltungsplakatierung im gesamten Stadtgebiet mehrere hundert Plakatflächen an privaten Zäunen entstanden. Insgesamt gibt es damit weit mehr als 3.000 Plakatflächen. Die Kosten für die Anschaffung und Installation neuer Plakatflächen würde sich zudem auf mindestens175.000 Euro belaufen.

Verbesserung der Plakatstandorte: Das Stadtplanungsamt soll die Qualität von Plakatstandorten bewerten und für wenig werbewirksame Standorte Verbesserungen vorschlagen. Grundsätzlich soll aber der Schwerpunkt der Plakatstandorte nicht wieder ins Stadtzentrum verlagert werden. Ziel der Neuordnung ist es ja gerade, die Innenstadtbereiche, vor allem den Großraum Bismarckplatz, zu entlasten.

Stadtteile bekommen eigene Flächen: Für die Bewerbung von Veranstaltungen im Stadtteil sollen eigene Plakatnetze zur Verfügung stehen. Diese können fest montiert oder auch mobil sein.

Plakate in Sofienstraße kommen: In der Sofienstraße zwischen Hauptstraße und Neckarstaden wird die einjährige Testphase ohne Plakatträger beendet. Es hat sich gezeigt, dass sich die neuen Plakatrahmen gut ins Stadtbild einfügen. Da die Sofienstraße für die Veranstalter ein wichtiger, werbewirksamer Standort ist, sollen dort nun die vorgesehenen fünfzig Plakatträger installiert werden.

Hintergrund

Im April 2015 hat die Stadt damit begonnen, die ersten Metallrahmen zu installieren. Wenig später,am 1. Juli 2015, tritt die neue Plakatierungsordnung in Kraft, der Gemeinderat gibt sein Okay. Die Satzung sieht vor, dass die Zahl der erlaubten Plakate in Heidelberg auf 2.400 reduziert wird. Zuvor waren es über das gesamte Stadtbild verteilt rund 3.500.

sag/Stadt Heidelberg

Quelle: Heidelberg24

Mehr zum Thema

Das zünftige Richtfest beim Luxor-Filmpalast

Das zünftige Richtfest beim Luxor-Filmpalast

Fotos: Stau-Alarm nach Unfall auf A6

Fotos: Stau-Alarm nach Unfall auf A6

Die Pet Shop Boys in der Frankfurter Jahrhunderthalle

Die Pet Shop Boys in der Frankfurter Jahrhunderthalle

Kommentare