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Landesvater Kretschmann (Mi.) und BAMF-Leiter Weise im Heidelberger Registrierungszentrum.

Ministerpräsent in Flüchtlingsunterkunft

Kretschmann im PHV: „Heidelberg kein Abschiebelager!“ 

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Heidelberg-Kirchheim – Hoher Besuch am Freitag in der Patrick Henry Village: Landesvater Kretschmann (Grüne) und BAMF-Chef Frank-Jürgen Weise stellen das neue Asyl-Modellverfahren vor.

Es soll Vorbildcharakter haben, die Dauer bis zum Asylbescheid drastisch verkürzen – das neue Modellverfahren zur Bearbeitung von Asylanträgen. Aktuell liegt die durchschnittliche Bearbeitungsdauer noch bei rund fünf Monaten. 

Landesvater Kretschmann (li.) und BAMF-Leiter Weise im Heidelberger Registrierungszentrum.

Laut zuständigem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge  (BAMF) werden die Anträge dabei nach Erfolgsaussicht in Gruppen eingeteilt. 

Am Freitagvormittag (11 Uhr) nun die Vorstellung des Modellverfahrens im Zentralen Registrierungszentrum Patrick Henry Village im Beisein von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und BAMF-Chef Frank-Jürgen Weise

Ministerpräsident Kretschmann ist es wichtig zu betonen, dass die Menschen nach ihrer Anerkennung als Flüchtlinge auf alle Städte und Kreise im Land verteilt werden: „Wir müssen die Integrationskraft des ganzen Landes nutzen. Heidelberg ist kein Abschiebelager, leistet einen großen Beitrag, damit die Flüchtlingsaufnahme Struktur und Ordnung zurückgewinnt.“ 

Im PHV sind die Flüchtlinge nur so lange untergebracht, wie das Registrierungsverfahren letztendlich dauert. Durch das beschleunigte Verfahren pendeln sich die Bewohnerzahl derzeit bei rund 5.500 Personen ein.

Ziel sei es, über einfache Fälle innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Antragstellung zu entscheiden, so Frank-Jürgen Weise.

Zufrieden zeigt sich Heidelbergs OB Dr. Eckart Würzner (parteilos): „Die Asylverfahren zu beschleunigen, ist sicherlich der richtige Weg. Es reicht jedoch nicht aus, die Menschen nach einem schnellen Verfahren mit einem Stück Papier auf die Straße zu schicken. Es ist essentiell, dass die Menschen eine klare Perspektive erhalten, wohin sie nach Abschluss ihres Asylverfahrens kommen und wie es dort weiter geht.

Laut Stadt Heidelberg möchte das BAMF täglich bis zu 200 Asylverfahren abwickeln, bei denen die Gründe für eine Anerkennung oder Ablehnung sehr leicht zu beurteilen sind.

Landesvater Kretschmann und BAMF-Leiter Weise im Heidelberger Registrierungszentrum.

Über komplizierte Fälle entscheidet weiterhin das BAMF in ihren Außenstellen, Anträge von Flüchtlingen mit sehr guter oder sehr schlechter Bleibeperspektive können innerhalb kurzer Zeit in Heidelberg behandelt werden.

Wichtig ist, dass PHV eine reine Drehscheibe bleibt. Das ist mit den jetzt vorgestellten Verfahren gewährleistet. Die Menschen finden nach ihrem Verfahren auf PHV einen sicheren Anschluss mit einem Erstwohnsitz in einem der 44 Stadt- und Landkreise in ganz Baden-Württemberg“, so Sozialbürgermeister Dr. Joachim Gerner (SPD).

Bundesweit waren im November rund 356.000 Asylverfahren offen.

dpa/pek

Quelle: Heidelberg24

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