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Für drei mutmaßliche Autodiebe klickten am Dienstag die Handschellen (Symbolfoto).

In Ludwigshafen und Litauen

Ermittler schnappen drei mutmaßliche Autodiebe

Heidelberg/Ludwigshafen - Dem Landeskriminalamt ist ein Schlag gegen eine bundesweit operierende Bande von Autodieben gelungen: Beamte konnten drei mutmaßliche Täter verhaften.

Die Heidelberger Staatsanwaltschaft und eine Ermittlungsgruppe des LKA konnten sechs Männer im Alter von 25 bis 40 Jahren wegen des dringenden Verdachts des schweren Bandendiebstahls von hochwertigen Geländelimousinen ermitteln. 

Am Dienstag (21. Juni) verhafteten litauische Polizeibeamte im Beisein von LKA-Ermittlern in Kaunas zwei der sechs mutmaßlichen Bandenmitglieder. Die beiden Litauer im Alter von 38 und 40 Jahren wurden per europäischem Haftbefehl gesucht. Zeitgleich schnappten Ermittler des LKA in Ludwigshafen einen 25-jährigen Litauer. Der junge Mann wurde unverzüglich der zuständigen Ermittlungsrichterin vorgeführt, die den Haftbefehl in Vollzug setzte.

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg beantragt nun die Auslieferung der zwei in Kaunas festgenommenen Litauer nach Deutschland. Nach drei weiteren flüchtigen Tatverdächtigen wird weiter gefahndet.

Hintergrund

Nachdem im Frühjahr 2014 in Mannheim, Karlsruhe und Stuttgart die Zahl an Diebstählen von hochwertigen Kraftfahrzeugen stark angestiegen war, beauftragte die Staatsanwaltschaft Heidelberg das LKA zum Jahresende 2014 mit den Ermittlungen. 

Die Ermittlungen erhärteten den Verdacht gegen eine Gruppe litauischer Staatsangehöriger, die sich in ganz Deutschland auf Diebstähle von SUV spezialisiert hatte, um die Fahrzeuge anschließend nach Litauen zu verschieben. 

Erste Spuren nach Litauen ergaben sich infolge eines Diebstahls im Juli 2014: Ein vor einem Heidelberger Autohaus geparkter Range Rover wurde gestohlen und konnte nur kurze Zeit später auf der Autobahn A3 bei Passau auf dem Weg nach Österreich von der bayerischen Polizei festgestellt werden. Mittlerweile waren an dem Fahrzeug ebenfalls gestohlene andere Kennzeichen angebracht. 

Nach einer Verfolgungsfahrt konnte der gestohlene Range Rover gestoppt und dessen 26-jähriger litauischer Fahrer vorläufig festgenommen werden. Er behauptete, den Pkw von zwei unbekannten Männern in der Nacht zuvor übernommen zu haben, um ihn nach Litauen zu fahren. Eine Beteiligung am Diebstahl des Fahrzeugs bestritt er.

Gemeinsam mit litauischen Behörden, BKA und Europol war es möglich, die Täterstrukturen aufzuhellen und die Verbindungen zwischen den Tätern in Deutschland und den Auftraggebern in Litauen festzustellen.

Autodiebstähle in 12 Fällen

Der Gruppierung wird vorgeworfen, mindestens 12 hochwertige SUV der Marken Range Rover und Honda im Gesamtwert von mehreren hunderttausend Euro gestohlen zu haben. In weiteren sieben Fällen blieb der Diebstahl im Versuchsstadium stecken. 

Darüber hinaus werden die Bandenmitglieder verdächtigt, in mindestens neun Fällen Navigationsgeräte und Airbags aus Fahrzeugen ausgebaut und gestohlen zu haben. Die SUV sollen entweder durch spezielle Kuriere oder mit Fahrzeugtransportern nach Litauen verbracht worden sein.

StA/BKA BW/rmx

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