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Der Familienstreit beim Gelatinehersteller Gelita ging bis vor das Landgericht Heidelberg.

Gelatine-Hersteller

Familienaktionäre im Clinch: Urteil im Gelita-Rechtsstreit 

Heidelberg – Der Familienstreit beim Eberbacher Gelatine-Hersteller Gelita hat ein Ende - zumindest vor Gericht. Am Freitag weist das Landgericht die Klage eines Teils der Familienaktionäre ab.

Die Kläger hatten der Firmenspitze vorgeworfen, 2012 eine Beteiligung an einer anderen Firma deutlich unter Wert verkauft zu haben. 

Hintergrund der Geschichte sei gewesen, dass Philipp Koepff, ein anderer Familienaktionär, dringend Geld gebraucht habe. Damit wollte er seinen Anteil von 26,5 auf 51,5 Prozent aufstocken, so die Klägerseite. 

Die Heidelberger Richter geben den Klägern allerdings nicht recht. An dem damaligen Vorgehen der zwei Vorstände und vier Aufsichtsräte gebe es nichts zu beanstanden. Die Manager den Deal aus unternehmerischen Beweggründen gemacht und nicht etwa Interessen des jetzigen Mehrheitsaktionärs verfolgt. 

Als Kläger trat die Gelita AG selbst auf - auf Druck der Minderheitsaktionärs-Familienmitglieder war ein Rechtsanwalt bestellt worden, der Ansprüche über zehn Millionen Euro gegen die Firmenspitze durchsetzen sollte. 

Mit dem Richterspruch ist dieses Vorhaben vorerst gescheitert. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig - die Klägerseite hat einen Monat Zeit, um Berufung einzulegen. 

Das weltweit größte Unternehmen dieser Sparte mit Sitz in Eberbach hat 2.600 Mitarbeiter, 2015 lag der Jahresumsatz bei 675 Millionen Euro.

sag/dpa

Quelle: Heidelberg24

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